In den Köpfen der Funktionäre ist eine solche Täuschung schlimmer als Doping. Das sagt eine ganze Menge über die wirklichen Vorstellungen aus - eigentlich ist kaum jemand interessiert, den Dopingsumpf trocken zu legen.
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try it
Benutzer | Beiträge: 296
Do 18.10.2007 um 22:51:53
Re:
...das war fast schon etwas "zu krank", um wahr zu sein...eben deshalb hätte es eigentlich eine 2-jährige Sperre getan!
(zum Vergleich: Marion Jones ist...wenn ich das richtig verstanden habe...mit einer 2-jährigen Sperre recht milde davongekommen, auch sie dürfte bei ihrem Geständnis immer noch gelogen haben, zumindest wenn man Victor Conte glauben schenken will, der sie nach eigenen Aussagen "ganz von Anfang an" mit Insulin, hgh, "the clear", sowie EPO versorgt haben will)
VG try it
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beity
Benutzer | Beiträge: 990
Mo 15.10.2007 um 22:10:21
Re:
@Trilobit: Wow. Wenn man so was liest, ist meistens von "erheblicher krimineller Energie" die Rede. Die Frau scheint zu wissen, was sie getan hat, und nicht "mal eben" einen Rekord erschummelt.
Die gute Frau, ihre tatsächlich selbst gelaufene Marathonzeit ist eine 3:11 ist ja auch schon von einem Reiseveranstalter als Olypiateilnehmerin und Weltklasse- und Expertin anderen Mitreisenden als Begleitung avisiert worden. Allen Ernstes, hier bedarf es schon einer ausführlichen Therapie. Die Dame muss dringend ihr Selbstbild korrigieren. beity
beity
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MAR.S
Benutzer | Beiträge: 309
Mo 15.10.2007 um 21:49:58
Re:
@Trilobit: Wow. Wenn man so was liest, ist meistens von "erheblicher krimineller Energie" die Rede. Die Frau scheint zu wissen, was sie getan hat, und nicht "mal eben" einen Rekord erschummelt.
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Trilobit
Benutzer | Beiträge: 1
So 14.10.2007 um 22:40:04
Re:
Nochmal zurück zum Ausgangsposting, das ja auf diesen Artikel ( http://www.leichtathletik.de/index.php?NavID=1&SiteID=28&NewsID=15772 ) abzielt; dazu hätte ich noch einige Anmerkungen. Dem betroffenen Läufer waren die 100,- Euronen schnurzpiepegal. In dem Aufruf, mit dem der Kontakt hergestellt wurde, war davon auch nicht die Rede. Er wollte das Geld gar nicht annehmen, bis es ihm förmlich in die Hand gedrückt wurde. Er war vielmehr an der individuellen Auswertung der angeblich erfassten Daten (Bodenkontaktzeiten, Schrittlänge und -frequenz, Beschleunigungskräfte...), an einer Ausfertigung der "Masterstudie" sowie an der Analyse seines Trainingslogs interessiert. Dies war ebenso in Aussicht gestellt worden. Den Zeitmesschip konnte er nicht als solchen erkennen, da er als "Vorbeugung gegen Verlust" in ein Schnürsenkeltäschchen eingenäht und von außen nicht als solcher zu ertasten war. Keinesfalls richtig wäre also die Unterstellung: "Gib mir 100 EUR und ich trage Deinen Zeitmesschip". Im Gegenteil: als der Läufer bemerkte, hinters Licht geführt worden zu sein, spendete er den Betrag umgehend der Deutschen Kinderkrebsstiftung.
Der Artikel ist übrigens gut geschrieben und in seinen Schlussfolgerungen korrekt.
Viele Grüße und hallo allerseits (erstes Posting!), Trilobit.
Zur Abwechslung mal ein Betrug ohne Doping: http://www.volksblatt.li/Default.aspx?newsid=9404&src=vb®ion=in Unter dem Vorwand einer Studie für 100€ einem nichtsahnendem Läufer den eigenen Chip untergejubelt und ihn Landesrekord laufen lassen ... Aufruf für 2:46-2:48 Läufer vom 23.05. unter http://f27.parsimony.net/forum67219/messages/27425.htm
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-pH0eNnIx-
Benutzer | Beiträge: 766
So 14.10.2007 um 19:00:54
Re:
ach deswegen bin ich "aufgestiegen" in der Liste ;-)
www.asv-laufteam.com // www.tecis.de
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Lor-Olli
Benutzer | Beiträge: 933
So 14.10.2007 um 08:49:17
Re:
Es scheint aber leider auch bei den Betreibern der Marathons kein Interesse zu herrschen, solch merkwürdige Zeiten aufzuklären. Es wäre z.B. ein leichtes, etwa beim Hambug Marathon, die 5 km Zeitabschnitte einem statistischen Check zuzuführen (die Daten iegen schließlich alle vor), und bei signifikanten Abweichungen den/die Betrefenden um Aufklärung zu bitten. Ich bin bei meinem Marathon exakt 5:29min/km Durchschnitt gelaufen (Abweichung max. 10 sec zwischen Kilometer 1 und 42), aber ich denke, selbst wenn man großzügig ist, sind Steigerungen von mehr als 45 sec gegen Ende des Marathons unglaubwürdig.
Ein anderer Grund für den Unwillen (?) der Aufklärung könnte natürlich sein, dass diese Fälle gar nicht so selten sind…
lor-olli
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MartinK
Benutzer | Beiträge: 1
Sa 13.10.2007 um 21:52:07
Re:
Weiter unten ist noch eine erstaunliche Läuferin (2 ZZ fehlen wieder).
1. HM in 2:12:53 2. HM in 1:15:37
Das nenne ich mal eine intelligente Renneinteilung. Dabei ist sie den 2. HM auf die Sekunde so schnell gelaufen wie Mocki. Wohl auch sehr talentiert, die Dame.
Gruß Martin
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Astra
Benutzer | Beiträge: 1763
Sa 13.10.2007 um 16:24:01
Re:
Ich bin aber nicht sicher, ob alles auffällt.
Mir fiel auf, dass es beim Köln Marathon eine Frau gibt, die die ersten 10 km in 53 min, von dort bis zum Halbmarathon 1:o4 brauchte, dann 2x keine Zeiten hat und dann eine Endzeit von 3:15.
Vergleicht man die ersten zwei Zeiten mit der Teilnehmerinnen, die davor und nach eingekommen sind, muss sie entweder sehr langsam angegangen sein (in 1:57) und den 2. Halbmarathon geflogen sein (in 1:18), sie hat abgekürzt oder der Chip war nicht in Ordnung. http://www.koeln-marathon.de/results/ (alle Frauen)
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Atanvarno
Benutzer | Beiträge: 1423
Sa 13.10.2007 um 16:09:07
Re:
Ford Köln Marathon Am 10.10. hat der Geschäftsführer, Herr Markus Frisch, unsere Mitarbeiterin, Frau Dr. Birgit Schillinger, informiert, dass Roland Brandenburger (1. M65 in 2:49:10) disqualifiziert wurde, da ihm 2 Zwischenzeiten auf Kontrollmatten fehlen. Zudem wurde ihm Startverbot erteilt.Quelle
Die Methode (abgekürzt, statt den Chip jemand anders unterzujubeln) ist eine andere, aber man fragt sich doch, wie vom Ehrgeiz zerfressen muss ein 65-jähriger sein, dass er sowas nötig hat. Herr Brandenburger ist auch kein Erst- oder Einmaltäter, sondern scheint regelmäßig nur Teile einer Strecke zu absolvieren, um dann im Ziel mit Altersklassensiegen zu glänzen.
Gruß Alexander
--- When I race, my mind is full of doubts - who will finish second, who will finish third. (Noureddine Morceli)