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Die
Neugierde der Medien war rasch geweckt, als beim
Europacup in Bremen Sina Schielke bei ihrer Vorstellung
als Botschafterin der Europameisterschaft 2002
in München Rede und Antwort stand. Die 20jährige
wurde mit reichlich Fragen gelöchert, meisterte
diese gekonnt und behielt dabei das ein oder andere
private Geheimnis für sich.
Sina über Sina. Sie gesteht, dass
sie im sportlichen und privaten Bereich völlig
unterschiedlich sei. Auf der einen Seite die ehrgeizige
Sprinterin. Abseits der Bahn bezeichnet sie sich
eher als "extrem faul und stur". Die
Erklärung dafür liefert sie gratis dazu: "Das
liegt auch daran, dass ich im Sport sehe, dass
ich gewinnen kann." Im Hinblick auf die EM
im nächsten Jahr gibt sie sich noch bescheiden.
"Ich glaube nicht, dass ich bis dahin schon
soweit bin, um im Endlauf mitzureden", will
sie keine zu großen Erwartungen wecken. Vielmehr
möchte sie mit der Staffel Akzente setzen und
dort vor den deutschen Fans nicht nur optisch
auf sich aufmerksam machen.
Gedanken, aus ihrem attraktiven
Äußeren noch mehr Kapital zu schlagen, hegt sie
momentan nicht. Eine Fernsehkarriere schließt
sie ebenso aus wie Nacktfotos: "Ich sehe
keinen Grund, warum ich das öffentlich tun sollte.
Solche Bilder würde ich nur privat machen lassen."
Für Sina Schielke steht ganz klar der Sport im
Vordergrund. "Sonst würde ich nicht auf der
Tartanbahn stehen, sondern auf dem Laufsteg",
scheint sie mehr Gefallen an Spikes und schnellen
Zeiten zu haben, als an den Neuheiten aus dem
Bereich der Damenmode auf diesem Globus.
Die Rückenprobleme, mit denen sie
zu kämpfen hatte, sind ad acta gelegt und der
Sprung zu den Frauen ist ihr gelungen: "Ich
bin froh, dass ich den Anschluss geschafft habe."
Auch was sie langfristig auf die Bahn bringen
will, hat sich Schielke schon überlegt. Eine Zeit
unter 11,20 Sekunden soll bis zu den Olympischen
Spielen ihr Standard sein.
Weitere Steigerung möglich?
- "Mich gibt's nicht ohne Kaugummi"
Beim Europacup in Bremen trat sie erstmals im
neuen DLV-Trikot an und freute sich nach dem Sieg
der Sprintstaffel über die Begeisterung des Publikums:
"Die Ehrenrunde war schon beeindruckend."
Die Brücke zur Europameisterschaft
in München ist damit von einem europäischen Event
auf deutschem Boden zum nächsten geschlagen. Sina
Schielke wird als EM-Botschafterin fungieren.
Diese Ernennung hat für sie natürlich eine Bedeutung:
"Ich finde es positiv, dass ich als junge
Athletin die Ehre habe, als Botschafterin zu agieren.
Damit sieht das Publikum, dass der Nachwuchs da
ist." Welche Aufgaben sie konkret übernehmen
wird, konnte sie nicht sagen. Von München hat
die Blondine in ihren jungen Jahren noch nicht
allzu viel gesehen, auch wenn ihr Opa dort wohnt.
Das wird sich aber bestimmt bald ändern.
Die Bedeutung ihres Rückentattoos,
das einigen Medienvertretern im Weserstadion ins
Auge gestochen ist, blieb ebenso ihr Geheimnis
wie die Identität ihres Freundes. Ach ja, noch
etwas ist den Journalisten in Bremen aufgefallen.
Ihr Kaugummiverschleiß. "Mich gibt's nicht
ohne", erklärt sie dazu. Mit oder ohne -
das sollte in der weiteren Laufbahn der hoffnungsvollen
Sprinterin nicht die primäre Rolle spielen, denn
sie selbst weiß schon längst, dass sie auf ihre
Ziele hinarbeiten wird und diese verwirklichen
möchte. Mit oder ohne Kaugummi!
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