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Am 14. Oktober
kehrten Birgit Rockmeier und Heinrich Wöhrl
ihre Zusammenarbeit einmal um. Normalerweise
ist es der Flughafenpolizist, der die deutsche
Top-Sprinterin als Trainingspartner über
verschiedene Distanzen auf der Bahn bis hin
zu den Dauerläufen auf ihrem Weg zur EM
im nächsten Jahr in heimatlichen Münchner
Gefilden unterstützt und ihr so zu schnellen
Zeiten auf der Bahn verhilft. Als sich "Heine"
beim Medien-Marathon, der auf dem Spiridon-Louis-Ring
gleich neben dem Olympiastadion gestartet wurde,
zum ersten Mal der Herausforderung von 42,195
Kilometern stellte, stand ihm die Moosburgerin
gemeinsam mit seinen beiden Nichten Barbara
und Angela am Straßenrand tatkräftig
zur Seite.
Am
Tag zuvor hatte sich die Gruppe noch zusammengesetzt,
um den Fahr- und Verpflegungsplan für den
ambitionierten Läufer, der vorher bereits
verschiedene Halbmarathon- und Straßenläufe
bestritt, auszuarbeiten. Am Deutschen Museum
und im Englischen Garten sollten die übergaben
der Verpflegung und der Trinkflaschen stattfinden,
Birgit Rockmeier hatte bei deren Zusammensetzung
selbst Hand angelegt und für die richtige
Mischung gesorgt.
"Das
ist natürlich eine zusätzliche Motivation",
freute sich der Mann mit der Startnummer 310
eine Viertelstunde, bevor es auf die Strecke
ging, über die prominente Unterstützung,
die er sich gesichert hatte. Als der Startschuss
gefallen war, hielt die Sprinterin vergeblich
nach ihrem Marathonschützling Ausschau.
Vielmehr staunte sie angesichts der rund 6000
Teilnehmer, die an ihr vorbeieilten und für
ein undurchsichtiges Gewusel sorgten, nicht
schlecht: "Das ist ein Wahnsinn. Hoffentlich
ist im nächsten Jahr hier draußen
auch soviel los, wenn die Europameisterschaft
auf diesem Gelände stattfindet." Das
Maskottchen Eurolympi war jedenfalls schon präsent,
um für die EM 2002 die Werbetrommel zu
rühren.
Nachdem
sich das Getümmel im Startbereich verflüchtigt
hatte, ging es zunächst zu Fuß und
dann mit U- und S-Bahn zum Isartor. Dort machte
Birgit Rockmeier zunächst ihren Puma-Athletenbetreuer
Oliver Mintzlaff aus und überraschte ihn
mit einer lautstarken Anfeuerung. Wenig später
erreichte auch Heinrich Wöhrl den vereinbarten
Verpflegungspunkt und die übergabe des
vorbereiteten Fläschchens klappte reibungslos.
"Schnitzeljagd Teil eins geschafft",
meinte die Kurzstreckenspezialistin erleichtert.
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