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Local
Heroes
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| 20.1.2002
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| von Christian
Fuchs
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Man spricht bayrisch
bei der EM
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| Lokalmatadorinnen
Karin Ertl, Birgit und Gabi Rockmeier im Blickpunkt
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In Bayern geboren, in Bayern
aufgewachsen und nun haben sie die Leichtathletik-Europameisterschaft
in der Landeshauptstadt München als einen
absoluten Höhepunkt einer erfolgreichen Sportlerkarriere
fest im Auge: Siebenkämpferin Karin Ertl
und die Sprinterinnen Birgit und Gabi Rockmeier,
die vor den Toren der Millionenstadt leben, wollen
vom 6. bis 11. August im Olympiastadion die weiss-blauen
Farben vertreten und nach den Medaillen greifen.
Gabi
Rockmeier war bereits 1997 beim Europacup im Münchner
Olympiastadion dabei und schwärmt noch heute
von der Atmosphäre: "Es ist gigantisch,
wenn die Zuschauer fast über den Zaun fallen
und einen anfeuern." Wen verwundert es also,
dass sie genauso wie ihre Zwillingsschwester Birgit,
die auch Mitglied der Silber-Sprintstaffel von
Edmonton war, bereits in Vorfreude auf die EM
schwelgt. Nicht anders ist es bei Karin Ertl,
die vor einigen Jahren das Allgäu verlassen
hat, um in München am Olympiastützpunkt
ihre Karriere als Siebenkämpferin erfolgreich
voranzutreiben. Sie kennt das Olympiastadion,
in dem sie gelegentlich auch mal trainiert, wie
keine andere Athletin aus dem DLV-Kader und möchte
mit den beiden schnellen Moosburgerinnen dafür
sorgen, dass im August bei der Leichtathletik-Europameisterschaft
auch bayrisch gesprochen wird.
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| Gabi Rockmeier
* 29.11.1973, Moosburg
176 cm, 60 kg
100m, 200m, 4x100m
PB: 100m - 11,17 sec; 200m - 22,68 sec (2001)
Silber
WM 2001 4x100m
Silber EM 1998 4x100m
Deutsche Meisterin 2001 100m, 200m und 4x100m
Junioren-Europameisterin 1993 4x100m
6. Platz Olympia 2000 4x100m; 5. Platz WM
1999 4x100m
Bronze Junioren-WM 1992 4x100m
Hallen-Weltrekordhalterin 4x200m
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Das WM-Jahr 2000, das Gabi Rockmeier eigentlich
nur als Zwischenjahr auf dem Weg zur Europameisterschaft
in München betrachtet hatte, lief perfekt.
"Es hat einfach alles gepasst",
blickt die schnellste Deutsche des letzten
Sommers zurück. Den drei Deutschen Meistertiteln
in Stuttgart, bei denen sie ihre Bestzeiten
über 100 und 200 Meter pulverisierte,
ließ sie bei der Weltmeisterschaft in
Edmonton Silber mit der 4x100-Meter-Staffel
folgen. Auf der kurzen Einzelstrecke erreichte
sie das Halbfinale und war dort die viertschnellste
Europäerin. Wenn alles wieder nach Plan
läuft, bestehen also beste Chancen für
die Teilzeit-Angestellte des Arbeitsamtes
Erding, sich beim Saisonhöhepunkt 2002
im Münchner Olympiastadion den Traum
von einer Einzelmedaille zu erfüllen
und sich von den heimischen Fans feiern lassen
zu können. |
| Karin Ertl
* 23.06.1974, Immenstadt
178 cm, 65 kg
Siebenkampf
PB: 6396 Punkte (2000)
Hallen-Europameisterin
2000
Bronze Hallen-WM 2001
Bronze Hallen-EM 1998
5. Platz WM 2001; 6. Platz WM 1999
7. Platz Olympia 2000; 7. Platz EM 1998
Deutsche Meisterin 1999 und 2000
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Das Treppchen im Auge: In der Halle durfte
die Mehrkämpferin Karin Ertl dieses Gefühl,
auf dem Medaillenpodest zu stehen, bereits
dreimal bei internationalen Wettkämpfen
erleben. Im Freien blieb ihr das bislang noch
versagt. "Ich bin sehr motiviert und
habe einen großen Heimvorteil",
sagt die gebürtige Allgäuerin, die
in Landsham vor den Toren Münchens wohnt
und im Olympiastützpunkt trainiert. "Ich
könnte mit dem Fahrrad zur EM fahren",
scherzt sie. Der fünfte Platz bei der
Weltmeisterschaft im Edmonton war ihr bislang
bestes Ergebnis im Sommer und darauf kann
die leistungsmäßig konstante Mehrkämpferin
im Olympiastadion aufbauen. |
| Birgit Rockmeier
* 29.11.1973, Moosburg
173 cm, 62 kg
200m, 400m, 4x100m, 4x400m
PB: 200m - 22,90 sec (2001); 400m - 51,45
sec (2000)
Silber
WM 2001 4x100m
Bronze Hallen-WM 2001 4x400m
Silber EM 1998 4x100m
Junioren-Europameisterin 1991 4x100m
Bronze Junioren-WM 1992 4x100m
Deutsche Hallenmeisterin 2000 u. 2001 (200m)
Hallen-Weltrekordhalterin 4x200m
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Obwohl Birgit Rockmeier bei der Weltmeisterschaft
in Edmonton das Halbfinale über 200 Meter
erreicht hatte und dort am Ende mit einer
Zeit von 22,97 Sekunden die zweitschnellste
Europäerin war, hält sie an ihren
Plänen fest, die 400 Meter zu ihrer neuen
Paradedisziplin machen zu wollen. Immerhin
konnte sie sich dort mit der deutschen Staffel
bei der Hallen-WM in Lissabon durch eine Bronzemedaille
erste internationale Meriten verdienen. Wenige
Monate danach rutschte sie in das WM-Aufgebot
für Edmonton und fand sich neben dem
Einzelstart über 200 Meter auch in der
Sprintstaffel wider, die in Kanada mit dem
zweiten Platz aufhorchen liess. "Ich
war so etwas wie das Glückskind",
erinnert sich die Sportsoldatin daran. Zusammen
mit ihrer Zwillingsschwester Gabi wohnt sie
in Moosburg und kennt den Weg in die EM-Stadt
München wie ihre Westentasche. |
Text: Christian Fuchs
Fotos: Christine Olma (www.olma-fotodesign.de)
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