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Die
Einladung zum "Club der Besten" auf
Fuerteventura hatte Gabi Rockmeier Ende
September genutzt, um gleich noch ein paar Tage
dranzuhängen und sich nach der anstrengenden Saison,
in der sie zur schnellsten deutschen Sprinterin
aufstieg und gleich drei Titel bei den Deutschen
Meisterschaften abräumte, die verdiente Erholung
zu genehmigen. "Es hat einfach alles gepasst",
blickt sie auf die letzten Monate zurück und ist
auch mit ihrer Entscheidung, beim Arbeitsamt Erding
eine Teilzeitstelle anzutreten, gut gefahren oder
vielmehr besser denn je gelaufen. Die Frage, daran
etwas zu ändern, stellt sich somit nicht. Mittlerweile
befindet sie sich wieder im Training, denn das
Ziel für das nächste Jahr ist mit der Teilnahme
an der Europameisterschaft vor der Haustür in
München schon längst klar definiert. Bereits vor
dem zurückliegenden Sommer hatte sie die WM-Saison
nur als Zwischenjahr bezeichnet und hält trotz
des optimalen Saisonverlaufs mit dem Staffel-Silber
in Edmonton an dieser Rangordnung fest.
Während
sich ihre Schwester inzwischen dem normalen Arbeitsalltag
verschrieben hat, gehört Birgit Rockmeier
nach wie vor der Sportfördergruppe der Bundeswehr
an und absolviert seit Mitte Oktober den Übungsleiterlehrgang
in Warendorf bei Köln. Damit verschieben sich
zwischenzeitlich auch die Prioritäten ein wenig.
Vor dem Klimawechsel in den Westen der Republik
machte sie am 14. Oktober noch einen Abstecher
zum Medien-Marathon in München, um die Langstreckenläufer
und insbesondere ihren Trainingspartner Heinrich
Wöhrl (wir berichteten) in der EM-Stadt anzufeuern:
"Das ist für mich unvorstellbar", gesteht
sie, "die längste Strecke, die ich bislang
gelaufen bin, waren 9.000 Meter." Selbst
hat sie auf der Bahn im nächsten Jahr fest im
Auge, den Sprung von den kurzen Sprints auf die
Stadionrunde zu schaffen und dort in der deutschen
Spitze mitzumischen. Diese Pläne konnte sie in
diesem Jahr aus verschiedenen Gründen noch nicht
wie gewünscht umsetzen. Unter anderem warf sie
eine Magen-Darm-Grippe zurück, so fand sie sich
schließlich im deutschen WM-Kader in der Sprintstaffel
wider und sorgte auch bei ihrem Einzelstart über
200 Meter als zweitschnellste Europäerin im Halbfinale
für Furore. "Da habe ich mich noch einmal
zusammengerissen", erinnert sie sich an die
Zeit in Kanada, "und war am Ende das Glückskind."
Keine schlechten Voraussetzungen
also für die anstehenden Aufgaben der beiden.
Wir werden sie von nun an auf "Leichtathletik"
dabei monatlich auf ihrem Weg zur EM in München
begleiten. (31.10.01)
Text: Christian Fuchs
Fotos: Christine Olma, Theo Kiefner
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