14.02.2009 | Young Athletics | Benjamin Schütz/Anja Herrlitz
Stimmen vom ersten Tag der Jugend-Hallen-DM
In Neubrandenburg werden an diesem Wochenende die Titel der Deutschen Jugend-Hallenmeister vergeben. leichtathletik.de hat sich für Sie unter den Stars von morgen umgehört. Wie liefen die Wettkämpfe, wer hat sich selbst ein kleines Geschenk gemacht und wer will sich noch deutlich verbessern?
Kristin Gierisch flog der Konkurrenz davon (Foto: Gantenberg)
Kristin
Gierisch (LAC Erdgas Chemnitz)
Siegerin Dreisprung
(13,52 m)
„Anfänglich hatte ich
ein paar Probleme, aber ich bin dann doch noch ganz gut in den Wettkampf
reingekommen. Schade fand ich, dass Jenny Elbe heute nicht mitgesprungen ist, sie hat
sich letztes Wochenende die Ferse geprellt. Zehn Zentimeter weiter wäre heute
nicht schlecht gewesen. Nächstes Wochenende starte ich bei den Deutschen
Hallen-Meisterschaften in Leipzig. Dort würde ich gerne wieder so springen wie heute,
vielleicht noch ein bisschen weiter. Eventuell kann ich ja Katja Demut ein
bisschen ärgern.“
Kimberly Jeß
(LG Rendsburg/Büdelsdorf)
Siegerin
Hochsprung (1,83 m)
„Ich bin nicht ganz
zufrieden, meine Anfangshöhe habe ich erst im dritten Versuch geschafft.
Vielleicht habe ich einfach zu lange rumgesessen. Und auch sonst hatte ich zu
viele Fehlversuche, nur die 1,83 Meter bin ich, glaube ich, im ersten Versuch
gesprungen. Bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig werde ich nicht
springen, dafür bin ich vielleicht noch ein wenig zu jung. In zwei Wochen werde
ich noch beim Hallen-Länderkampf an den Start gehen, das ist dann mein letzter
Wettkampf im Winter. Dort will ich wieder in die Nähe meiner Bestleistung von
1,91 Metern springen und schauen, ob vielleicht noch ein bisschen mehr geht.“
David Storl (LAC Erdgas Chemnitz)
Sieger
Kugelstoßen (21,59 m)
„Mein Ziel war es heute,
persönliche Bestleitung zu stoßen. Aber ich bin schwer in den Wettkampf
gekommen. Ein paar Stöße waren total daneben, da war ich richtig sauer. Schön,
dass es mit der Bestleistung dann noch geklappt hat. In dieser Hallensaison
stoße ich noch in Leipzig bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften und danach
kommt der Hallen-Länderkampf, das ist mein Saisonhöhepunkt.“
Natasha Benner scheiterte erst an 4,31 Metern (Foto: Gantenberg)
Natasha Benner
(LAZ Zweibrücken)
Siegerin
Stabhochsprung (4,20 m)
„Einerseits bin ich
froh, dass ich meinen Titel erfolgreich verteidigen konnte. Andererseits bin
ich traurig, dass ich den Deutschen Jugend-Hallenrekord nicht gesprungen bin.
Ich habe mich schon viermal an 4,31 Metern probiert, noch hat es nicht
geklappt. Ich werde es nächste Woche bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften
der Aktiven wieder versuchen, auch wenn ich da wohl 4,35 Meter angreifen
müsste. Sonst bleibt in zwei Wochen noch der U20-Hallen-Länderkampf in Metz, da
will ich meine Bestleistung von 4,22 Meter auf jeden Fall verbessern.“
Svenja Kern
(LG Eintracht Frankfurt)
Siegerin
Hammerwurf wJB (47,94 m)
„Mein Wettkampf war
bescheiden, die ersten fünf Durchgänge waren eine Katastrophe. Ich hätte nicht
gedacht, dass ich im letzten Versuch noch eine Bestleistung werfe. Ich hatte
mich gut eingeworfen, aber es stimmt im Kopf einfach nicht. Vor dem letzten
Durchgang - da lag ich auf Platz zwei - hat mein Trainer Friedrich Schneider mir
gesagt: 'Hau´ einen drauf'. Das habe ich dann auch gemacht. Im Sommer 2008 war
ich Dritte bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften, nun Erste. Das ist ein
tolles Gefühl.“
Shanice Craft (MTG Mannheim)
Siegerin
Diskuswurf wJB (49,66 m)
„Es war nicht so
einfach, hier die Favoritenrolle inne zu haben. Wenn ich Zweite geworden wäre,
wären manche vielleicht enttäuscht gewesen. Aber alle Würfe waren okay, das
Wetter war auch in Ordnung. Ich war froh, dass es nicht geregnet hat. 47 Meter
hatte ich mir zum Ziel gesetzt, jetzt sind es 49,66 Meter, eine neue
persönliche Bestleistung. Damit bin ich natürlich zufrieden.“
Sophie Kleeberg
(LV 90 Thum)
Siegerin
Kugelstoßen (15,91 m)
„Natürlich hätte ich den
Titel lieber mit einer besseren Weite gewonnen, aber nach der Weite fragt
später niemand mehr. Die Technik heute war okay, aber es hat etwas an der
Spritzigkeit gefehlt. Dabei lief es im Trainingslager in Kienbaum zuletzt ganz
gut. Ich stoße jetzt noch bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig
und beim Jugend-Länderkampf. Ich will diesen Winter auf jeden Fall noch weiter
stoßen als heute. Ich möchte meine Bestleistung aus dem letzten Winter toppen, da
habe ich 16,46 Meter gestoßen. Das war auch beim Länderkampf, vielleicht klappt
es dieses Jahr ja auch wieder beim Länderkampf.“
Stefanie
Räntsch (Hallesche LAF)
Siegerin
Speerwurf wJB (43,60 m)
„45 Meter hatte ich mir
vorgenommen, 43,60 Meter sind es geworden. Mit der Weite bin ich nicht ganz so
zufrieden. Mit dem Titel hatte ich allerdings gar nicht gerechnet, da ich nicht
so gut drauf war. Ich hatte zuletzt einen krassen Fehler in der Technik, aber
das ging heute. Im Sommer sollen die 50 Meter fallen.“
Maximilian
Becker (LG Eintracht Frankfurt)
Sieger
Hammerwurf mJB (69,66 m)
„Heute Morgen war ich
dabei, als meine Trainingskameradin Svenja Kern in der weiblichen Jugend
gewonnen hat, das hat mich richtig motiviert. Beim Einwerfen lief es zwar noch
nicht so gut, aber nach meinen Trainingsergebnissen wusste ich, dass ich weit
werfen kann. Ich habe meine Bestleistung um vier Meter gesteigert. Das hatte
sich im Training abgezeichnet, aber ich konnte es bisher im Wettkampf nicht
umsetzen. Es ist wunderbar, dass es nun geklappt hat. Es war ein schöner
Wettkampf, auch wenn ich heute lieber in der Halle geworfen hätte. Draußen war
es schon sehr kalt, aber zumindest trocken.“
Charlyne Czychy und Carolin Elß lieferten sich ein heißes Duell (Foto: Gantenberg)
Charlyne Czychy (SC Potsdam)
Siegerin 3.000
Meter Gehen (14:30,05 min)
„Das Ziel war, hier den
'Ersten' zu machen. Ich wusste, dass ich starke Konkurrenz habe, dass ich
durchziehen und kämpfen muss. Ich bin gleich nach vorne gegangen, um mir einen
psychologischen Vorteil zu verschaffen und habe immer Tempo gemacht. Wenn Carolin
Elß vorbei gehen wollte, habe ich dagegen gehalten. Die Zeit ist nicht
überragend, aber ich habe gewonnen.“
Alexander
Teuteberg (Eintracht Hildesheim)
Sieger
Speerwurf mJB (69,94 m)
„Ich hatte gedacht, dass
ich 63 Meter werfen und vielleicht Dritter werde könnte. Mit 69,94 Metern habe
ich nicht gerechnet, meine Bestleistung aus der letzten Saison stand bei 60,41
Metern. Außerdem habe ich den Landesrekord von Niedersachsen gebrochen. Wir
sind erst vor vier Wochen aus dem Grundlagentraining gegangen und haben
intensiver an der Technik gearbeitet. Dass es kein Ausrutscher war, bewies mein
erster Versuch, der über 70 Meter ging, aber ungültig war. Die Kälte hat mir
nichts ausgemacht, ich hatte genug zum Anziehen dabei und wir hatten gute
Bedingungen mit Sonnenschein. Gleich geht es leider schon nach Hause, weil ich morgen
noch für eine Klausur am Dienstag lernen muss. Schade!“
Hagen Pohle
(SC Potsdam)
Sieger 5.000 Meter
Gehen (20:18,70 min)
„Ich bin sehr überrascht
von der Zeit. Meine Bestleistung stand vorher bei 20:41 Minuten, die Leistung
heute hat sich nicht angedeutet. Das Training der letzten Woche hat sehr viel
Kraft gekostet. Das Rennen bin ich offensiv angegangen, weil ich wusste, dass
ich mit eineinhalb Minuten Vorsprung gemeldet war und für das Tempo sorgen
musste. Vielleicht starte ich nächstes Wochenende noch bei den Deutschen
Hallen-Meisterschaften in Leipzig, wenn ich mich in der Woche gut erhole. Dann
spekuliere ich auf den dritten Rang.“
Martin Neckin
(Schweriner SC)
Sieger
Weitsprung (7,39 m)
„Es ist ein schönes
Gefühl, in der Nähe der Heimat zu gewinnen. Meine Familie und Freunde sind
allerdings nicht gekommen, um mich nicht zu sehr zu verwöhnen. Der Wettkampf an
sich war mittelmäßig, die Sprünge waren nicht optimal, das Resultat und die
Bestleistung sind natürlich gut. Jetzt geht es direkt nach Hause und es wird
bestimmt noch ein bisschen gefeiert.“
Jenna Pletsch flitzte am schnellsten über die Hürden (Foto: Gantenberg)
Jenna Pletsch
(SV Schlau.Com Saar 05 Saarbrücken)
Siegerin 60 Meter
Hürden (8,49 sec)
„Wow! Mit dem Ergebnis
habe ich nicht gerechnet, ich bin super zufrieden. Ich bin erst in dieser
Saison auf die A-Jugend-Höhe gewechselt und am Anfang hat es gar nicht so gut
geklappt. Gemeldet war ich mit 8,71 Sekunden. Heute bin ich dreimal Bestzeit
gelaufen. Das ist nun schon eine enorme Steigerung. Ich war als Vierte
gemeldet, mein Anreiz war, unter die ersten Drei zu kommen. Morgen starte ich
noch über die 60 Meter. Das ist aber nur eine Zugabe. Vielleicht kann ich meine
Bestleistung von 7,64 Sekunden verbessern, das Finale zu erreichen wird sehr schwer.“
Richard
Bienasch (1. LAV Rostock)
Sieger 60 Meter
Hürden (7,93 sec)
„Wenn man sich die
Vorbereitung anschaut, dann ist das Ergebnis heute super. Ich bin zwar im
vergangenen Jahr schneller gelaufen, aber ich habe mir Anfang Januar einen
Muskelfaserriss zugezogen und merke ihn immer noch. Aber ich wollte unbedingt
hier starten, es ist ja quasi meine Heimhalle. Super, dass ich mich dann hier
durchsetzen konnte. Die Deutschen Hallen-Meisterschaften der Aktiven mache ich
nicht mit, der U20-Hallen-Länderkampf in zwei Wochen in Metz wird wahrscheinlich
der Schlusspunkt sein.“
Morgen wieder ab 10:30 Uhr! – Live-Ticker aus Neubrandenburg!