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25.02.2012 | Aktuell | sb/ah/che/mbn/fc

Hallen-DM - Alle Entscheidungen der Frauen

Es geht um die deutschen Hallentitel! leichtathletik.de fasst f├╝r Sie alle Entscheidungen der Titelk├Ąmpfe in Karlsruhe zusammen.

Live-Ergebnisdienst


60 METER

Verena Sailer flitzt zur Bestzeit

Verena Sailer (Foto: Gantenberg)


100-Meter-Europameisterin Verena Sailer war auf den 60 Metern eine Klasse f├╝r sich. Die Mannheimerin brachte schon im Vorlauf eine Zeit von 7,25 Sekunden auf die Bahn. Im Zwischenlauf steigerte sie dann ihre bisherige Saisonbestzeit um zwei Hundertstel auf 7,21 Sekunden. Das Finale kr├Ânte kr├Ânte schlie├člich ihren Auftritt. Die 26-J├Ąhrige war nach 7,15 Sekunden im Ziel. Damit verbesserte sie ihre pers├Ânliche Bestzeit um zwei Hundertstel und schob sich in der europ├Ąischen Jahresbestenliste von Platz sieben auf Platz drei nach vorne. "Ich konnte endlich meine Leistung zeigen. Ich wusste die ganze Zeit, dass mehr in mir steckt, habe es aber nicht hinbekommen", sagte sie nach ihrem starken Auftritt.

Keine Frage, dass Verena Sailer auf der bekannt schnellen Bahn der Europahalle ihre nationale Vormachtstellung verteidigen und ihren Vorjahreserfolg wiederholen konnte. ├ťberhaupt war es ihr vierter Hallentitel in den letzten f├╝nf Jahren. Nur 2010 holte sich die Wattenscheiderin Yasmin Kwadwo die Meisterehren unter dem Hallendach, damals war Verena Sailer im Winter allerdings nicht im Einsatz.

Diesmal blieb Yasmin Kwadwo Platz zwei in 7,28 Sekunden. Auch f├╝r sie war es eine neue pers├Ânliche Bestzeit. Tatjana Pinto (LG Ratio M├╝nster) ├╝berraschte schon im Zwischenlauf mit einer deutlichen Steigerung ihrer pers├Ânlichen Bestmarke von 7,40 auf 7,29 Sekunden. Im Endlauf wurde die 19-J├Ąhrige dann mit 7,34 Sekunden Dritte. fc

Video: Verena Sailer gewinnt mit Bestzeit
Video: Verena Sailer: "Konnte meine Leistung zeigen"
Video: Verena Sailer: "Olympia will ich schaffen"


3.000 METER

Regensburger Doppelerfolg

Corinna Harrer (Foto: Gantenberg)


Die L├Ąuferinnen lie├čen es ├╝ber die 15 Runden erst einmal locker angehen. Die Favoritinnen Jana Sussmann aus Hamburg sowie die Regensburgerinnen Corinna Harrer und Titelverteidigerin Maren Kock hielten sich hinter der Hildenerin Sanaa Koubaa zur├╝ck, lie├čen sie sogar etwas davonlaufen.

Nach der H├Ąlfte der Strecke ├╝bernahm dann Corinna Harrer die Verfolgung, zusammen mit Jana Sussmann und Maren Kock lief sie den Konkurrentinnen davon und steigerte das Tempo immer weiter. Corinna Harrer und Maren Kock - im vergangenen Jahr Zweite und Erste - st├╝rmten nebeneinander auf die Zielgerade, den entscheidenden besseren Endspurt hatte aber Corinna Harrer (9:25,87 min). Die 21-J├Ąhrige ├╝bernahm damit den Titel von ihrer Vereinskollegin Maren Kock (9:26,11 min) und kehrte die Reihenfolge aus dem Vorjahr um. Jana Sussmann gewann in 9:28,52 Minuten Bronze. ah

Video: Corinna Harrer nimmt Maren Kock den Titel ab
Video: Corinna Harrer: "Konnte zeigen, was ich drauf habe"


60 METER H├ťRDEN

Cindy Roleder im Gl├╝ck - Carolin Nytra im Verletzungspech

Cindy Roleder (Foto: Gantenberg)


Cindy Rohleder vom LAZ Leipzig ist zum Gold und zur Norm f├╝r die Hallen-Weltmeisterschaften in Istanbul (T├╝rkei; 9. bis 11. M├Ąrz) gest├╝rmt. In 7,96 Sekunden unterbot die 22-J├Ąhrige den Richtwert um neun Hundertstelsekunden und lie├č Hallen-Europameisterin Carolin Nytra (MTG Mannheim; 7,98 sec) knapp hinter sich. Danach flossen die Freudentr├Ąnen.

Ob dieses Finale ihr sch├Ânstes Erlebnis im Sport war, wurde die Deutsche Freiluft-Meisterin danach gefragt. ÔÇ×Ja klar, drau├čen gewonnen zu haben war auch sch├Ân, aber hier fehlte niemand, deshalb ist der Titel wertvoller.ÔÇť Schl├╝ssel zum Sieg waren die ersten sieben Schritte zur H├╝rde Nummer eins. Die sind ihr noch nie so gelungen wie in Karlsruhe

Und Carolin Nytra? Die griff sich im Ziel an die Wade. ÔÇ×Sie hat schon bei einem Ablauf vor dem Rennen einen Krampf gesp├╝rt. Im Rennen hat sich daraus dann ein Muskelfaserriss entwickeltÔÇť, erkl├Ąrte ihr Trainer R├╝diger Harksen, ÔÇ×es ist ein Wunder, dass sie damit noch so schnell gelaufen ist.ÔÇť Bis eine solche Verletzung ausgeheilt ist, vergehen meist zwei bis drei Wochen. Die Hallen-WM w├Ąre aber ohnehin kein Thema f├╝r Carolin Nytra gewesen. che

Video: Cindy Roleder ├╝berholt Carolin Nytra
Video: Cindy Roleder: "Hab den Start gut getroffen"


STABHOCHSPRUNG

Mit drei Spr├╝ngen zu Gold

Silke Spiegelburg (Foto: Gantenberg)


Der Wettkampf begann f├╝r Silke Spiegelburg unter einer Wolldecke, unter der sie sich entspannte, w├Ąhrend die Konkurrenz sich bereits m├╝hte. Gut eine Stunde nach Wettkampfbeginn griff die Leverkusenerin erstmals bei 4,42 Metern zu Stab und stand nach drei Versuchen und ├╝bersprungenen 4,57 Metern als Siegerin fest. Bei 4,67 Metern scheiterte sie dann dreimal und war erst einmal entt├Ąuscht. ├ťber ihren zweiten Hallen-Titel nach 2009 konnte sich die f├╝nfmalige Freiluftmeisterin dann aber doch freuen.

Die Zweibr├╝ckerin Kristina Gadschiew sprang zum dritten Mal in Folge auf den Silberrang, stellte mit 4,52 Metern ihre Saisonbestleistung ein und sicherte sich ihr Ticket zur Hallen-WM in Istanbul (T├╝rkei; 9. bis 11. M├Ąrz).

Dieses verpasste Titelverteidigerin Lisa Ryzih (ABC Ludwigshafen) als Dritte mit 4,47 Metern. Nicht am Start war Vize-Weltmeisterin Martina Strutz (SC Neubrandenburg), die ihre Hallensaison bereits vorzeitig beendet hatte. ah

Video: Silke Spiegelburg mit drei Spr├╝ngen zu Gold


DREISPRUNG

Gold-Premiere f├╝r Kristin Gierisch

Kristin Gierisch (Foto: Gantenberg)


Nach der verletzungsbedingten Absage der viermaligen Deutschen Hallenmeisterin Katja Demut (LC Jena) war Kristin Gierisch nicht zu schlagen. Im zweiten Durchgang steigerte die 21-J├Ąhrige ihren Hausrekord auf 14,19 Meter und ├╝berbot die Hallen-WM-Norm um neun Zentimeter. ÔÇ×Ich wusste, dass ich was draufhabe und werde wohl bei der Hallen-WM startenÔÇť, sagte Kristin Gierisch nach ihrem ersten DM-Titel bei den Erwachsenen.

Leicht machte ihr es die Konkurrenz aber nicht. Jenny Elbe feierte bei ihrem ersten Saisonsprung (!) ihre ÔÇ×14-Meter-PremiereÔÇť. Um zwei Zentimeter ├╝berbot die Dresdnerin als achte deutsche Dreispringerin unterm Hallendach die begehrte Marke. Bronze ging an Theresa Greb (LG Ratio M├╝nster; 13,08 m). Katja Demut verfolgte die Hallen-DM am Fernseher. ÔÇ×Die Entz├╝ndung der Kniesehne hat sich schon gebessert. Aber aus R├╝cksicht auf den Olympiasommer kam ein Start nicht infrageÔÇť, sagte die 28-J├Ąhrige

Gut m├Âglich, dass die deutsche Rekordlerin zusammen mit zwei weiteren DLV-Springerinnen nach London (Gro├čbritannien) reist. Dann w├Ąre eine fr├╝here deutsche ÔÇ×Sorgen-ÔÇť endg├╝ltig zur ÔÇ×VorzeigedisziplinÔÇť geworden. mbn

Video: Kristin Gierisch verbessert U23-Hallenrekord
Video: Kristin Gierisch: "Habe damit gelieb├Ąugelt"
Video: Jenny Elbe: "Mein erster Sprung ├╝ber 14 Meter"


KUGELSTOSSEN

Nadine Kleinert l├Ąsst die Europahalle jubeln

Nadine Kleinert (Foto: Gantenberg)


├ťber mangelnde Stimmung konnte sich Nadine Kleinert bei ihrem Meistersto├č nicht beklagen. Mit rhythmischem Klatschen unterst├╝tzte sie das Publikum im f├╝nften Durchgang. Die Magdeburgerin dankte es der Europahalle mit dem ersten und einzigen 19-Meter-Sto├č des Tages. 19,13 Meter wurden f├╝r die 36-J├Ąhrige gemessen, das brachte ihr den siebten deutschen Hallentitel. Doch von Routine keine Spur: "Es ist immer wieder aufregend, ich war heute genauso nerv├Âs wie beim ersten Titel."

Titelverteidigerin Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge) hatte Probleme, in den Wettkampf zu finden. Doch mit 18,68 Metern war sie im vierten Versuch zwischenzeitlich bis auf f├╝nf Zentimeter an Nadine Kleinert heranger├╝ckt. Danach konnte die Hallen-Vize-Europameisterin aber nichts mehr draufpacken.

Denise Hinrichs zeigte, dass sie sich wieder der deutschen Spitze ann├Ąhert. Vor gut einem Jahr von einem Kreuzbandriss aus der Bahn geworfen, ├╝berbot die Wattenscheiderin mit 18,06 Metern als vierte deutsche Kugelsto├čerin die Hallen-WM-Norm. Das brachte ihr Platz drei vor der Magdeburgerin Josephine Terlecki (18,03 m). fc

Video: Nadine Kleinert erobert erneut Karlsruher Ring


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