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26.02.2012 | Aktuell | sb/ah/che/mbn/fc

Hallen-DM - Alle Entscheidungen der Frauen

Es geht um die deutschen Hallentitel! leichtathletik.de fasst fĂŒr Sie alle Entscheidungen der TitelkĂ€mpfe in Karlsruhe zusammen.

Live-Ergebnisdienst


200 METER

Cathleen Tschirch mit europÀischer Spitzenzeit

Cathleen Tschirch (Foto: Gantenberg)


Die 200-Meter-Sprinterinnen machten schon im Vorlauf deutlich, dass sie ein Pfund drauf haben. Cathleen Tschirch (TSV Bayer 04 Leverkusen) stĂŒrmte in 23,25 Sekunden zu einer neuen europĂ€ischen Jahres-Bestzeit. Auch Anne Möllinger (MTG Mannheim) ließ im Vorlauf mit 23,38 Sekunden aufhorchen.

Im Finale lieferten sich beide einen spannenden Kampf um den Titel: Anne Möllinger rannte auf Bahn vier vorweg, Cathleen Tschirch auf Bahn drei hinterher, Kopf an Kopf bogen sie auf die Zielgerade. Das bessere Stehvermögen hatte schließlich die Leverkusenerin: Sie konnte ihre Zeit aus dem Vorlauf noch einmal um vier Hundertstel steigern und holte sich in sehr guten 23,21 Sekunden ihren zweiten Hallentitel. Nur einmal war sie in der Halle schneller gewesen: 2007 hatte sie fĂŒr ihren Gold-Lauf 23,19 Sekunden gebraucht. Anne Möllinger holte sich in ebenfalls starken 23,39 Sekunden Silber. sb

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400 METER

Esther Cremer erobert Europahalle im Sturm

Esther Cremer (Foto: Gantenberg)


Es war das Wochenende der Esther Cremer. Bereits im Vorlauf konnte die Wattenscheiderin ihre Hallen-Bestzeit von 53,70 Sekunden deutlich auf 52,57 Sekunden verbessern, doch im Finale packte sie noch etwas drauf.

Ausgangs der ersten Kurve hatte Esther Cremer die vor ihr laufende Leverkusenerin Wiebke Ullmann schon eingeholt, dann gab es kein Halten mehr. FĂŒr die 200 Meter wurden 24,56 Sekunden gestoppt, damit war die Staffel-Vize-Europameisterin an dieser Stelle eine halbe Sekunde langsamer als noch tags zuvor. Doch die Reserven waren da und Esther Cremer nach 52,45 Sekunden im Ziel. "Ich hĂ€tte nicht gedacht, dass es noch einmal schneller geht", staunte Esther Cremer selbst. Auch im Freien hat sie nur zwei schnellere Zeiten zu Buche stehen. Auf die Hallen-WM wird Esther Cremer wegen eines Trainingslagers in SĂŒdafrika verzichten.

Hinter der 23-JĂ€hrigen purzelten zwei weitere Hausrekorde. Wiebke Ullmann, die vor zwei Jahren in Karlsruhe den Titel geholt hatte, verbesserte sich um zwei Zehntel auf 53,48 Sekunden. Maral Feizbakhsh (TV Wattenscheid 01) lief mit 53,86 Sekunden zum ersten Mal ĂŒberhaupt unter 54 Sekunden.  fc

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800 METER

Leistungsexplosion von Carolin Walter

Carolin Walter (Foto: Gantenberg)


Bestleistung, Meisterschaftsrekord und Norm fĂŒr die Hallen-WM in Istanbul! Carolin Walter (TSV Bayer 04 Leverkusen) machte vom ersten Schritt an Ernst. Sie setzte sich an die Spitze des Feldes und gab diese Position bis zum Ende des Rennens nicht mehr ab. Nur HĂŒrdenspezialistin Fabienne Kohlmann (LG Karlstadt/Gambach/Lohr) folgte ihr zunĂ€chst, musste dann aber dem hohen Tempo Tribut zollen.

Die gebĂŒrtige Karlsruherin Carolin Walter dagegen konnte vor heimischem Publikum noch einen Zahn zulegen, und als sie bei 1:29,00 Minuten die 600-Meter-Marke passierte, wusste sie: „Das wird schnell!“ Im Ziel blieb die Uhr bei 2:01,29 Minuten stehen. Nach kurzer Absprache mit Trainer Adi Zaar stand fest: Wenn sie nominiert wird, wird Carolin Walter in Istanbul starten.

Im Kampf um Silber und Bronze wurde es noch einmal spannend: Karoline Pilawa (LG Stadtwerke MĂŒnchen) hatte in 2:04,69 Minuten knapp die Nase vorn vor Aline Krebs (LAZ SaarbrĂŒcken; 2:04,71 min). sb

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1.500 METER

Maren Kock die lachende Dritte

Maren Kock (Foto: Kiefner)


Gesa Felicitas Krause wurde am Ende nicht ganz fĂŒr ihre Arbeit belohnt. Bereits im Vorlauf hatte die Frankfurterin als einzige kein Bummeltempo angeschlagen, und auch im Finale war es die Jugend-Leichtathletin des Jahres, die sich vor das Feld spannte.

Nur die Regensburgerinnen Corinna Harrer und Maren Kock konnten ihr folgen. Nachdem Maren Kock nach der HÀlfte des Rennens etwas den Anschluss verloren hatte, kÀmpfte sie sich in der Schlussrunde wieder heran, ging auf der letzten Gegengeraden an ihren Konkurrentinnen vorbei und zog in ihrem Windschatten noch Corinna Harrer an Gesa Felicitas Krause vorbei. In 4:14,72 Minuten lief die 3.000-Meter-Zweite so schnell wie keine andere DM-Siegerin seit mehr als zehn Jahren.

3.000-Meter-Siegerin Corinna Harrer machte in 4:15,24 Minuten den erneuten Regensburger Doppelsieg perfekt, Gesa Felicitas Krause wurde in 4:16,36 Minuten Dritte. „Auf den 1.500 Metern hĂ€tte ich mir nie zugetraut, dass es so schnell werden kann“, sagte Maren Kock, die sich eigentlich auf die 3.000 Meter konzentriert hatte. ah

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4x200 METER STAFFEL

Nach 16 Jahren wieder Blau und Weiß

TV Wattenscheid 01 (Foto: Gantenberg)


Ganze 16 Jahre lang mussten die Frauenstaffeln des TV Wattenscheid 01 auf einen Titelgewinn in der Halle warten. Jetzt schlug die Stunde fĂŒr die LĂ€uferinnen in Blau und Weiß, nachdem sie sich im letzten Jahr noch selbst mit einem Wechselfehler aller ihrer Chancen beraubt hatten.

ZunĂ€chst konnte 200-Meter-Meisterin Cathleen Tschirch aber die roten Farben des TSV Bayer 04 Leverkusen in FĂŒhrung bringen und das Auftaktduell mit Christina Haack klar fĂŒr sich entscheiden. Der 400-Meter-TiteltrĂ€gerin Esther Cremer war es dann ĂŒberlassen, die LĂŒcke fĂŒr Wattenscheid wieder zu schließen. Diese Aufgabe löste sie und Yasmin Kwadwo sorgte anschließend  mit einem beherzten Antritt zur Mitte ihrer Runde fĂŒr die Vorentscheidung. Maike Dix brachte den Titel sicher nach Hause.

StartlĂ€uferin Christina Haack freute sich ĂŒber den allerersten Staffeltitel ihrer Karriere: "Es ist traumhaft, wenn man sich zu viert freuen kann. Denn wir wollten diesen Titel unbedingt."

Mit 1:33,86 Minuten liefen die Wattenscheiderinnen die schnellste Siegerzeit seit 2001 bei einer Hallen-DM. Aber auch die Leverkusenerinnen konnten mit ihren 1:34,72 Minuten zufrieden sein. Bronze ging an die LG Ratio MĂŒnster, die als Schnellste in ihrem Zeitendlauf ĂŒber 1:36,55 Minuten jubeln durfte. fc

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HOCHSPRUNG

Ariane Friedrich jubelt ĂŒber sechsten Hallentitel

Ariane Friedrich (Foto: Gantenberg)


Zum sechsten Mal heißt die Deutsche Hallenmeisterin im Hochsprung Ariane Friedrich. Die Frankfurterin setzte sich mit 1,91 Metern durch und setzte damit einen gelungenen Schlusspunkt hinter ihre erste Hallensaison nach ihrem Achillessehnenriss.

Und auch wenn die 28-JĂ€hrige nur einmal mit einer niedrigeren Höhe - 2006 bei ihrem ersten Titel mit 1,90 Metern - gewonnen hatte, freute sie sich ĂŒber diesen Titel wahrscheinlich mehr als ĂŒber so manchen anderen zuvor. „Ich bin froh gewonnen zu haben. Das war nicht selbstverstĂ€ndlich“, sagte sie.

Nach einem langen Wettkampf, der immer wieder wegen anderer Wettbewerbe unterbrochen werden musste, fehlte ihr fĂŒr 1,93 Meter die nötige Frische. Silber gewann Titelverteidigerin Marie-Laurence Jungfleisch (LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg) mit einer bis 1,89 Meter fehlerfreien Serie. Mit der gleichen Höhe sicherte sich Nadja Kampschulte die Bronzemedaille. ah

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WEITSPRUNG

Außenseiter-Trio auf dem Podium

Ksenia Achkinadze (Foto: Gantenberg)


Die Konkurrenz kam nur langsam in Schwung. Nach dem Vorkampf gab es mit Ksenia Achkinadze (SC Gelnhausen; 6,43 m) nur eine Springerin, die weiter als 6,30 Meter sprang. Die PlĂ€tze zwei (Sinje Florczak; 6,29 m) bis acht (Lena Malkus; 6,21 m) folgten im Zentimeterabstand, wĂ€hrend Titelverteidigerin Michelle Weitzel (LG Telis Finanz Regensburg) nach drei ungĂŒltigen Versuchen ausschied. Auch die Jahresbeste, Nadja KĂ€ther (Hamburger SV), rettete sich mit 6,27 Metern gerade so ins Finale.

Am Ende wurde sie mit dieser Weite allerdings nur Siebte. In den letzten drei SprĂŒngen legte Ksenia Achkinadze nach und steigerte ihren Hausrekord um 23 Zentimeter auf 6,56 Meter. „Ich wusste, dass ich schnell bin. Und das ist fĂŒr mich die Grundlage fĂŒr gute SprĂŒnge“, sagte die Hessin.

Silber ging an Lena Malkus (LG Ratio MĂŒnster). Die U20-Europameisterin hatte bis zum letzten Sprung nur auf Platz acht gelegen (6,22 m). Doch dann landete die 18-JĂ€hrige erst nach 6,44 Meter. Nach Gold im Dreisprung am Samstag sicherte sich Kristin Gierisch am Sonntag Weitsprung-Bronze (6,41 m). Zur Belohnung „gewann“ die Chemnitzerin ihre zweite Dopingkontrolle an zwei Tagen. mbn

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