14.06.2007 | Aktuell | pm/fc
Jan Fitschen verordnet sich Pause
10.000-Meter-Europameister Jan Fitschen legt eine Wettkampfpause ein. Nach den für ihn zuletzt enttäuschenden Leistungen sagt der Wattenscheider: "Jetzt brauche ich Erholungszeit. Ich hoffe, dass das nicht zu lange dauert. Aber solange ich nicht das Gefühl habe, das es steil bergauf geht, machen Wettkämpfe keinen Sinn."
Jan Fitschen legt eine Pause ein (Foto: Gantenberg)
Allerdings macht die selbst verordnete Ruhe den unzufriedenen Athleten fast noch unzufriedener, denn an seinem Saisonziel hat sich nicht das Geringste geändert. Er will zur WM: "Ich mache mir natürlich Druck, will nach Osaka. Aber die Brechstange bringt nichts, das weiß ich aus langer Erfahrung."
Dass er bei seinem 5.000 Meter-Saisondebüt in Kassel in der vergangenen Woche weit hinter den eigenen Erwartungen zurück blieb, ärgert ihn noch immer: "Ich hatte schon im Vorfeld gemerkt, dass es im Training nicht so lief. Aber so ganz will man es dann ja nicht wahrhaben. Die Zeit von 13:54,29 Minuten war so gar nicht das, was ich wollte."
Studienbelastung
Dass das Jahr 2007 mehr oder weniger ein Übergangsjahr für ihn ist, hatte der Deutsche Meister schon im Vorfeld betont. "Dieses Jahr ist ein WM-Jahr, da muss man Sachen ausprobieren." Jan Fitschen hat das getan, indem er seinen Schlafplatz im Höhentrainingslager gegenüber dem Vorjahr noch mal einige hundert Meter weiter nach oben verlagert: "Statt 2.400 Metern waren es diesmal 3.000 Meter. Das macht einen Unterschied."
Als weitere Erklärung für den aktuellen Durchhänger führt der Schützling von Tono Kirschbaum die nach wie vor vorhandene Studienbelastung an: "Wegen meines Studiums konnte ich im Winter nicht so trainieren, wie ich es hätte machen müssen, nicht die nötigen Grundlagen legen."