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17.09.2007 | Aktuell | Christian Fuchs

DKB-ISTAF soll weiter gestrafft werden

Gerhard Janetzky, Macher des DKB-ISTAF in Berlin, k├╝ndigte am Montag eine weitere Straffung des Programms des deutschen Golden-League-Meetings an. Wenn im n├Ąchsten Jahr am 1. Juni die K├Ânigsklasse der Leichtathletik an der Spree startet, sollen nur noch 16 Disziplinen in drei Stunden pr├Ąsentiert werden.

Gerhard Janetzky war zufrieden (Foto: ISTAF)

"Wir haben zu viele Disziplinen, die Meetings sind zu lang. Wir m├╝ssen ein k├╝rzeres Produkt anbieten", meinte Gerhard Janetzky. Fest fixiert werden zehn Jackpot-Disziplinen sein. Dabei deutet alles auf f├╝nf M├Ąnner- und f├╝nf Frauen-Bewerbe hin. "Die finale Entscheidung wird aber erst im Oktober fallen."

Es zeichnet sich aber damit bereits ab, dass wie schon in diesem Jahr, als die deutschen Weltmeisterinnen Franka Dietzsch (Diskuswerfen; SC Neubrandenburg) und Betty Heidler (Hammerwerfen; LG Eintracht Frankfurt) keine B├╝hne bekamen, einige der DLV-Asse in den technischen Disziplinen au├čen vor bleiben und in Berlin nicht pr├Ąsentiert werden.

Welche Werfer d├╝rfen ins Olympiastadion?

Gerhard Janetzky sieht neben mindestens einer Disziplin, die ├╝ber das Golden League-Programm bereits vorgegeben wird, beim DKB-ISTAF nur noch Platz f├╝r einen weiteren Bewerb f├╝r die Werfer. Offen sei, ob es sich dabei um einen Diskus- oder Kugelsto├č-Wettkampf oder aber auch wieder um den Speerwurf der Frauen handeln k├Ânne.

Die Diskussion um die Attraktivit├Ąt des Diskus- und Hammerwerfens, die er in der letzten Woche mit einer ├äu├čerung in einem Interview losgetreten hatte, wollte er nicht mehr fortf├╝hren. Gerhard Janetzky sagte: "Ich wollte aus internationaler Sicht einen Ansto├č geben, dass wir zu viele Disziplinen haben."

Positives Fazit

Mit der 70. Jubil├Ąumsauflage am Sonntag zeigte sich der Veranstaltungschef recht zufrieden. "Ich kann ein sehr positives Fazit ziehen. Es war ein perfektes Meeting, auch angesichts des Wetters und der Zuschauerzahlen."

Letztere hatten f├╝r Gespr├Ąchsstoff gesorgt, wobei Gerhard Janetzky noch einmal unterstrich: "Wir hatten 70.253 Zuschauer. Das haben auch die Eingangszahlen best├Ątigt. Wir bleiben bei der Zahl." Zu leeren Sitzen meinte er: "Man kann nicht erwarten, dass die Leute viereinhalb Stunden auf den Pl├Ątzen sitzen."

Zu dem guten Besucherergebnis hatte eine Aktion des Titelsponsors beigetragen, der mit fast 800 Bussen aus ganz Deutschland Leichtathletik-Interessierte nach Berlin brachte. "Wir haben eine Reihe neuer Zuschauer gewonnen. Viele waren keine Leichtathletik-Experten. Die Aktion war auf diese Zielgruppen ausgerichtet."

Interesse geweckt

Mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2009 in Berlin erhofft sich Gerhard Janetzky nun daraus einen positiven Effekt: "Wenn die WM ein Erfolg werden soll, dann brauchen wir diese Zuschauer. Wir haben nun viel dazu beigetragen, dass diese Leute noch einmal zur Leichtathletik kommen oder sich diesen Sport im Fernsehen angucken."

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