28.02.2008 | DLV News | ev
Anerkennung für das Ehrenamt
Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) zeichnet in jedem Jahr mehrere Mitarbeiter in Anerkennung ihrer langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit für die Leichtathletik mit dem „DLV-Ehrenschild“ aus. Für das Jahr 2008 wurden vom DLV-Präsidium fünf Ehrenschilde verliehen. Die Preisträger (alphabetisch):
Eva-Maria Aberer (Foto: privat)
Eva-Maria Aberer (Kerpen)
Seit mehr als vierzig Jahren ist Eva-Maria Aberer in der Region Köln und im LV Nordrhein für die Leichtathletik tätig. Als Frauen- und Jugendwartin in den Kreisen Bergheim und Köln fand sie bald den Weg ins Wettkampfbüro bei Veranstaltungen und wurde schnell zur gefragten Fachkraft für die Wettkampfdatenverarbeitung. Von dort war der Weg nicht mehr weit zur Erstellung von Bestenlisten. Bereits 1970 wurde Eva-Maria Aberer zur Landes-Statistikerin des damaligen Leichtathletik-Verbandes Mittelrhein berufen und übernahm dieses Amt auch nach dem Zusammenschluss mit dem Niederrhein zum LV Nordrhein. Seit dessen Gründung 1973 stellt die Kerpenerin die Bestenlisten des leistungsstärksten DLV-Landesverbandes zusammen und hat in dieser Zeit die rasante Entwicklung von der Schreibmaschine und Karteikarten bis zu den heutigen Computerprogrammen mitgemacht. Seit 1987 ist sie außerdem noch Geschäftsführerin des LVN-Kreises Düren.
Klaus Rüppel (Foto: privat)
Klaus Rüppel (Berlin)
In der deutschen Hauptstadt finden neben dem ISTAF und dem Marathon jährlich viele weitere große und kleine Leichtathletik-Veranstaltungen statt, für deren Durchführung gute und erfahrene Kampfrichter unverzichtbar sind. „Chef“ der Berliner Kampfrichter ist seit inzwischen zwanzig Jahren Klaus Rüppel. Damit ist er der dienstälteste unter den Landesverbands-Kampfrichterwarten im DLV. Nicht nur in der Leitungsfunktion, auch als anerkannter Schiedsrichter ist sein unermüdlicher Einsatz in Berlin und darüber hinaus gefragt. Ob im Ziel beim Marathon, auf der blauen Bahn des Olympiastadions oder bei Landesmeisterschaften in den Stadtteilen - Klaus Rüppel behält mit seiner Berliner Mentalität immer den Überblick und die Kontrolle. Im DLV gilt er als „der“ Schiedsrichter Lauf im nationalen Bereich. Dieses Wissen gibt er seit vielen Jahren auch als Lehrreferent im BLV und als Referent bei Fortbildungen des DLV an junge Kampfrichter-Kameraden weiter.
Wolfgang Schad (Foto: Theimer)
Wolfgang Schad (Obertshausen)
Die meisten der zwanzig Landesverbands-Präsidenten im DLV haben ihre leichtathletischen Anfänge in der Stadion-Leichtathletik, waren früher Athleten oder Trainer in Sprung- oder Wurfdisziplinen. Wolfgang Schad, der langjährige Präsident des Hessischen Leichtathletik-Verbandes dagegen, hat seine Mitarbeit in Vereins- und Verbandsgremien außerhalb der Stadien begonnen, in der Laufbewegung. Zunächst Vorsitzender eines Frankfurter Vereins, dann Bezirks- und schließlich neun Jahre lang Landes-Volkslaufwart waren seine ersten Stationen im HLV. In dieser Zeit hat er in Hessen und im DLV viel für die Straßen-Leichtathletik und den Breitensport erreicht. Zusätzlich arbeitete er noch fünf Jahre lang als Kassenwart im HLV-Präsidium mit, bevor ihn der Verband 2000 zum Präsidenten wählte. In den folgenden sieben Jahren etablierte sich Wolfgang Schad im DLV-Verbandsrat schnell als Fachmann für die Non-Stadia-Leichtathletik, konnte aber auch viel für die Stadion-Leichtathletik erreichen, etwa den Bau des Frankfurter Wurfhauses. Ende 2007 ist Wolfgang Schad aus persönlichen Gründen als HLV-Präsident zurückgetreten.
Prof. Dr. Hanspeter Sturm (Foto: Schröder)
Prof. Dr. Hanspeter Sturm (Kornwestheim)
Die Leichtathletik in Kornwestheim und im Stuttgarter Raum ist unzertrennlich mit dem Namen Prof. Dr. Hanspeter Sturm verbunden. Seit 1955 führte der heute 77-Jährige über mehrere Jahrzehnte die Leichtathletik-Abteilung von Salamander Kornwestheim, die in dieser Zeit über 200 deutsche Meistertitel errang. Der frühere Mittelstreckler gründete den Kornwestheimer Stadtverband für Leibesübungen, dessen Vorsitzender er lange war. Mit immer neuen Ideen und unermüdlichem Einsatz engagierte sich „Stummi“, wie Prof. Dr. Hanspeter Sturm in der württembergischen Leichtathletik liebevoll genannt wird, für seine „Lurchis“ aus Kornwestheim. Viele Jahre lang war er im DLV Sprecher der Bundesliga-Vereine. Auch bei der erfolgreichen LG-Bildung mit den Ludwigsburger Leichtathleten war er die treibende Kraft. In seiner beruflichen Tätigkeit als Präsident der Landespolizeidirektion Stuttgart konnte er wertvolle Unterstützungsarbeit für die Europameisterschaft 1986 und die Weltmeisterschaft 1993 in Stuttgart leisten. Als Berichterstatter für die Zeitungen der Region ist Prof. Dr. Hanspeter Sturm auch heute noch bei vielen Wettkämpfen und Meisterschaften dabei.
Harry Themel (Foto: privat)
Harry Themel (Dresden)
Als hauptamtlicher Trainer war der frühere aktive Turner und Leichtathlet Harry Themel mehr als dreißig Jahre lang in Jena, Riesa, Frankfurt/Oder und zuletzt in Dresden tätig. Ehrenamtlich arbeitete er in verschiedenen Funktionen im Kreis-, Bezirks- und DDR-Verband. Schon während dieser Tätigkeit, aber verstärkt im Ruhestand, interessierte sich Harry Themel für die Geschichte der Leichtathletik und deren Aufarbeitung. 1964 erschien seine Bibliographie "Leichtathletik-Literatur". Nach der Wende sicherte sich der LV Sachsen seine Fachkompetenz und wählte ihn 1993 zum Landes-Pressewart. Zehn Jahre lang berichtete er von allen wichtigen Ereignissen der deutschen und sächsischen Leichtathletik, baute die Fachzeitschrift des LVS "Leichtathletik Sachsen" auf und war verantwortlich für den Textteil des jährlich erscheinenden LVS-Jahrbuches. Nach seinem altersbedingten Rückzug aus dem aktuellen Geschehen wirkt Harry Themel noch sehr aktiv in der Deutschen Gesellschaft für Leichtathletik-Dokumentation (DGLD) mit. Zwei Bände seiner "Geschichte des Hürdenlaufes in Deutschland" sind bereits erschienen, der dritte Band ist für Ende 2008 geplant.