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15.01.2012 | Aktuell | Matthias Haller

Gregor Traber schlägt Matthias Bühler

Senkrechtstarter Gregor Traber (LAV Tübingen) setzte über 60 Meter Hürden den Glanzpunkt des zweiten Wettkampftages der Baden-Württembergischen Hallen-Meisterschaften in der Karlsruher Europahalle. Den 7,81 Sekunden im Vorlauf ließ der Deutsche Hallenmeister am Sonntag flotte 7,74 Sekunden im Endlauf folgen.

Gregor Traber hat klare Ziele (Foto: Gantenberg)


Damit sicherte sich der 19-Jährige den Titel vor dem Freiluftmeister Matthias Bühler (LG Offenburg; 7,80 sec). Ganz zufrieden war Gregor Traber mit dem Lauf dennoch nicht: „Ich kann das im Training eigentlich noch viel besser. Das muss ich umsetzen.“ Als erste Standortbestimmung war der Lauf dennoch vielversprechend. „Das Ziel ist natürlich die Titelverteidigung in der Halle.“ Steigerungspotential bis dahin ist jedenfalls vorhanden.

Die Hallen-WM in Istanbul (Türkei) dagegen ist für Gregor Traber und Matthias Bühler „kein Thema“. „Der Termin liegt relativ spät und daher eher ungünstig“, findet der Offenburger. Gregor Traber hat zu diesem Zeitpunkt aufgrund seiner Abiturprüfungen ohnehin andere Prioritäten. Beide wollen sich stattdessen voll darauf konzentrieren, sich den Traum von Olympia zu verwirklichen.

Jonas Christen überzeugt

Ein weiteres Achtungszeichen gab es durch Jonas Christen (TSG Niefern), der in der männlichen U20 über 60 Meter Hürden nicht zu bremsen war. Schon beim Einlaufen musste eine Hürde das schmerzvoll erfahren, als sie der Dynamik des Nachwuchstalents nichts entgegenzusetzen hatte und zerbrach.

7,91 Sekunden im Finale waren ein Fingerzeig in Richtung Jugend-Hallen-DM. Den Titel hat Jonas Christen schon ins Visier genommen. „Ich kann sicher noch was drauflegen bis dahin. Dann könnte der Titel machbar sein.“

Tim Assenheimer siegt, Tobias Unger disqualifiziert

Über 200 Meter blieben die Topzeiten aus. Tim Assenheimer (VfL Sindelfingen; 21,92 sec) verteidigte seinen Titel. Tobias Unger (VfB Stuttgart 1983) spulte das Rennen routiniert ab. Am Ende wurde er nach Auswertung des Rennens wegen Verlassens der Bahn disqualifiziert.

Vorher hatte er etwas Verständnislosigkeit angesichts der Bahnverteilung gezeigt. „Es ist schade, dass man meiner Bitte auf der Außenbahn zu laufen, um die Belastung für die lädierte Achillessehne etwas zu reduzieren, nicht nachgekommen ist.“

So war das Finale für ihn eher Pflichtprogramm als Kür. „Die Beine wären eigentlich gut gewesen.“ Angesichts der Tatsache, dass die 200 Meter international nicht mehr in der Halle ausgetragen werden, liegt sein Hauptaugenmerk aber ohnehin auf den 60 Metern.

1,91 Meter noch zu hoch

Laurence-Marie Jungfleisch (LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg) zeigte sich bei ihrem ersten Hallenwettkampf in guter Form. Alle Höhen, inklusive der Siegeshöhe von 1,88 Meter, meisterte sie im ersten Versuch. Erst 1,91 Meter erwiesen sich als zu hoch. Bis zur DLV-Norm für die Hallen-WM in Istanbul (Türkei) fehlen ihr momentan noch fünf Zentimeter.

In der U20 floppte Jossie Graumann (TV Konstanz) über 1,79 Meter. Aufgrund der geringeren Anzahl der Fehlversuche sicherte sie sich somit den Titel vor der höhengleichen Miriam Afani (SV Stuttgarter Kickers), die sich mit Silber begnügen musste.

Sven Tarnowski empfiehlt sich für Glasgow

Die 2,22 Meter, die Sven Tarnowski (TV Rheinfelden) den Hochsprung-Titel bescherten, hatten sich bereits im Training angekündigt. „Ich bin in der letzten Woche schon über 2,20 Meter gefloppt. Ich wusste, dass das es klappen könnte.“ Dass es geklappt hat, war „ein tolles Gefühl“.

Auch bei den anschließenden Versuchen über 2,25 Meter war Sven Tarnowski nicht chancenlos. „Es hat am Ende etwas die Kraft gefehlt. Der Wettkampf hat sich sehr in die Länge gezogen.“ Eine Empfehlung für den Hallen-Länderkampf in Glasgow (Großbritannien) könnte sein Auftritt durchaus gewesen sein. „Vielleicht hilft diese Leistung, in das ein oder andere Meeting zu kommen. Das wäre klasse.“ Eine Medaille bei der Hallen-DM ist für ihn nun in Reichweite.

Stefan Munz meldet sich zurück

Im Stabhochsprung der Männer mussten es schon fünf Meter sein, um im Kampf um die Medaillen mitreden zu können. Nach langer Verletzungspause meldete sich Stefan Munz (LG Filstal) mit 5,40 Metern eindrucksvoll zurück: „Nur ein Zentimeter unter Bestleistung. Es macht wieder richtig Spaß zu springen.“ Wenn alles nach Plan läuft, sollten 5,50 Meter bald im Bereich des Möglichen liegen. Platz zwei ging an Florian Gaul (VfL Sindelfingen; 5,30 m) vor Zehnkämpfer Felix Hepperle (LG Neckar-Enz; 5,00 m).

Mit der männlichen U20 gelang Marian Reichert (LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg) der einzige 5,00-Meter-Sprung der Konkurrenz. Die Freude über den Titel war deutlich hörbar.

Die Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik...

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