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08.01.2011 | Aktuell | Wilfried Raatz

Gelungener Saisoneinstieg für Timo Zeiler

Mit dem Schweizer Matthias Merz gewann am Samstag einer der weltbesten Orientierungsläufer einen interessanten Quervergleich zwischen Bergläufern, Duathleten und Orientierungsläufern im schweizerischen Wintersportort Arosa über die Halbmarathondistanz und eine Höhendifferenz von 400 Metern (kumuliert 650 Höhenmeter) in 1:27:48 Stunden.

Bergauf lag Timo Zeiler (rechts) noch vor Matthias Merz (links) (Foto: wus-media)


Hinter dessen Landsmann Gabriel Lombriser (1:29:26 h) wurde der dreimalige Deutsche Berglaufmeister Timo Zeiler bei seinem ersten Start für die MTG Mannheim in 1:31:03 Stunden Dritter und hielt dabei den Powerman-Weltmeister und Duathlon-Europameister Andy Sutz (Schweiz) in Schach. Bei den Frauen dominierte die 17-fache Orientierungslauf-Weltmeisterin Simone Niggli-Luder (Schweiz).

Plötzlich aufkommende Föhnwinde ließen den 7. Snow Walk & Run in Arosa zu einer überaus schwierigen Herausforderung für die knapp 1.400 Teilnehmer werden. Kräftige Windböen und beginnende Schneeschmelze führten sogar zum Ausfall des auf die 2.400 Meter hoch gelegene Sattelhütte führenden Crazy Runs über 19,2 Kilometer. Die hier gemeldeten Teilnehmer mussten auch die Halbmarathondistanz mit dem Kulminationspunkt an der 2.015 Meter hoch gelegenen Mittelstation der Weisshorn-Bergbahn laufen.

Schon alleine deshalb wurde dieser Wettbewerb zum Hauptereignis der Veranstaltung, die sich mehr und mehr zu einem Quervergleich der Ausdauerathleten mehrerer Sportarten entwickelt und dem ursprünglich als Walking-Event gegründeten Anlass den Rang abzulaufen scheint.

Bergauf besser als bergab

„Bergauf war ich sicherlich der stärkste Läufer“, sagte Timo Zeiler nach seiner ersten Formüberprüfung im neuen Jahr, „aber bergab sind mir Matthias Merz und auch Gabriel Lombriser immer wieder weggelaufen. Aber insgesamt bin ich mit meinem Abschneiden sehr zufrieden, weil ich weiß, dass ich mit dieser Kraftausdauer-Belastung auf dem richtigen Weg bin.“

Das 2011 nach seinem berufbedingten Umzug nach Landau in der Pfalz für die MTG Mannheim startende deutsche Berglauf-Ass hatte im Ziel auf dem zugefrorenen Obersee drei Minuten Rückstand auf Matthias Merz. „Ich habe meine Chance bergab nutzen müssen, weil ich gesehen habe, dass Du bergauf einfach stärker warst“, gestand der Halbmarathonsieger zum Neu-Mannheimer.

Eine kuriose Situation nutzte Simone Niggli-Luder zum letztlich klaren Sieg bei den Frauen. Wegen der großen Beteiligung gab es zwei Startgruppen, die im Abstand von fünf Minuten gestartet wurden. Die in der ersten Startgruppe gestartete Karin Thürig (Schweiz), mehrmalige WM- und Olympiastarterin im Duathlon und Bahn- und Zeitfahren im Radsport, unterlag in diesem eher ungleichen Vergleich. Für Simone Niggli-Luder wurden 1:41:34 Stunden gestoppt, für Karin Thürig blieb in 1:50:01 Stunden nur Rang drei hinter Orientierungsläuferin Ines Brodmann (1:46:54 h).

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