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DLV prüft Teilnahme an Hallen-WM in China "auf allen Ebenen"

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) wird erst nach gründlicher Prüfung und Abwägung aller Informationen über eine Teilnahme an den Hallen-Weltmeisterschaften Mitte März im chinesischen Nanjing entscheiden. Dies teilte DLV-Mediendirektor Peter Schmitt mit.
dpa / pam

"Momentan wird auf allen Ebenen alles geprüft. Wir nehmen die Situation sehr ernst, haben aber noch alle Optionen, rechtzeitig entscheiden zu können", sagte DLV-Mediendirektor Peter Schmitt am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Hallen-WM in Nanjing ist für den 13. bis 15. März geplant. Mit Blick auf die neue Lungenkrankheit, die vom Coronavirus ausgelöst wird und in China schon mehr als 100 Todesopfer gefordert hat, stehe der Verband "in permanenter Abstimmung mit dem medizinischen Kompetenzteam".

Außerdem beobachte der DLV sämtliche vom Robert-Koch-Institut täglich veröffentlichten Statements und die aktuellen Informationen der Weltgesundheitsorganisation WHO sowie die Reiseempfehlungen des Auswärtigen Amtes. Ferner wurde Jon Ridgeon, CEO von World Athletics, vom DLV schriftlich gefragt, wann mit konkreten Schritten und einem Zeitplan für Entscheidungen zur Hallen-WM durch den Weltverband zu rechnen sei. "Im Mittelpunkt steht die Gesundheit der Athletinnen und Athleten", betonte Schmitt. "Das wird im DLV sensibel gehandhabt."

IOC wegen Tokio 2020 in Kontakt mit der WHO

Der asiatische Fußball-Kontinentalverband AFC hat das für Anfang Februar geplante Qualifikationsturnier der Frauen für die Olympischen Spiele 2020 von Nanjing nach Sydney (Australien) verlegt. Auch die nationalen Winterspiele sowie der Fußball-Supercup zwischen dem Meister und Pokalsieger, eigentlich für den 5. Februar in Suzhou terminiert, wurden verschoben.

Der Ausbruch des Coronavirus beschäftigt auch das Internationale Olympische Komitee. "Das IOC steht mit der Weltgesundheitsorganisation WHO und seinen eigenen Experten in Verbindung", teilte es auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur knapp ein halbes Jahr vor Beginn der Spiele in Tokio mit. "Maßnahmen gegen ansteckende Krankheiten sind ein wichtiger Bestandteil der Pläne für Tokio 2020, um sichere Spiele zu bieten." Das Organisationskomitee werde weiterhin mit allen relevanten Organisationen zusammenarbeiten, die die Infektionsfälle beobachten und gegebenenfalls erforderliche Gegenmaßnahmen treffen.

Quelle: Deutsche Presse-Agentur (dpa)

 

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