| Westfalen-Meisterschaften

Neue Bestmarken für Markus Greufe und Jessie Maduka

Bei den westfälischen Hallenmeisterschaften am Wochenende in Dortmund standen die Kurzsprints und der Frauen-Dreisprung im Fokus. Markus Greufe und Jessie Maduka ließen mit neuen Bestleistungen aufhorchen.
Martin Neumann / Peter Middel

Der Sprint-Aufsteiger dieses Winters hat sich den ersten Saisontitel geschnappt: Markus Greufe (LG Brillux Münster) machte bei den westfälischen Hallenmeisterschaften in Dortmund über 60 Meter das Rennen. Mit 6,70 Sekunden steigerte der 26-Jährige seine Bestzeit um eine Hundertstel und setzte sich am Samstag vor seinem Vereinskollegen Luka Herden (6,74 sec) und dem Wattenscheider Duo Robin Erewa (6,79 sec, Vorlauf: 6,78 sec) und Philipp Trutenat (6,82 sec) durch.

„Jetzt möchte ich natürlich unter 6,70 Sekunden bleiben, aber ich weiß, dass die Luft immer dünner wird. Meine augenblickliche Top-Form resultiert daher, dass ich in den letzten zweieinhalb Jahre verletzungsfrei trainieren konnte. Seit Anfang des Jahres arbeite ich bei einer Unternehmensberatung. Meine beruflichen Verpflichtungen lassen sich mit meinen sportlichen Ambitionen gut in Verbindung bringen. Das ist ganz wichtig für mich“, sagte der Markus Greufe nach seinem Sieg. Die nächste Steigerung peilt der Münsteraner für die kommenden Wochen an. Am liebsten bei der Hallen-DM in fünf Wochen in Leipzig.

Vier Versuche zwischen 13,77 und 13,93 Meter

Nach zwei ungültigen Versuchen zu Beginn kam Dreispringerin Jessie Maduka (TV Wattenscheid 01) am Samstag in Fahrt und legte vier starke Durchgänge zwischen 13,77 und 13,93 Meter nach. Weiter ist die EM-Starterin von Berlin noch nie in der Halle gesprungen. Auch im Freien fehlt der 25-Jährigen mit ihrer Bestleistung von 13,95 Metern noch ein 14-Meter-Sprung.

„Das war der beste Einstand und die beste Hallenserie, die ich je hatte“, freute sich Jessie Maduka nach ihrem Sieg. In den vergangenen Jahren hatte die Wattenscheiderin immer wieder mit Fußproblemen zu kämpfen, was große Weiten verhinderte. „Dieses Jahr habe ich keinerlei Beschwerden und hoffe, dass es auch so bleibt. In den kommenden Wochen möchte auf meiner neuen Bestweite aufbauen und eventuell noch die 14 Meter in der Halle knacken“, so die 25-Jährige.

„LC-Sweep“ über 60 Meter

Das 60-Meter-Finale der Frauen wurde zum Triumphlauf des LC Paderborn an. Yasmin Kwadwo führte mit 7,41 Sekunden einen „LC-Sweep“ vor ihrer jüngeren Schwester Keshia Beverly Kwadwo (7,44 sec) und Kathrin Grenda (7,48 sec) an. „Obwohl die Zeit deutlich über meiner persönlichen Bestleistung liegt, bin ich damit sehr zufrieden. Denn sie zeigt, dass ich wieder rundum gesund bin, nachdem ich 2021 durch meine Achillessehnenbeschwerden erheblich zurückgeworfen wurde. Durch meinen Trainerwechsel zu Hans-Jörg Thomaskamp musste ich trainingsmäßig in letzter Zeit einiges umstellen, aber es klappt schon ganz gut“, sagte die Westfalen-Meisterin.

Im Hürdensprint war eine ehemalige Paderbornerin eine Klasse für sich. Monika Zapalska – mittlerweile wieder im Trikot des TV Wattenscheid 01 unterwegs – setzte sich am Sonntag mit 8,28 Sekunden und großem Vorsprung durch. „Für meinen ersten Wettkampf in diesem Winter bin ich damit vollauf  zufrieden. Für mich ist diese Zeit ein Beleg dafür, dass das Training unter der Regie von Slawomir Filipowski bei mit recht gut angeschlagen hat. Auch das gemeinsame Training mit Tatjana Pinto bringt mich weiter nach vorn“, sagte Monika Zapalska.

Noch größer war der Vorsprung bei U20-Athletin Anna Maia Hense. Die 400-Meter-Läuferin der LG Olympia Dortmund siegte in 54,41 Sekunden, die Konkurrentinnen folgten mehr als sieben Sekunden dahinter. Bei den Frauen gewann ihre Teamkollegin Brenda Cataria-Byll mit 56,28 Sekunden. „Brenda hat 2021 krankheitsbedingt acht Wochen aussetzen müssen und ist daher auch verspätet ins Wintertraining eingestiegen. Daher befindet sie sich  noch im Aufbautraining, da darf man zurzeit nicht allzu viel von ihr erwarten. Es sind für sie noch einige Wettkämpfe in diesem Winter geplant, aber alles geht für sie in Richtung Sommersaison, wo sie sich für die Europameisterschaften in München qualifizieren möchte“, so ihr Trainer Thomas Kremer.

Zwei Gäste aus Leverkusen überzeugen im Stabhochsprung

Die größten Höhen Stabhochsprung gingen aufs Konto von zwei Startern außerhalb der Wertung. Bei den Frauen meisterte Laura Giese glatte 4,00 Meter. Bei den Männern schaffte U20-Athlet Luke Zenker (TSV Bayer 04 Leverkusen) exakt 5,00 Meter.

Nicht ins Geschehen konnte in Dortmund Maximilian Sluka eingreifen. Der Wattenscheider Mittelstreckler musste aufgrund einer Fußverletzung passen. „Für mich ist das besonders ärgerlich, weil es nach unserem zweiwöchigen Trainingslager in Monte Gordo bei mir super lief“, sagte der Deutsche U23-Meister über 1.500 Meter.

Die Ergebnisse lesen Sie unserer Ergebnisrubrik.

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