| Sportfest Neubrandenburg

Heimsieg für Claudine Vita, erster 60er für Marike Steinacker

Die EM-Vierte Claudine Vita hat am Mittwoch bei einem Abendsportfest in Neubrandenburg den Diskus über die 62-Meter-Marke segeln lassen. Der größte Jubel aber ging auf das Konto von Marike Steinacker: Die Leverkusenerin kratzte mit 61,08 Metern an der WM-Norm.
Peter Krüger / sb

Die weitesten Würfe des Abendsportfests in Neubrandenburg gingen am Mittwochabend auf das Konto von Claudine Vita. Die 22-Jährige kam mit dem Ein-Kilo-Diskus der Frauen auf 62,14 Meter – und damit ähnlich weit wie zuvor beim ISTAF Indoor (62,19 m) und beim Winterwurf in Kienbaum (62,49 m). „Die Weite war zwar ganz okay, doch leider hat im technischen Bereich heute noch nicht alles zusammengepasst“, so die EM-Vierte von Berlin 2018.

„Wenn man die Trainingsleistungen von Zypern als Maßstab nimmt, dann hätte Claudine heute locker um die 65 Meter werfen müssen“, befand Dieter Kollark, der Vita als Jugendliche aufgebaut hatte und sie neben Trainerin Astrid Kumbernuss weiter in ihrer Entwicklung begleitet. Im Trainingslager auf Zypern hatten sich die Werfer aus Neubrandenburg zuletzt bei tropischen Temperaturen auf die Freiluft-Saison vorbereitet.

Marike Steinacker verblüfft mit erstem 60er

Für einen Paukenschlag hingegen sorgte eine Starterin des TSV Bayer 04 Leverkusen. Marike Steinacker, die seit Oktober des vergangenen Jahres unter den Fittichen von Dieter Kollark trainiert, verbesserte ihre Bestweite fast um zwei Meter, warf den Diskus gleich im ersten Versuch auf 61,08 Meter und juchzte schon, als die Scheibe ihre Hand verließ. „Wahnsinn“, jubelte die Leverkusenerin. Auch Kollark zeigte sich zufrieden. „Das ist schon eine Hausnummer“. Mit dieser Weite katapultierte sich Steinacker zunächst hinter Vita auf Platz zwei der europäischen Jahresbestenliste, zur Norm für die WM in Doha (Katar; 27. September bis 6. Oktober) fehlten nur zwölf Zentimeter.

Im Männer-Wettbewerb absolvierte der Vierte der letztjährigen U20-WM Tim Ader (SC Neubrandenburg) seinen zweiten Wettkampf des Jahres in der Aktiven-Klasse. Als er nach dem sechsten Versuch den Ring verließ, war er schon ein wenig enttäuscht und unzufrieden, „vor allem mit den Weiten“. Der 20-Jährige warf die Zwei-Kilo-Scheibe auf 55,03 Meter. „Knapp 56,50 Meter sollten es eigentlich schon sein“, sagte Ader, „doch wir haben im Trainingslager viel im technischen Bereich gearbeitet und da hat heute eben noch nicht alles so super geklappt“.

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