| Hochsprung-Meeting

Regenschauer verhindert Zwei-Meter-Sprünge in Eberstadt

Der Frauen-Wettbewerb der letzten Auflage des Hochsprung-Meetings in Eberstadt wurde am Samstagnachmittag von einem starken Regenschauer unterbrochen, der Sprünge in Richtung der Zwei-Meter-Marke schwer möglich machte. Es siegte Airiné Palsyté aus Litauen mit 1,94 Metern höhengleich vor der Schwedin Erika Kinsey. DLV-Athletin Marie-Laurence Jungfleisch wurde Dritte.
Pamela Ruprecht

Das Wetter stand absoluten Top-Höhen diesmal im Wege. Nach einem starken Regenschauer taten die Veranstalter zwar alles dafür, die Anlage wieder in Schuss zu bringen, doch der weitere Wettbewerb wurde trotz des folgenden Sonnenscheins durch die nassen Bedingungen beeinträchtigt. Den Sieg der letzten Auflage des traditionsreichen Weltklasse-Spezialmeetings holte sich Litauens Hallen-Europameisterin Airiné Palsyté so mit 1,94 Metern höhengleich vor WM-Teilnehmerin Erika Kinsey (Schweden). Die 1,96 Meter waren für beide Springerinnen zu hoch.

Auf Platz drei kam Marie-Laurence Jungfleisch (VfB Stuttgart 1893). Die EM-Dritte von Berlin hatte an selber Stelle 2016 und 2017 mit der Traumhöhe von 2,00 Meter geglänzt und war auch dieses Jahr wieder stark in den Wettkampf gestartet. Doch für die 27-Jährige waren dann mit weißer Weste nicht mehr als 1,88 Meter drin. Bei ihren Versuchen über 1,91 Meter war sie beim Absprung teils zu weit weg von der Anlage. Platz vier belegte mit der gleichen Höhe Vize-Weltmeisterin Yulia Levchenko (Ukraine; 1,88 m).

Anlässlich der letzten Auflage des fast 40 Jahre alten Hochsprung-Meetings, das 1979 seine erste Auflage feierte, versammelten sich anschließend Dietmar Mögenburg, Carlo Thränhardt und Gerd Nagel zu einer Talkrunde. Die drei früheren deutschen Weltklasse-Hochspringer waren in den ersten Jahren von Eberstadt oftmals zu Topform aufgelaufen: Mögenburg und Thränhardt überflogen an der Anlage 1984 beide die deutsche Rekordhöhe von 2,36 Meter, die Thränhardt wenige Wochen später im italienischen Rieti nochmals um einen Zentimeter auf die bis heute gültigen 2,37 Meter steigern sollte.

Raul Spank jubelt außer Konkurrenz über 2,21 Meter

Zum Auftakt ins große Hochsprung-Wochenende fanden am Freitag bereits die Wettbewerbe der U23-Athleten statt. Den höchsten Sprung außer Konkurrenz zeigte Raul Spank. Der WM-Dritte von 2009, der seit zwei Jahren als Hobby-Leichtathlet unterwegs ist, ließ sich die letzte Auflage des Meetings nicht entgehen und überflog stattliche 2,21 Meter (<link http: www.facebook.com hochsprungmekka videos _blank>zum Facebook-Video mit Jubel). An Eberstadt hat der Berliner beste Erinnerungen: 2009 stellte er dort seine immer noch gültige Bestleistung von 2,33 Meter auf.

Stärkster U23-Athlet war mit 2,14 Metern der Brite Ryan Webb, der sich im Stechen gegen seinen Landsmann William Grimsey (auch 2,14 m) durchsetzte. Bester Deutscher war als Dritter der Deutsche U20-Meister Lucas Mihota (LG Stadtwerke München; 2,10 m). Bei den Juniorinnen siegte Lale Eden (Heidenmühler FC) mit 1,77 Meter. Die 20-Jährige war als Zuschauerin bei der EM in Berlin und hatte danach einen Urlaub in Norwegen eingelegt, so dass sie erst seit wenigen Tagen wieder im Training war.

Die Geschichte von Eberstadt endet nach dem Springen der Männer am Sonntag mit seiner 39. Auflage. "Wir können das Meeting aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr fortführen", sagte Peter Schramm, der Macher des Events mit Weltruf. Zwei Weltrekorde, vier Europarekorde und 16 Landesrekorde wurden bisher in der 3.000-Einwohner-Gemeinde in Baden-Württemberg aufgestellt, 228 Hochsprünge über 2,30 Meter gab es zu sehen.

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer <link ergebnisse wettkampf-resultate>Ergebnisrubrik...

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