13.06.2011 | Interview | Christian Fuchs
Katja Demut - „Es ist noch mehr drin“
Katja Demut verbesserte am Pfingstmontag bei Springer-Meeting in Wesel den deutschen Rekord im Dreisprung auf 14,57 Meter. Christian Fuchs hat nach dem Wettkampf mit der Athletin vom TuS Jena gesprochen und ihre erste Reaktion eingefangen.
Katja Demut traut sich noch mehr zu (Foto: Gantenberg)
Katja Demut, herzlichen Glückwunsch zum neuen deutschen Rekord. Wie bewerten Sie den Sprung?
Katja Demut:
Die Weite ist sehr gut. Ich freue mich auch sehr darüber. Ich weiß aber, es ist technisch noch einiges drin. Der Sprung kann noch besser sein. Ich versuche weiterhin mich technisch zu verbessern. Das ist im Dreisprung lebensnotwendig.
Wie waren die äußeren Bedingungen in Wesel?
Katja Demut:
Die Bedingungen sind super gewesen. Es wurde auch die Anlage gedreht, das heißt wird sind auf der Nebenanlage gesprungen. Dort war immer Rückenwind. Es herrschten also schon Top-Bedingungen.
Hatten Sie sich denn den deutschen Rekord in Wesel zugetraut?
Katja Demut:
Persönlich habe ich mir den Rekord nicht zugetraut. Ich war noch kaputt vom Wettkampf in Oslo am Donnerstag. Ich habe mich auch beim Einspringen nicht ganz so frisch gefühlt. Aber manchmal täuscht einen das eigene Körpergefühl.
Wie fühlt es sich an, dass Sie jetzt auch im Freien die beste deutsche Dreispringerin aller Zeiten sind?
Katja Demut:
Ich habe noch nicht so richtig darüber nachgedacht. Ich freue mich jetzt erst einmal. Aber ich weiß, da ist noch mehr drin. Ich weiß, ich habe noch was drauf.
Können Sie sagen, wie viel Prozent zum perfekten Sprung gefehlt haben?
Katja Demut:
Das kann ich nicht sagen. Das müsste der Bundestrainer sagen, wenn er den Sprung analysiert hat. Ich möchte aber auch keine Weite nennen, die noch möglich sein könnte.
Video - Der Rekordsprung von Katja Demut
Katja Demut springt deutschen Rekord