www.leichtathletik.de

21.01.2011 | Aktuell | Anja Herrlitz

Überraschungssieger in Dubai

Es wurde am Freitagmorgen ein kenianischer Sieg beim Dubai-Marathon. Allerdings war es nicht der erst 21 Jahre alte Eliud Kiptanui, der als Favorit gehandelt worden war, der die Ziellinie als Erster überquerte, sondern der drei Jahre ältere David Barmasai. In 2:07:18 Stunden beendete er die dreijährige äthiopische Siegesserie. Im Rennen der Frauen setzte sich in den Vereinigten Arabische Emiraten die Äthiopierin Aselefech Mergia in 2:22:45 Stunden durch.

David Barmasai konnte jubeln (Foto: Winter)


Seine Bestzeit, die er im vergangenen Jahr in der Höhe von Nairobi (Kenia) gelaufen war, verbesserte David Barmasai damit um 3:13 Minuten. Als Preisgeld erhielt er 250.000 US-Dollar. 59 Sekunden Rückstand auf den Sieger hatte Evans Kiprop Cheruiyot, der damit den kenianischen Doppelerfolg perfekt machte.

Der 28 Jahre alte Chicago-Sieger von 2008 (2:06:25 h) hatte seit diesem großen Erfolg vor gut zwei Jahren immer wieder Probleme mit Verletzungen gehabt und meldete sich nun zurück. Dritter wurde der Äthiopier Eshetu Wendimu (2:08:54 h).

Der Kenianer Eliud Kiptanui war nach seinem Sieg beim Prag-Marathon (Tschechische Republik) im vergangenen Jahr in der hervorragenden Zeit von 2:05:39 Stunden als Favorit gehandelt worden. Nachdem er in Dubai die erste Hälfte des Rennens in 1:02:46 Stunden in der Spitzengruppe absolviert hatte, gab er den Wettkampf vorzeitig auf.

Sehr gute Zeiten im Frauen-Rennen

Aselefech Mergia aus Äthiopien erreichte nach 2:22:45 Stunden als erste Frau das Ziel und erhielt dafür ebenfalls 250.000 US-Dollar. Die 25 Jahre alte WM-Dritte verfehlte ihre Bestzeit lediglich um sieben Sekunden, erzielte in ihrem erst vierten Marathon aber ihre zweitschnellste Zeit.

Aselefech Mergia gewann das Frauenrennen beim Dubai-Marathon (Foto: Winter)


Die 33 Jahre alte Kenianerin Lydia Cheromei, die wegen Dopingmissbrauchs zwischen 2005 und 2007 bereits einmal zwei Jahre gesperrt war, lief auf den zweiten Rang. Ihre persönliche Bestzeit verbesserte sie um 2:56 Minuten auf 2:23:01 Stunden.

Schwedischer Rekord

Nicht nur eine persönliche Bestmarke, sondern gar einen neuen Landesrekord gab es für die Drittplatzierte Isabella Andersson, eine gebürtige Kenianerin. Die 30 Jahre alte Schwedin steigerte ihren eigenen nationalen Rekord, den sie im vergangenen Herbst in Frankfurt gelaufen war, von 2:25:10 auf 2:23:41 Stunden.

Die Äthiopierinnen Berhane Adere und Askale Tafa Magarsa, die den Dubai Marathon 2008 bzw. 2007 bereits gewinnen konnten, gaben das Rennen vorzeitig auf.

Unterstützt durch:

Top-Events

run up 2014
(29. März bis 27. April)