| Amsterdam-Marathon

Streckenrekord für Buze Diriba, gelungenes Debüt von Kiara Nahen

© Victah Sailer
Buze Diriba hat am Sonntag mit Streckenrekord für das spitzensportliche Highlight beim Amsterdam-Marathon gesorgt. Bei regnerischen Wetterbedingungen siegte die 32-jährige Äthiopierin in 2:16:12 Stunden und unterbot die bisherige Marke um 40 Sekunden. Nur um drei Sekunden verpasste Lemi Berhanu im Rennen der Männer den Streckenrekord. Der Äthiopier lief nach 2:03:33 Stunden ins Ziel. Ein gutes Debüt gelang Kiara Nahen, die in 2:27:24 Stunden Platz zwölf belegte.
Jörg Wenig

Beim Amsterdam-Marathon bestimmten am Sonntag die äthiopische Vorjahressiegerin Aynalem Desta und ihre Landsfrau Buze Diriba das Geschehen. Nach einer Halbmarathon-Zwischenzeit von 68:34 Minuten blieben die beiden bis Kilometer 35 zusammen an der Spitze. Danach konnte Diriba das Tempo forcieren, sodass sie sich von Desta löste und mit 2:16:12 Stunden den Streckenrekord deutlich unterbot. Ihre Landsfrau Yalemzerf Yehualaw hatte das Rennen vor zwei Jahren mit 2:16:52 Stunden gewonnen. Aynalem Desta und Meseret Belete folgten mit 2:17:06 beziehungsweise 2:18:06 Stunden auf den Plätzen zwei und drei.

Buze Diriba blieb in Amsterdam im dritten Marathon in Folge unter 2:20:00 Stunden. Vor einem Jahr hatte sie sich bei ihrem Sieg beim Mainova Frankfurt-Marathon auf 2:19:34 Stunden verbessert, in diesem Frühjahr war sie in Daegu (Südkorea) mit 2:19:54 Stunden Zweite. „Ich weiß, dass ich zukünftig unter 2:15 Stunden laufen muss, um die Weltspitze zu erreichen“, hatte Buze Diriba nach ihrem Sieg in Frankfurt gesagt. Jetzt hat sie in Amsterdam den nächsten Schritt gemacht. Die Läuferin gehört in Addis Abeba zur superstarken Trainingsgruppe von Gemedu Dedefo.

Gleich die ersten sieben Plätze gingen in der niederländischen Hauptstadt an Läuferinnen aus Äthiopien. In ihrem ersten Marathon lief die 24-jährige Kiara Nahen (LC Paderborn) ein gleichmäßiges Tempo mit einem Kilometerschnitt von rund 3:30 Minuten. Die Halbmarathon-Marke passierte sie nach 73:51 Minuten. Am Ende konnte Kiara Nahen, die sich beim Halbmarathon in Kopenhagen vor vier Wochen auf 70:40 Minuten verbessert hatte, noch etwas zulegen und war nach 2:27:24 Stunden im Ziel. Damit ist sie derzeit die drittschnellste deutsche Läuferin des Jahres.

Lemi Berhanu nur drei Sekunden am Streckenrekord vorbei

Im Rennen der Männer passierte eine große Spitzengruppe die Halbmarathon-Marke nach 62:27 Minuten. Dies war im Hinblick auf den angepeilten Streckenrekord, den Geofrey Kipchumba vor einem Jahr mit 2:03:30 Stunden aufgestellt hatte, fast eine Minute zu langsam. Während der kenianische Titelverteidiger in dieser Phase bereits zurückfiel und das Rennen dann offenbar vorzeitig beendete, war es Nicholas Kipkorir, der nach der 35-Kilometer-Marke das Tempo deutlich forcierte.

Kenias Halbmarathon-Vize-Weltmeister wurde jedoch Lemi Berhanu nicht los. Der 32-jährige Äthiopier überholte seinen Rivalen und kam mit 2:03:33 Stunden noch dicht an den Streckenrekord heran. Zehn Jahre nachdem er sich in Dubai als Zweiter auf 2:04:33 Stunden verbessert hatte, erreichte Lemi Berhanu nun eine persönliche Bestzeit. Die Kenianer Nicholas Kipkorir und Patrick Mosin liefen auf den Plätzen zwei und drei mit 2:03:39 beziehungsweise 2:03:58 Stunden ebenfalls hochklassige Zeiten.

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik...

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