| Chemnitz

Traditionsmeeting lockt Lokalmatadoren und internationale Starter

© Gladys Chai von der Laage
Beim 27. Internationalen Hallenmeeting in Chemnitz stehen am Samstag vor allem die Sprint- und Sprungdisziplinen im Mittelpunkt. Neben Lokalmatadoren wie Amira Never und Corinna Schwab ist auch der Saisoneinstieg von Rebekka Haase und Johanna Martin zu erwarten.
Jane Sichting

Nachdem vergangenes Wochenende bereits die Sächsischen Hallenmeisterschaften im Sportforum Chemnitz ausgetragen wurden, steht bereits am Samstag das nächste Highlight an. Stark besetzt sind bei der 27. Auflage des Internationalen Hallenmeetings vor allem der Kurzsprint, die 60 Meter Hürden sowie der Dreisprung. Einen ersten Formtest wird es von zahlreichen Sprinterinnen und Sprintern über 60 Meter sowie auf der Hallenrunde über 200 Meter geben. Ein Heimspiel zum Saisonauftakt hat dabei die WM-Dritte mit der 4x100-Meter-Staffel Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar), die in Chemnitz zu Hause ist und dort trainiert. Gefordert wird die 32-Jährige unter anderem von der 18-jährigen Lena Anochili (Hamburger SV), die sich Anfang Januar auf 7,30 Sekunden verbessern konnte, Hannah Kaczmarek (Sportclub Magdeburg) und Sina Kammerschmitt (MTG Mannheim).

Einen Ausflug auf die Kurzdistanz absolviert nach zweiwöchigem Trainingslager in Südafrika auch die U20-EM-Zweite und Deutsche Hallenmeisterin über 400 Meter Johanna Martin (1. LAV Rostock). Über die zwei Hallenrunden trifft die 19-Jährige auf ihre Disziplinkollegin Corinna Schwab (LAC Erdgas Chemnitz), die bereits in der Vorwoche mit schnellen Zeiten über 60 Meter (7,46 sec), 200 Meter (23,64 sec) und 400 Meter (53,58 sec) überzeugte. Beide Athletinnen müssen sich über 400 Meter gegen Mercy Oketch (Kenia) und Julia Niederberger (Schweiz) behaupten.  

Amira Never über die Hürden gefordert

Bei den Männern wird die Meldeliste über 60 Meter von Ertan Özkan (Türkei) angeführt, gefolgt von Emilio Gonzalez (LT DSHS Köln) und dem Tschechen Matyáš Koška. Für den Zweiten der U23-EM mit der 4x100-Meter-Staffel Benedikt Wallstein (LAC Erdgas Chemnitz) sowie die jungen Sprinter Maurice Grahl (ASV Köln), Louis Schuster (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig), Eddie Reddemann (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Jakob Kemminer (LAC Quelle Fürth) stehen Doppelstarts über 60 Meter und 200 Meter auf dem Programm.

Über 60 Meter Hürden könnte es bei den Frauen zu einem Dreikampf zwischen Lokalmatadorin Amira Never (LAC Erdgas Chemnitz), Lia Flotow (1. LAV Rostock) und Shira Kurzawa (LAC Erdgas Chemnitz) kommen. Vor allem die Fünfte der U23-EM Amira Never hat sich für den Winter ambitionierte Ziele gesetzt und traut sich eine Zeit von unter acht Sekunden zu – die Norm für die Hallen-WM in Torun (20. bis 22. März; Polen) liegt bei 7,92 Sekunden.

LAC-Duo angeschlagen

Für den internationalen Höhepunkt im März will sich auch der neumalige Deutsche Hallenmeister Max Heß (LAC Erdgas Chemnitz) qualifizieren. Bei der letztjährigen Hallen-EM brachte er mit 17,43 Meter die zweitbeste Weite seiner Karriere in die Grube und gewann damit Silber. Ob er am Samstag bereits einen ersten Angriff auf die WM-Norm nehmen kann, ist noch offen. Aufgrund einer Verletzung wird der 29-Jährige erst kurzfristig über einen Start entscheiden.

Und auch hinter dem Start von seinem Vereins- und Trainingskollegen Steven Freund steht nach dessen Rückschlag aus der Vorwoche noch ein Fragezeichen. Nachdem der 20-Jährige bei den Landesmeisterschaften seine Bestleistung im Weitsprung auf 7,81 Meter gesteigert hatte, musste er den Wettkampf in seiner Spezialdisziplin nach dem ersten Hop-Step-Jump mit 15,39 Metern vorzeitig beenden. Somit könnte der Dritte der Deutschen Meisterschaften ins Rampenlicht rücken: Mohammad Amin Alsalami (LAC Berlin). Zur weiteren Konkurrenz gehören noch U23-Athlet Peter Osazee (MTG Mannheim) sowie der Rumäne Razvan Cristian Grecu und Can Özüpek aus der Türkei.

Kira Wittmann hat die 14 Meter im Visier 

Bei den Frauen bekommt es Kira Wittmann (Hannover 96), die sich 2023 mit ihrem ersten 14-Meter-Sprung DM-Gold in der Halle sicherte, mit den rumänischen Springerinnen Diana Ana Maria Ion, Zweite der Hallen-EM 2025, und Elena Andreea Talos zu tun. Beide haben die 14 Meter ebenfalls schon übertroffen.

Nicht in die Weite, dafür hoch hinaus, soll es in Chemnitz für die Stabhochspringer gehen. Im Fokus dürfte hier vor allem U20-Weltmeister Hendrik Müller (TSV Bayer 04 Leverkusen) stehen, der sich gegen Filip Bartoněk (Tschechien) und Riccardo Klotz (Österreich) behaupten will.

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