| Halbmarathon Barcelona

Weltklasse-Leistungen an der Spitze, deutliche Steigerungen für Mayer und Becker

© Theo Kiefner
Loice Chemnung aus Kenia und Hagos Gebrhiwet aus Äthiopien haben am Sonntag den Barcelona-Halbmarathon mit Weltjahresbestzeiten dominiert. Beste Europäerin war als Sechste Domenika Mayer, die ihren Hausrekord auf 1:08:08 Stunden schraubte. Auch Jan Lukas Becker hatte Grund zur Freude.
Svenja Sapper / pm / jw

Der Halbmarathon in Barcelona (Spanien) ist am Sonntag mit dominanten Leistungen bei Frauen und Männern zu Ende gegangen. Mit neuem Streckenrekord und zwei Minuten Vorsprung setzte sich bei den Frauen die Kenianerin Loice Chemnung durch. In Weltjahresbestzeit von 1:04:01 Stunden sortierte sie sich auf Platz sechs der ewigen Weltbestenliste ein, die Letesenbet Gidey (Äthiopien) mit ihrem Weltrekord von 1:02:52 Stunden anführt.

Rang zwei belegte Weini Kelati Frezghi aus den USA in 1:06:04 Stunden. Die 29-Jährige schraubte ihren eigenen Nordamerika-Rekord um fünf Sekunden nach unten. Diniya Kedir Abaraya (Äthiopien) komplettierte mit 1:06:28 Stunden als schnellste U23-Läuferin das Podium. Sie konnte vor dem Ziel noch die US-Amerikanerin Taylor Roe (1:06:52 h) abfangen, die Vierte wurde. 

Domenika Mayer schnell wie nie

Hinter der Kenianerin Magdalyne Masai (1:07:42 h) folgte bereits Domenika Mayer (LG Telis Finanz Regensburg). Die 35-Jährige rannte mit 1:08:08 Stunden als beste Europäerin auf Platz sechs. Damit pulverisierte sie ihre zwei Jahre alte Bestzeit von 1:09:46 Stunden und schob sich auf Rang fünf der ewigen deutschen Halbmarathon-Bestenliste. „Heute war ein guter Tag – endlich habe ich schwarz auf weiß, was wir schon lange wussten, was in mir steckt“, sagte sie. 

Schon beim Thermen-Marathon in Bad Füssing hatte die Langstrecklerin Anfang Februar mit 10-Kilometer-Bestzeit (31:41 min) ihre starke Form unter Beweis gestellt. Wie Telis-Teamchef Kurt Ring mitteilte, hatte Domenika Mayer in der vergangenen Woche zudem die beste Leistungsdiagnostik ihrer Karriere absolviert und sich für den Barcelona-Halbmarathon eine Zeit von 1:08:30 Stunden vorgenommen, die sie schlussendlich deutlich unterbieten konnte. 

„Jetzt wollen wir bei der 10-Kilometer-DM am 8. März in Uelzen die etablierten deutschen Topläuferinnen ein wenig ärgern und vielleicht klappt’s dann mit der Siebener-Zeit beim Halbmarathon am 29. März in Berlin, ehe Meni vierzehn Tage später bei der Marathon-DM in Hannover erneut auf Bestzeiten- und Titeljagd gehen wird“, blickte Ehemann und Trainer Christian Mayer voraus. 

Hagos Gebrhiwet vor Dominic Lobalu

Bei den Männern lief Hagos Gebrhiwet aus Äthiopien in 58:05 Minuten zu einem souveränen Sieg. Er kam mit mehr als einer Minute Vorsprung auf den Schweizer Dominic Lokinyomo Lobalu (59:26 min) ins Ziel. Der 10.000-Meter-Europameister konnte bis zur 5-Kilometer-Marke noch mithalten, dann jedoch beschleunigte Gebrhiwet und zog davon. Lobalu sicherte sich knapp vor dem französischen Rekord laufenden Emmanuel Roudolff (59:37 min) Platz zwei. 

Eine deutliche Steigerung gelang auch Jan Lukas Becker (LSG Saarbrücken-Sulzbachtal). Für ihn wurden 1:01:20 Stunden gestoppt. Damit steigerte er seinen Hausrekord von bisher 1:03:15 Stunden um fast zwei Minuten und katapultierte sich auf Rang zehn der ewigen deutschen Bestenliste. 

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