| Hannover-Marathon

Schnelles Frauen-Trio peilt DM-Titel an

© Petko Beier / SCC Events
Seriensiegerin gegen Lokalmatadorin und Vorjahreszweite: Die Marathon-DM im Rahmen des ADAC Hannover-Marathon hat es am Sonntag speziell bei den Frauen in sich, während bei den Männern ein Duo im Rennen um die DM-Krone favorisiert ist. Für den Nachwuchs geht bereits am Samstag die R5K-Serie in die nächste Runde.
mbn/jw/pm

Mit weit mehr als 30.000 Meldungen ist der ADAC Hannover-Marathon inklusive seiner Rahmenwettbewerbe am Sonntag so gefragt wie noch nie und komplett ausgebucht. Die „Melde-Bestmarke“ aus dem Vorjahr von 29.841 Läuferinnen und Läufern wurde bereits vor Wochen geknackt. Auch die ins Rennen integrierte Marathon-DM ist stark besetzt. Speziell das Rennen der Frauen hat es in sich: Mit Fabienne Königstein (Hannover 96: 2:22:17 h), Domenika Mayer (LG Telis Finanz Regensburg; 2:23:16 h) und Laura Hottenrott (Düsseldorf Athletics; 2:26:55 h) stehen am Sonntag (NDR-Livestream ab 9:45 Uhr) die drei schnellsten deutschen Marathonläuferinnen des Vorjahrs an der Startlinie.

Mit besonders guten Erinnerungen geht Domenika Mayer an der Leine ins Rennen. Die Regensburgerin gewann den Hannover-Marathon bereits dreimal (2022, 2024, 2025) und hält mit 2:23:50 Stunden auch den Streckenrekord. Dieser könnte bei der Top-Besetzung am Sonntag durchaus in Gefahr geraten. Eine Steigerung traut sich auch die Regensburgerin zu. „Meine Erwartungen sind hoch. Ich möchte meine persönliche Bestzeit gerne deutlich verbessern“, sagte die 35-Jährige gegenüber dem NDR. Dass die Form stimmt, hatte sie bereits im Februar mit einer neuen Halbmarathon-Bestzeit von 68:08 Minuten bewiesen.

Fabienne Königstein erstmals im 96-Trikot

Für Fabienne Königstein wird der Marathon zum Heimspiel. Denn die 33-Jährige startet seit diesem Jahr für Hannover 96. Die 42,195 Kilometer werden das erste Rennen für ihren neuen Klub. Zwar fehlt der Sechsten des Berlin-Marathons 2025 damit die Wettkampfpraxis. Trotzdem schaut sie dem Rennen zuversichtlich entgegen und freut sich „auf die grandiose Stimmung an der Strecke und die vielen Zuschauer“.

Auch die Vorjahreszweite Laura Hottenrott ist bereit: „Eine Medaille ist auch 2026 auf jeden Fall mein Ziel“, so die Olympia-Starterin gegenüber dem NDR. Mit einer Bestzeit von 2:29:43 Stunden – erzielt vergangenes Jahr in Hannover – geht Nina Reuter (Frankfurt Athletics) ins Rennen um die DM-Medaillen.

Johannes Motschmann fordert Filmon Abraham

Bei den Männern liegt die Favoritenrolle auf den Gesamtsieg bei einem internationalen Starter: Deribe Robi: Der Äthiopier führt mit einer Bestzeit von 2:05:58 Stunden die Startliste an. Im Rennen um den DM-Titel sind Filimon Abraham (LG Telis Finanz Regensburg; 2:08:11 h) und Johannes Motschmann (SCC Berlin; 2:10:39 h), der zuletzt im Halbmarathon mit 61:47 Minuten überzeugte, die Favoriten. Tom Thurley (2:11:19 h) ist ebenso zu beachten wie Erik Hille (beide Munich Athletics; 2:12:09 h).

Bereits am Samstag geht in Hannover die Nachwuchslaufserie R5K-Tour 2026 – initiiert von German Road Races und dem Deutschen Leichtathletik-Verband – in die dritte Runde des Frühjahrs. Auf dem sechsmal zu laufenden Rundkurs vor Hannovers Neuem Rathaus greift mit Vanessa Mikitenko (Silvesterlauf Trier) eine Athletin in die Serie ein, die 2025 für Furore gesorgt hat, als sie die U23-Gesamtwertung der R5K-Tour gewann und bei der U23-EM Silber über 5.000 Meter holte. Nach einem Trainingslager in Südafrika ist es für die 20-Jährige das Wettkampf-Debüt in diesem Frühjahr. In Hannover trifft sie mit Carolina Schäfer (TG Schwalbach) auf eine schnelle Athletin, die 2025 Bronze bei der U23-EM über 10.000 Meter gewinnen konnte.

R5K-Tour: Nächster Coup für Kulgemeyer?

Bei der männlichen U23 kann Jonas Kulgemeyer (Osnabrücker TB) in Hannover einen Schritt Richtung Gesamtsieg machen, nachdem er vor einer Woche beim Paderborner Osterlauf in 14:25 Minuten seinen ersten R5K-Sieg überhaupt gefeiert hat. Sein härtester Konkurrent dürfte Floyd Schnaars (TV Lilienthal) sein, der in Paderborn auf Rang drei (14:38 min) gelaufen war.

In der U20 treten mit Luise Brzoska (Eintracht Frankfurt) und Tom Stephan (TV Lilienthal) zwei große deutsche Lauftalente an. Zum Auftakt der R5K-Tour 2026 gewann die Frankfurterin das Rennen in Dresden. Mit 16:24 Minuten lief sie die drittschnellste Zeit, die in der R5K-Tour bisher von einer unter 20-Jährigen erzielt wurde. Mit Tom Stephan greift der Deutsche U18-Meister über 3.000 Meter ins R5K-Geschehen ein.

Der Wettkampf in Hannover bildet das dritte der Fünf-Kilometer-Rennen in insgesamt fünf deutschen Städten, die 2026 zur R5K-Serie gehören: Auf Hannover folgen Hamburg (6. September) und am Ende das große Finale beim BMW Berlin-Marathon in der Hauptstadt am 26. September. Gesamtwertung, Preisgelder und Trainingslagerzuschüsse gibt es nur in der U20 und U23 der 18- bis 22-Jährigen. Für eine Platzierung in der R5K-Gesamtwertung sind Starts bei mindestens drei der fünf Rennen nötig. Einer davon muss beim Finale in Berlin sein.

Foto: Fabienne Königstein lief in Berlin mit 2:27:17 Stunden die schnellste Zeit einer deutschen Marathonläuferin 2025. Am Sonntag startet sie erstmals für ihren neuen Verein Hannover 96.

Mehr Informationen:
Die R5K-Tour 2026

Teilen
#TrueAthletes – TrueTalk

Hier finden Sie alle Folgen des Podcasts des Deutschen Leichtathletik-Verbandes!

Zum Podcast
Jetzt Downloaden
DM-Tickets