Die Antwort auf die Top-Weiten der deutschen Diskuswerfer hat am Mittwoch beim Wurf-Meeting in Neubrandenburg Henrik Janssen gegeben. Der 27-Jährige schleuderte seine Scheibe auf 67,78 Meter. Nur viermal hat er in seiner Karriere weiter geworfen.
Die deutschen Diskuswerfer sind bereits früh in der Saison in Bestform: Nachdem in der zurückliegenden Woche Steven Richter (LV 90 Erzgebirge) und Marius Karges (Eintracht Frankfurt) das optimale "Flugwetter" in Ramona, Oklahoma (USA) für Fabelweiten genutzt hatten, hat sich am Mittwoch mit Henrik Janssen (SC Magdeburg) der nächste deutsche Top-Werfer zu Wort gemeldet. Beim Wurf-Meeting in Neubrandenburg ließ er seine Scheibe auf 67,78 Meter fliegen. Es war das fünftbeste Resultat in der bisherigen Karriere des 27-Jährigen und sein weitester Wurf im April außerhalb von Ramona.
Auch die Serie des WM-Finalisten konnte sich sehen lassen: Gleich im ersten Durchgang erzielte Henrik Janssen 66,10 Meter, die Tagesbestweite gelang ihm in Runde drei. Mit vier seiner fünf gültigen Versuche übertraf er die EM-Norm für Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August), die bei 65,50 Metern liegt, mit jedem seiner gültigen Würfe hätte er gewonnen. In dem kleinen Feld mit vier Werfern belegte Abuduaini Tuergong aus China mit 65,14 Metern den zweiten Platz.
Bei den Frauen musste die Favoritin und Lokalmatadorin kurzfristig absagen. "Hab mich gut gefühlt, umso frustrierender, den Einstieg erstmal verschieben zu müssen", schrieb Claudine Vita bei Instagram. "Aber die Vernunft hat gesiegt, ich gehe kein Risiko mit meiner Achilessehne ein." So wird die 29-Jährige voraussichtlich im Mai wieder im Ring stehen. In Abwesenheit der Olympia-Sechsten siegte in Neubrandenburg Charleen Zoschke (LC Cottbus) mit 55,92 Metern. Im U18-Wettkampf knackte John-Christian Schochardt (SC Neubrandenburg; 56,96 m) mit dem 1,5-Kilogramm-Diskus die Norm für die U18-EM in Rieti (Italien; 16. bis 19. Juli).
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