| U20-WM 2026

Eugene Tag 1 | Die DLV-Talente in den Finals

© Kai Peters
Am Mittwochabend stehen bei der U20-WM in Eugene (USA) die ersten Finals an. Hier lesen Sie, wie sich die DLV-Talente im Kugelstoßen und über 5.000 Meter präsentiert haben.
Svenja Sapper

Live-Ergebnisse Livestream  Das DLV-Team

Weibliche U20

5.000 Meter

Julia Ehrle als Neunte zweitbeste Europäerin

Die beiden DLV-Langstrecklerinnen verkauften sich beim ersten Aufeinandertreffen mit der Weltelite teuer. Es war anfangs eine Achtergruppe, die sich absetzte. Julia Ehrle (LG farbtex Nordschwarzwald) führte dahinter die erste Gruppe der Verfolgerinnen an, Gloria Herold (RACE Erfurt) die zweite. Und während vorn die Führenden mit je zwei Athletinnen aus Uganda, Kenia und Äthiopien sowie je einer aus Japan und Schweden schon nach zwei Kilometern enteilt war, konnte Gloria Herold die dritte Gruppe wieder an die dreiköpfige zweite heranführen. Fortan absolvierten die DLV-Athletinnen weite Teile des Rennens gemeinsam. 

Auf den letzten zwei Runden konnte Julia Ehrle das Tempo dann noch einmal verschärfen und sich innerhalb der Verfolgerinnen-Gruppe die Poleposition erkämpfen. In 16:09,53 Minuten wurde sie Neunte und damit zweitbeste Europäerin. Lediglich die Schwedin Carmen Cernjul, in 15:22,18 Minuten starke Fünfte, landete vor ihr. Auch Gloria Herold konnte zufrieden sein: Für die Erfurterin wurden auf Platz 15 16:13,75 Minuten gestoppt. Damit schraubte sie ihre Bestzeit um rund 13 Sekunden nach unten. 

Gold holte sich Charity Cherop aus Uganda in 15:03,88 Minuten, Silber gewann in 15:07,91 Minuten die Äthiopierin Shito Gumi. Das Podium komplettierte in neuer Bestzeit von 15:09,08 Minuten die Kenianerin Joyline Chepkemoi. 

Stimmen zum Wettbewerb folgen! 
 

Männliche U20

Kugelstoß

Simon Kunkel Neunter: "Zu wenig riskiert"

Als Neunter war Simon Kunkel (USC Mainz) angereist, als Neunter verließ er das Hayward Field. Kein schlechtes Resultat. Ein wenig Wehmut schwang beim Deutschen U20-Meister dennoch mit. Denn er traf die Kugel nicht so gut wie noch in der Qualifikation. Mit 17,56 Metern fand er schwer in den Wettkampf, auch Stöße auf 18,85 und 18,63 Meter brachten keine Erleichterung. Als Zehnter nach dem dritten Durchgang erhielt er einen vierten Versuch. Und den nutzte er für eine Steigerung auf 19,06 Meter. 

Damit fand sich der Mainzer kurzzeitig auf Rang sechs wieder. Doch prompt konterten Jayden Walcott (Barbados), Chenqi Wu (China) und Stefan Alexandru Ciobano (Rumänien) und verdrängten Simon Kunkel wieder auf Rang neun. So durfte er im fünften und sechsten Versuch nicht mehr mitmischen. In der Qualifikation hatte er am Vormittag noch 19,45 Meter gestoßen. 

Das hätte in einem Finale, in dem sich auch einige Favoriten schwertaten, immerhin zu Platz sechs gereicht. Über Gold jubelte mit neuer Bestleistung von 20,35 Metern der Brasilianer Alessandro Borges vor Si-hoon Park aus Südkorea (20,31 m). Bronze schnappte sich Jaco van Dyk aus Südafrika (19,80 m) mit nur sieben Zentimetern mehr als Yehia Khalid Helmy Mohame Sawaby aus Ägypten. Beide stießen "PB". Der Grieche Aristion Anastasios Papadopoulos, am Vormittag noch Bester der Qualifikation, verabschiedete sich mit drei Ungültigen vorzeitig. Gar nicht erst ins Finale geschafft hatte es der favorisierte US-Amerikaner Omar Hussein. 

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