| Fazit U20-WM

DLV-Talente überzeugen auf Platz sechs der Nationenwertung

© Kai Peters
Am Sonntag ist im legendären Hayward Field von Eugene die U20-WM zu Ende gegangen. Mit drei Medaillen und 18 Top-Acht-Platzierungen konnte das DLV-Team die Erwartungen gemäß Meldeliste übertreffen. Vor allem am letzten Wettkampftag konnten noch einmal einige Talente überzeugen.
Svenja Sapper

Das Beste kam für das deutsche Team bei der U20-WM in Eugene (USA) zum Schluss: Am Sonntag krönte sich Clara Hegemann (LG Stadtwerke München) zur U20-Weltmeisterin im Hammerwurf, Disziplin-Kollegin Nova Kienast (Berlin Athletics) holte Bronze. Zuvor hatte am zweiten Wettkampftag schon Kugelstoßerin Emily Scherf (SC Neubrandenburg) mit Bronze geglänzt. Somit gingen alle drei deutschen Medaillen an Athletinnen aus dem Wurfbereich.

Auch die beste Platzierung in der männlichen U20 ging auf das Konto eines Werfers: Max Baier (TV Fränkisch-Crumbach). Der Hammerwerfer steigerte seine Bestleistung deutlich und landete auf Platz sechs. Damit war er einer von zahlreichen Athletinnen und Athleten, die sich im Vergleich zur Meldeliste verbessern konnten.

Angereist war das DLV-Team mit zwei Top-Drei- und 13 Top-Acht-Platzierungen in der Meldeliste. Drei Medaillen und 18 Top-Acht-Platzierungen ergaben schlussendlich 67 Nationenpunkte, einen mehr als vor zwei Jahren in Lima (Peru). Damit war das DLV-Team auf dem geteilten sechsten Platz gemeinsam mit Großbritannien beste europäische Nation.

Hochklassige Resultate schon im Nachwuchs

In den hochklassigen Wettbewerben von Eugene wurde deutlich, wie stark die Weltelite mittlerweile schon in der U20 ist. Drei U20-Weltrekorde und zahlreiche nationale und kontinentale Rekordmarken sprechen für sich. Umso bemerkenswerter war das Auftreten einiger DLV-Starterinnen und -Starter. Zum Beispiel von 400-Meter-Hürden-Läuferin Rebekka Feirle (LG Östl. Bodenseekreis), die ihre Bestzeit im Halbfinale und Finale um insgesamt eine Sekunde auf 56,39 Sekunden steigerte – die beste Zeit einer deutschen Nachwuchs-Athletin seit dem Jahr 1996.

Auch die Sprinterinnen Emma Goretzka (LAC Berlin) und Lena Anochili (Hamburger SV) sowie Hürdensprinterin Daryl Ndasi (Munich Athletics) überzeugten mit dem Finaleinzug, den auch vier der fünf Staffeln schafften, von denen dann drei in den Top Acht landeten. Die 4x400-Meter-Mixed-Staffel scheiterte in der Vorrunde nur knapp.

Dreispringerin Antonia Bronnert (VfL Löningen) erzielte mit Rang vier das beste Resultat im Sprungbereich. Im Lauf konnten Lera Miller (VfL Löningen) mit Platz sechs über 1.500 Meter und Julia Ehrle (LG farbtex Nordschwarzwald) mit einem achten Platz über 3.000 und einem neunten Platz über 5.000 Meter Akzente setzen. Beste Athletin des Mehrkampfbereichs war die U20-WM-Sechste Maria Schnemilich (1. LAV Rostock).

„Haltet an euren Zielen fest“

Björn Weisheit dankte ausdrücklich dem medizinischen Team mit Dr. Enrico Zessin, Dr. Nicole Hildebrand und fünf Physiotherapeut:innen für die medizinische Betreuung im Precamp und an den fünf Wettkampftagen. Unter anderem die schlechte Luftqualität stellte an den ersten Tagen eine große Herausforderung dar, die das Team jedoch gut bewältigte.

„Ein großer Dank gebührt auch dem Trainerteam“, so Björn Weisheit. „Das schließt sowohl die Nachwuchs- Bundestrainerinnen und -trainer als auch die Heimtrainerinnen und -trainer mit ein, die in der Vorbereitung und Betreuung alle an einem Strang gezogen haben.“ Auch an die Athletinnen und Athleten selbst richtete der Delegationsleiter Worte des Dankes: „Ihr habt leidenschaftlich gekämpft. Vielleicht haben sich nicht all eure Träume erfüllt. Aber Nachwuchsmeisterschaften sind zum Lernen da. Ihr seid die Zukunft der deutschen Leichtathletik – haltet an euren Zielen fest.“

U20-WM 2026 Eugene

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