Wissenswertes aus der Welt der Leichtathletik
Tag drei der Ultimate Championships im Video
In einem 13-minütigen Video hat die ARD-Sportschau den dritten und letzten Tag der Ultimate Championships in Budapest (Ungarn) zusammengefasst. Zu den Highlights aus deutscher Sicht zählten am Sonntag der Deutsche Rekord (47,10 sec, Rekord vorbehaltlich Ratifizierung) über 400 Meter Hürden von Emil Agyekum (SCC Berlin) und der dritte Platz im Speerwurf von Julian Weber (USC Mainz). Aber auch die 200-Meter-Showdowns mit Kenneth Bednarek und Melissa Jefferson-Wooden (beide USA) und die musikalische Show-Einlage von Stabhochsprung-Star Mondo Duplantis (Schweden) kommen nicht zu kurz.
Steve Backley verliert nächsten Rekord
Bei den Europameisterschaften in Birmingham (Großbritannien) hatte Speerwerfer Steve Backley nach 28 Jahren seinen Meisterschaftsrekord abgeben müssen. Julian Weber übertraf mit 90,40 Metern die Marke des Briten, die seit der EM 1998 in Budapest bei 89,72 Metern gestanden hatte. Bis Sonntag markierte dieses Resultat zumindest noch die beste jemals in Ungarn erzielte Weite. Doch mittlerweile ist auch dieser Rekord Geschichte: "Ultimate Champion" Rumesh Pathirage trumpfte bei den Ultimate Championships mit 91,09 Metern auf und holte damit den ersten globale Titel in der Leichtathletik-Geschichte für Sri Lanka.
Historisch starke Leistungen in Budapest
Den zweiten globalen Titel in der Leichtathletik-Geschichte ihres Landes gewann in Budapest Dreispringerin Saly Sarr (Senegal; 15,06 m). 25 Jahre zuvor war Landsfrau Amy Mbacke Thiam Weltmeisterin über 400 Meter geworden. Historisch stark war das 800-Meter-Finale der Männer: Zum erst dritten Mal nach dem Diamond-League-Meeting in Paris (Frankreich) 2024 und dem WM-Finale 2025 in Tokio (Japan) blieben sieben Athleten im selben Rennen unter 1:43,00 Minuten. Das hohe Niveau seiner Disziplin bekommt auch 400-Meter-Hürden-Weltmeister Rai Benjamin zu spüren: Mit 46,17 Sekunden bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio und 46,40 Sekunden bei den Ultimate Championships gehen die zwei stärksten Zeiten der Geschichte, die nicht zum Sieg gereicht haben, auf das Konto des US-Amerikaners. eme/aj
Usain Bolt findet Ultimate Championships "aufregend"
Sprint-Superstar Usain Bolt erhofft sich nach der Premiere der Ultimate Championships Impulse für die Zukunft der Leichtathletik. "Ich halte das für einen guten Schritt, einen ersten Schritt, um die Leichtathletik zum Besseren zu verändern", sagte der achtmalige Olympiasieger aus Jamaika über das neue Wettkampfformat. Immer wieder war 100- und 200-Meter-Weltrekordler Bolt auf der Videowand zu sehen. Der elfmalige Weltmeister schrieb Autogramme, tanzte in der Loge und klatschte Beifall. "Es ist schon aufregend für mich, einfach nur mit den Athleten zusammen zu sein. [...] Ich denke, die Musik spielt eine sehr wichtige Rolle dabei, die Fans bei Laune zu halten und mitzureißen, besonders bei den Sprüngen", befand der 40-Jährige. dpa
U18-Europameisterin beim Finale von "Jugend trainiert"
Am Mittwoch und Donnerstag (16./17. September) steigt in Berlin das Leichtathletik-Bundesfinale von "Jugend trainiert für Olympia und Paralympics". Schulen aus ganz Deutschland wetteifern in der männlichen U18, weiblichen U18 und in der U16, bei der männliche und weibliche Jugend gemeinsam gewertet werden, um den Sieg. Einige U18-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer haben bereits international für Furore gesorgt: Über 100 Meter ist mit Lokalmatadorin Delisha Domingos (TuS Lichterfelde / Sportschule im Olympiapark) die U18-Europameisterin im Hürdensprint mit von der Partie. Die 800 Meter bestreitet Luise Brzoska (Eintracht Frankfurt / Carl-von-Weinberg-Schule), eins der vielversprechendsten deutschen Lauftalente. Im Kugelstoß und Speerwurf starten die Diskuswerfer John-Christian Schochardt (SC Neubrandenburg / Sportgymnasium Neubrandenburg) und Lance Listner (LAC Erdgas Chemnitz / Sportgymnasium Chemnitz), die bei der U18-EM die Plätze drei und vier belegt hatten.
Jemma Reekie und Marco Langon siegen bei "Fifth Avenue Mile"
Die Britin Jemma Reekie und der US-Amerikaner Marco Langon haben am Sonntag bei der prestigeträchtigen, aber nicht bestenlistenfähigen "Fifth Avenue Mile" in New York triumphiert. Reekie gewann mit neuem Streckenrekord von 4:13,9 Minuten vor den US-Amerikanerinnen Josette Andrews (4:16,1 min) und Rachel McArthur (4:17,7 min). Langon hatte in 3:45,0 Minuten knapp vor dem Briten Jake Heyward und dem Australier Adam Spencer (beide 3:45,8 min) die Nase vorn. eme/aj
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