Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre hat am Donnerstagabend in Madrid seine Bestleistung von 5,90 Meter eingestellt. Damit sicherte sich der 27-Jährige den Sieg. Alexander Stepanov kratzte über 800 Meter an seiner Saisonbestleistung.
Das Jahr 2022 war das bisher beste in der Karriere von Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics): Mit 5,90 Metern stellte er bei den Deutschen Meisterschaften seine Bestleistung auf, belegte mit 5,87 Metern den siebten Platz bei der WM in Eugene (USA) und krönte den Sommer mit Silber (5,85 m) bei der Heim-EM in München. An diese Leistungen knüpft der 27-Jährige vier Jahre später wieder an.
Nachdem er schon Ende Juni in Hof 5,82 Meter übersprungen hatte, meisterte der zweimalige Olympiateilnehmer am Donnerstag beim Meeting in Madrid (Spanien) zum zweiten Mal in seiner Karriere 5,90 Meter und das gleich im ersten Anlauf. Erst 5,95 Meter waren im Anschluss zu hoch. Der DLV-Athlet siegte damit vor dem zweimaligen WM-Medaillengewinner Ernest Obiena (Philippinen) und Pedro Buaró (Portugal), die beide 5,85 Meter schafften. Für den Portugiesen bedeutete diese Höhe Landesrekord.
Alexander Stepanov und Katharina Maisch erreichen Rang vier
Als Vierter über 800 Meter lief Alexander Stepanov (VfL Sindelfingen; 1:45,30 min) bis auf knapp zwei Zehntel an seine Saisonbestleistung heran, der Spanier David Barroso (1:44,36 min) feierte einen Heimsieg. Das Rennen der Frauen entschied die Französin Clara Liberman (2:00,16 min) für sich. Jana Becker (Königsteiner LV; 2:02,78 min) kam als Siebte ins Ziel. Über 1.500 Meter belegten Nele Weßel (Königsteiner LV; 4:10,17 min) und Jolanda Kallabis (FT 1844 Freiburg; 4:12,38 min) die Plätze acht und neun, es gewann Mirriam Cherop (Kenia; 4:04,56 min).
Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge) stieß die Vier-Kilo-Kugel auf 18,62 Meter und wurde Vierte, beim Sieg der Schwedin Fanny Roos (19,48 m). Im von Rückenwind geprägten Dreisprung-Wettkampf setzte sich der Italiener Andrea Dallavalle mit windunterstützten (+3,4 m/sec) 17,59 Metern gegen den Dritten der Hallen-WM Yasser Triki (Algerien; 17,50 m; +3,5 m/sec) und den Olympia-Vierten Jaydon Hibbert (Jamaika; 17,44 m; +2,4 m/sec) durch.