| U18-EM 2026

Rieti Tag 4 | Lea Völcker macht deutsches Bronze-Double im Hochsprung perfekt

© Jan Papenfuß
Nach Jan Ungeheuer hat auch Lea Völcker bei der U18-EM in Rieti Bronze im Hochsprung gewonnen. Die 17-Jährige absolvierte einen rundum starken Wettkampf und stellte mit 1,80 Metern ihre Freiluft-Bestleistung ein.
Svenja Sapper

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Wenn der erste Sprung sitzt, dann läuft's bei Lea Völcker (Munich Athletics). Das hatte die 17-Jährige nach der Qualifikation bei der U18-EM in Rieti (Italien) verraten. Und im Finale bestätigte sich das am Samstag. 1,66 Meter, 1,70 Meter und 1,74 Meter nahm die Münchnerin ganz souverän im ersten Versuch. Und mit einer blütenweißen Weste brachte sie sich auch gleich in Position für die Medaillen. Denn 1,74 Meter meisterten im Finale lediglich sechs Springerinnen, nur drei davon ohne Fehlversuch. 

Bei 1,77 Metern wurden dann die Medaillen vergeben. Denn Elina Redon (Frankreich), Laura Catalano (Italien) und Emilia Stuber (Schweiz) schieden aus. Und Lea Völcker? Musste zum ersten Mal in den zweiten Versuch, überquerte die Höhe dann aber sicher. Die Jahresbeste Karina Nizynska aus Polen war schon im ersten Anlauf erfolgreich, die Italienerin Alessandra Bighi zog im dritten nach. Dann wurde die Latte auf 1,80 Meter gelegt. Bei dieser Höhe steht die Freiluft-Bestleistung von Lea Völcker, in der Halle ist sie bereits einen Zentimeter höher gesprungen. 

Wieder blieb Nizynska fehlerfrei, Lea Völcker hatte nach dem zweiten Versuch ebenfalls Grund zum Jubeln. Bighi bewies erneut im dritten Versuch Nervenstärke – und übernahm bei 1,82 Metern sogar die Führung, denn diese Höhe übersprang sie im zweiten Versuch. Für Lea Völcker war die neue Bestmarke knapp zu hoch. So gewann sie wie Disziplinkollege Jan Ungeheuer (TK Grevenbroich) Bronze. Das letzte Wort hatte jedoch die Polin Nizynska, die im dritten Versuch 1,82 Meter schaffte und anschließend als Einzige noch über 1,84 Meter floppte. 

Stimme zum Wettkampf: 

Lea Völcker (Munich Athletics)
Ich habe heute nur einen Einsprung gebraucht, dann haben wir gesagt: Es reicht. Bei der Hitze war es echt anstrengend, aber es hat so Spaß gemacht! Der Druck war enorm groß, es war noch einen Tick schlimmer als in der Quali. Aber ich habe probiert, einen kühlen Kopf zu bewahren und Spaß zu haben. Dass es so gut läuft, hätte ich nicht gedacht. Vielleicht hat die Hitze den anderen mehr zu schaffen gemacht als mir. Ich habe gar nicht auf die anderen geachtet. Die Polin kam irgendwann zu mir und sagte, dass wir nur noch zu dritt sind. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich Dritte bin. Und ich freue mich so sehr, dass ich es geschafft habe, hier im Nationaltrikot bei meinem ersten internationalen Wettkampf eine Medaille zu holen! Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, jetzt hier zu stehen. Am Anfang der Saison lief es noch nicht so gut, aber dann sind wir beim Anlauf einen halben Fuß zurückgegangen, damit ich mehr Speed aufbauen kann und dann einen besseren Steige-Absprung unter der Latte habe. Jetzt rufe ich erst mal meine Eltern an. 

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