| Birmingham 2026

Jean Paul Bredau als Fünfter erneut unter 45 Sekunden

Der deutsche 400-Meter-Läufer Jean Paul Bredau sprintet auf einer blaueb Laufbahn durch die Kurve. © Paul Grünewald
Mit dem besten EM-Ergebnis eines deutschen 400-Meter-Läufers seit 2002 hat Jean Paul Bredau das Finale am Mittwochabend beendet. Als Fünfter in 44,93 Sekunden war der Wolfsburger im Alexander Stadium dicht dran an den Medaillen. Den Sieg sicherte sich zum dritten Mal ein Lokalmatador.
Martin Neumann

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Als der Startschuss für das 400-Meter-Finale am Mittwochabend im Alexander Stadium gefallen war, gab es für Jean Paul Bredau (VfL Wolfsburg) kein Halten mehr. Der EM-Siebte von 2024 ging auf Bahn sechs mutig an und lief zu dem vor ihm laufenden Ungarn Attila Molnar auf. Nur Europarekordler Matthew Hudson-Smith (Großbritannien) war auf der Außenbahn neun schon etwas enteilt. Doch auf der Zielgeraden musste der Deutsche Meister die Konkurrenz im Rennen um die Medaillen ziehen lassen und lief nach 44,93 Sekunden als Fünfter ins Ziel. Für den Wolfsburger war es die drittbeste Zeit seiner Karriere und die vierte überhaupt unter 45 Sekunden.

An der Spitze brachte Matthew Hudson-Smith, nach dem die Tribüne in der Zielkurve benannt wurde, seinen Vorsprung souverän ins Ziel. Mit 44,17 Sekunden sprintete der Brite zu seinem dritten EM-Titel über 400 Meter nach 2018 in Berlin und 2022 in München. Silber schnappte sich Muhammad Kounta mit 44,40 Sekunden, der Franzose hatte im Halbfinale am Dienstag mit 44,38 Sekunden die schnellste Zeit abgeliefert. Mit neuem Landesrekord von 44,41 Sekunden sicherte sich der Niederländer Jonas Phijffers mit einer schnellen Zielgeraden Bronze.

Jean Paul Bredau schaffte mit Rang fünf die beste Platzierung eines deutschen Langsprinters bei Europameisterschaften seit 2002. Damals war Ingo Schultz bei der „Regen-EM“ im Münchner Olympiastadion mit 45,14 Sekunden zu EM-Gold gelaufen. Mit seiner dritten Zeit unter 45 Sekunden in dieser Saison zeigte Jean Paul Bredau deutlich, dass in Zukunft noch stärker mit ihm zu rechnen sein wird.

Stimme zum Wettbewerb:

Jean Paul Bredau (VfL Wolfsburg):
„Die Stimmung war schon krass, als Matthew Hudson-Smith vorgestellt wurde und auf die Zielgerade eingebogen ist. Ich kann mir nichts vorwerfen, denn ich habe zwei gute Rennen unter 45 Sekunden innerhalb von zwei Tagen gemacht. Im Finale bin ich nicht ganz so schnell angegangen als im Vorlauf. Aber die Konkurrenz war stark, speziell auf der Zielgeraden haben sie ihre Stärken ausgespielt. Daran werde ich weiter arbeiten, denn ich habe mir eine gute Basis erarbeitet, um in Zukunft einen weiteren Schritt zu machen. Morgen wird ruhig gemacht, denn am Freitag stehen schon die Staffel-Vorläufe auf dem Programm. Dann geht es für uns um das Finale.“

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