Die erhoffte Medaille hat Robert Farken im 1.500-Meter-Finale verpasst. Auf der Zielgeraden waren andere Mittelstreckler am Samstagabend schneller. Mit 3:37:49 Minuten lief der Leipziger bei einem überraschenden Ausgang des EM-Finals in Birmingham auf Platz neun. Auch der Weltmeister und Europas Nummer eins blieben ohne Medaillen.
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Direkt nach dem Startschuss übernahm Narve Gilje Nordas (Norwegen) die Spitze des 1.500-Meter-Rennens und führte das Feld der zwölf Läufer bis zur finalen Runde an. Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig) hatte sich kurz dahinter in eine gute Ausgangslage gebracht. Doch auf den letzten 200 Metern konnte der Deutsche Rekordhalter dem Top-Speed an der Spitze nicht ganz folgen. Auf der Zielgeraden kämpfte er um jede Position und belegte am Ende mit 3:37:49 Minuten Rang neun.
Das Rennen zeigte einmal wieder, wie dicht die Spitze in Europa zusammenliegt. Denn weder Europas Nummer eins Azeddine Habz (Frankreich; 3;38,15 min) noch der amtierende Weltmeister Issac Nader (Portugal; 3:39,69 min) konnten im Rennen um die Medaillen eingreifen und belegten die Plätze zehn und zwölf.
Ganz anders Stefan Nillessen. Der junge Niederländer zog auf der Zielgeraden auf und davon und sicherte sich mit 3:35,70 Minuten seinen ersten großen Titel.
Über Silber jubelte Samuel Philström (3:36,16 min). Der Schwede war mit der schwächsten Saisonbestzeit der zwölf Läufer ins Finale gegangen. Bronze ging unter dem Jubel der vielen irischen Fans im Alexander Stadium an Andrew Coscoran (3:36,24 min). Damit war das Überraschungspodium perfekt.
Stimme zum Wettbewerb
Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig):
„Ich habe über weite Strecken einen guten Job gemacht. In meiner Position hätte ich gut reagieren oder selbst die Initiative ergreifen können. Die Position habe ich mit dem geringstmöglichen Aufwand verteidigt. Woran es gelegen hat, kann ich noch nicht sagen. Aber ich kann auch mitnehmen, dass ich es in der besten Form meines Lebens an die Startlinie geschafft habe. Es hatten sich alle zwölf Läufer eine Medaillenchance ausgerechnet, mit diesem Podium hätten wohl die wenigsten gerechnet. Für mich ist die Saison noch nicht zu Ende, ich freue mich auf die nächsten Rennen in Zürich und beim ISTAF.“