| 100-Kilometer-WM Ames

Martin Müller läuft bei Hitzeschlacht mit Bestzeit auf Rang 29

Die deutschen Ultraläufer Martin Müller, Felix Weber und Stephan Fruhmann stehen im Nationaldress Arm in Arm nebeneinander. © DLV
Bei sommerlichen Temperaturen hat sich das deutsche Team bei der IAU-Weltmeisterschaft über 100 Kilometer in Ames ordentlich verkauft. Alle drei Starter kamen am Sonntag ins Ziel und belegten im Team Rang neun. Bester Deutscher war Martin Müller, der mit persönlicher Bestzeit von 6:56:38 Stunden auf Platz 29 lief.
ac/mbn

Bei der 100-Kilometer-WM am Sonntag in Ames (Spanien) hat Martin Müller (Hamburg Running) den schwierigen Bedingungen getrotzt. Bei sommerlichen Temperaturen lief er mit 6:56:38 Stunden auf Rang neun. Damit steigerte er seine Qualifikationszeit um zweieinhalb Minuten auf 6:56:38 Stunden. Für den Hamburger war es nach seinem Debüt 2024 in Bangalore erst der zweite internationale Einsatz.

Nicht seinen besten Tag erwischte Felix Weber (SportTrend Ultralaufteam Braunschweig). Der deutsche 24-Stunden-Rekordhalter reiste hochmotiviert an und wollte deutlich mehr, doch im Rennen machten ihm Magenprobleme zu schaffen. In 7:09:02 Stunden wurde er 37. und war mehr als 27 Minuten langsamer als bei seiner Qualifikation in Grünheide (6:41:30 h). „Ich habe ihn noch nie so leiden sehen“, beschrieb Team-Manager André Collet die Leiden des Braunschweigers.

Stephan Fruhmann an seiner Grenze

Stephan Fruhmann (LG Passau) ging das Rennen konservativer an, musste aber ebenfalls Federn lassen und bewegte sich nach eigener Einschätzung bis an oder sogar über sein Limit. Bei seinem internationalen Debüt belegte er in 7:20:47 Stunden Platz 49. Oberstes Ziel war es, alle drei Läufer im Rennen und damit im Ziel zu halten. Das gelang – und bescherte dem deutschen Team am Ende einen beachtlichen neunten Platz von 24 Mannschaften in der Teamwertung.

Für die größte Überraschung des Tages sorgte ein Name, der vor dem Rennen nicht zum engsten Favoritenkreis gezählt wurde: Charlie Lawrence (USA) siegte in 6:09:25 Stunden und ließ damit den amtierenden Weltrekordhalter Aleksandr Sorokin (Litauen; 6:12:41 h) hinter sich. Platz drei ging an den Briten Alex Milne (6:17:50 h). Bei den Frauen setzte sich Courtney Olsen aus den USA in 7:10:31 Stunden durch. Die Japanerin Miho Nakata wurde mit 7:11:57 Stunden nur 86 Sekunden dahinter Zweite. Die Spanierin Gemma Arenas Alcazar (7:17:50 h) gewann Bronze. Deutsche Läuferinnen waren nicht am Start.

Foto: Das deutsche WM-Team mit (v.li) Martin Müller, Felix Weber und Stephan Fruhmann.

Zu den Ergebnissen...

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