München ist der deutsche Bewerber um die Austragung von Olympia. Die bayerische Landeshauptstadt setzte sich in der Abstimmung, die am Samstag bei der Mitgliederversammlung des DOSB durchgeführt wurde, durch.
München ist der Kandidat für eine deutsche Bewerbung um Olympia und Paralympics für 2036, 2040 oder 2044. Die bayerische Landeshauptstadt setzte sich bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) in Baden-Baden im Duell mit Köln-Rhein-Ruhr durch. Das verkündete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an der Seite von DOSB-Chef Thomas Weikert. Die Bewerbung sei "eine Riesenchance für ganz Deutschland", sagte Steinmeier.
"Die Kölner haben es ganz schön spannend und schwer gemacht. Ihr habt uns ganz schön zum Zittern gebracht», sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und betonte: "Danke fürs Vertrauen." Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst war einer der ersten Gratulanten. Auch Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) sprach von einer Zitterpartie und sagte: "Die Freude ist jetzt unendlich."
München hat die Chance, Olympia zum ersten Mal seit den Sommerspielen 1972 wieder nach Deutschland zu holen. Auch damals war München Gastgeber dieses sportlichen Großereignisses. Bei einer Bürgerbefragung im vergangenen Oktober sicherte sich München eine Zwei-Drittel-Mehrheit für die Olympia-Pläne. Neben München und Köln-Rhein-Ruhr hatten auch Hamburg und Berlin Olympia-Pläne geschmiedet. Doch anders als in München und auch in Köln-Rhein-Ruhr stimmte in Hamburg die Mehrheit der Bevölkerung bei einer Bürgerbefragung gegen das Olympia-Konzept. Berlin zog die Bewerbung zwei Tage vor der Abstimmung zurück.
"Ein Fest für unsere gesamte Gesellschaft"
„Herzlichen Glückwunsch, München! Und auch KölnRheinRuhr und Berlin+ sind Gewinner. Uns lagen ausnahmslos großartige Konzepte vor. Alle Bewerber haben hervorragende Voraussetzungen für die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele mitgebracht. Jetzt gilt es, alles dafür zu geben, die Spiele nach Deutschland zu holen und den Sport wieder stärker in unserer Gesellschaft zu verankern“, sagte der DLV-Aufsichtsratsvorsitzende Jochen Schweitzer.
DLV-Vorständin Dr. Kristin Behrens ergänzt: „München, KölnRheinRuhr und Berlin+ haben mit großer Leidenschaft und starken Konzepten gezeigt, dass Deutschland bereit ist für Olympische und Paralympische Spiele. Sie können ein großes Fest für unsere gesamte Gesellschaft werden, Menschen verbinden und gerade für Kinder und Jugendliche neue Begeisterung für Bewegung und Sport wecken – dafür wird sich die Leichtathletik mit ganzem Herzen stark machen.“
Die erste Vorauswahl für die Vergabe der Sommerspiele 2036 soll im März 2027 abgeschlossen sein. Die nächste Phase strategischer Verhandlungen würde dann bis Ende 2028 laufen, ehe in den letzten Monaten bis zur entscheidenden IOC-Session Mitte 2029 nur noch die aussichtsreichsten Kandidaten im Rennen verbleiben.