Wissenswertes aus der Welt der Leichtathletik
Deutsches Trio trifft in Frankfurt auf schnelle Konkurrenz
Erstmals treffen Amanal Petros (Hannover 96), Samuel Fitwi (Silvesterlauf Trier) und Richard Ringer (LC Rehlingen) bei einem City-Marathon aufeinander. Das deutsche Trio muss sich beim Mainova Frankfurt-Marathon am 25. Oktober gegen starke Konkurrenz behaupten. So zählen Benard Biwott (Kenia), der 2024 am Main mit 2:05:54 Stunden triumphierte, und der Äthiopier Andualem Belay mit einer Bestzeit von 2:04:44 Stunden zu den Herausforderern. Bei den Frauen nimmt die deutsche 10.000-Meter-Meisterin Blanka Dörfel (Berlin Athletics) ihren ersten Marathon in Angriff. Die Meldeliste führt Zeineba Yimer mit 2:18:47 Stunden an. Neben der Äthiopierin haben auch Betsy Saina (USA; 2:19:17 h) und Buzunesh Getachew (Äthiopien; 2:19:27 h) die 2:20-Stunden-Marke bereits unterboten.
Europas Leichtathlet des Monats: Robert Farken steht zur Wahl
Straßenlauf-Weltmeister Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig) steht bei European Athletics im September zur Wahl zum „Athlete of the Month“. Seine Konkurrenten sind Halbmarathon-Weltmeister und Europarekordler Andreas Almgren (Schweden), Diskus-Diamond-League-Sieger Kristjan Čeh (Slowenien) sowie die Ultimate-Champions Jakob Ingebrigtsen (Norwegen; 5.000 m) und Gianmarco Tamberi (Italien; Hochsprung). Zur Abstimmung bei European Athletics.
Vor sieben Jahren: Malaika Mihambo springt mit 7,30 Metern zu WM-Gold
Heute vor sieben Jahren, am 6. Oktober 2019, gewann Malaika Mihambo bei der WM in Doha Gold im Weitsprung. Die Europameisterin von 2018 war als Favoritin angereist, nachdem sie in der Freiluftsaison jeden Wettkampf gewonnen hatte. Im Finale geriet sie jedoch zunächst unter Druck: Nach 6,52 Metern im ersten und einem ungültigen zweiten Versuch drohte sogar das Aus vor dem Endkampf der besten Acht. Im dritten Durchgang landete sie dann bei 7,30 Metern und sicherte sich damit den bis dahin größten Erfolg ihrer Karriere. Bis heute ist die Doha-Weite die Bestweite ihrer Karriere. Es folgten die Wahl zur Sportlerin des Jahres 2019, Olympiagold 2021 in Tokio, die Titelverteidigung bei der WM 2022 in Eugene, Olympiasilber und ein zweiter EM-Titel 2024 sowie WM-Silber 2025.
Sechs Konkurrenten für Münchner Olympiabewerbung 2036
Im Rennen um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036 muss der deutsche Kandidat München ein halbes Dutzend Mitbewerber ausstechen. Als aktuelle Rivalen im Vergabeverfahren nannte das Internationale Olympische Komitee Katar, Indien, Südkorea, Ungarn, die Türkei und Südafrika. Bei einem Zuschlag für einen der asiatischen Interessenten oder Südafrika würde die bayerische Landeshauptstadt für 2040 und 2044 erneut Anlauf nehmen. Als nächsten Schritt wird das IOC nächstes Jahr im März entscheiden, welcher der Bewerber in die zweite Phase des Vergabeprozesses einzieht, den sogenannten „Strategischen Dialog“. Vergeben werden Olympia und Paralympics 2036 bei einer Generalversammlung Mitte 2029. dpa
Para-Sport: Max Marzillier ist „Sporthilfe Juniorsportler des Jahres
Para-Leichtathlet Max Marzillier (BPRSV; Foto in der Bildergalerie) ist „Sporthilfe Juniorsportler des Jahres“ in der Kategorie Para-Sport. Der 25-Jährige sprintete bei der Para-Leichtathletik-WM in Neu-Delhi (Indien) mit einem fulminanten Schlussspurt zum Titel über 400 Meter in der Startklasse T13 für Athleten mit Sehbehinderung. Die Ehrung der Sporthilfe kommt für den Brandenburger dennoch überraschend: „Die Auszeichnung bedeutet mir unglaublich viel und ist eine tolle Wertschätzung.“ Besonders wichtig ist Max Marzillier die Strahlkraft der Ehrung über seinen sportlichen Erfolg hinaus. „Als Athlet wünsche ich mir, dass mehr Menschen wahrnehmen, welche Leistungen wir erbringen und dass diese Leistungen genauso Aufmerksamkeit verdienen wie die von olympischen Sportlerinnen und Sportlern“, sagte der Weltmeister. pm
Kandidaten für Welt-Leichtathleten des Jahres nominiert
World Athletics hat die je zehn Nominierten für die Wahl zum Welt-Leichtathleten des Jahres bekanntgegeben. Bei den Männern stehen unter anderem Sabastian Sawe (Kenia), der in London als erster Mann einen rekordkonformen Marathon unter zwei Stunden lief (1:59:30 h), Stabhochsprung-Weltrekordler Mondo Duplantis (Schweden, 6,31 m) und Meilen-Weltrekordler Josh Kerr (Großbritannien; 3:42,66 min) auf der Liste. Bei den Frauen sind unter anderem Hürdensprint-Weltrekordlerin Masai Russell (USA; 12,09 sec), Geherin María Pérez (Spanien) und die Schweizer 800-Meter-Läuferin Audrey Werro nominiert, die den Titel bei der Ultimate Championship gewann. Die Abstimmung läuft bis 17. Oktober, die Sieger werden am 29. November bei den World Athletics Awards in Monaco gekürt. Auch das Votum der Fans fließt bei der Abstimmung ein.
Kommission empfiehlt Michael Mronz als DOSB-Präsidentschaftskandidat
IOC-Mitglied Michael Mronz soll auf Empfehlung einer Findungskommission als Nachfolger von Thomas Weikert als neuer Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds kandidieren. „Die Spitzenverbände und die Landessportbünde haben diesen Vorschlag beraten und sich darauf verständigt, ihre Beratungen nach Ablauf der Bewerbungsfrist am 30. Oktober 2026 fortzusetzen“, hieß es in einer Mitteilung. Eine Verständigung auf einen gemeinsamen Kandidaten sei damit aber nicht verbunden, hieß es weiter. dpa
Bashir Abdi sagt nach Wadenverletzung Start beim Chicago-Marathon ab
Bashir Abdi wird am Sonntag nicht beim Chicago-Marathon an den Start gehen. Der belgische Europarekordhalter zog sich in der letzten Trainingsphase im Höhentrainingslager in Flagstaff (USA) einen kleinen Muskelfaserriss in der Wade zu. „Enttäuschend nach Monaten der Vorbereitung, aber die Genesung hat Vorrang“, schrieb Abdi auf X. Nun gelte es, die Verletzung auszukurieren und sich auf das nächste Ziel zu konzentrieren. Welcher Wettkampf das sein wird, ließ er offen. eme/aj
Paris-Marathon: 166.000 Anmeldungen für die Startplatz-Lotterie
Der Andrang ist enorm: Innerhalb von drei Wochen haben sich 166.000 Menschen für die Lotterie um einen Startplatz beim Paris-Marathon 2027 registriert, wie die französische Sportzeitung L’Équipe berichtet. Während große Rennen wie New York oder London ihre Plätze schon lange per Losverfahren vergeben, ist es für Paris eine Premiere in der 50-jährigen Geschichte des Laufs. Der Marathon findet am 4. April 2027 statt. eme/aj
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