Wissenswertes aus der Welt der Leichtathletik
Nur ein Mann vor Julia Ehrle bei Trailrennen in Zell
Bahn, Straße, Gelände: Kein Untergrund ist vor Lauf-Talent Julia Ehrle (LG Farbtex Nordschwarzwald) sicher. Das bewies die 19-Jährige am Sonntag beim Trailrennen in Zell am Hammersbach. Das Frauen-Rennen über 10,3 Kilometer mit 390 Höhenmetern entschied die U20-Berglaufeuropameisterin mit 45:07 Minuten souverän für sich. Nur Männersieger Dominik Haberstroh (SV Waldkirch; 44:45 min) war vor Julia Ehrle im Ziel.
Hummel, Kolbe und Linke für Frankfurter Sportgala nominiert
Drei Leichtathletinnen und Leichtathleten von Eintracht Frankfurt stehen bei der Sportgala zur Wahl als „Frankfurter Sportler bzw. Sportlerin des Jahres“. Hammerwerfer Merlin Hummel wurde in dieser Saison Deutscher Meister, Vize-Europameister und Ultimate Champion. 800-Meter-Läuferin Smilla Kolbe holte ebenfalls den DM-Titel und steigerte bei der EM ihre Bestzeit auf 1:57,80 Minuten. Geher Christopher Linke steigerte als EM-Achter den Deutschen Rekord auf 3:02:58 Stunden. Abgestimmt werden kann bis zum 8. November, die Ehrung folgt am 21. November. Zur Abstimmung.
Tessa Lange zum zweiten Mal Gehörlosen-Juniorsportlerin
Sprinterin Tessa Lange (SC Potsdam) ist „Sporthilfe Juniorsportlerin“ 2026 in der Kategorie Gehörlosensport. Die 21-Jährige wird nach 2023 bereits zum zweiten Mal ausgezeichnet, ausschlaggebend waren ihre vier Medaillen bei den Deaflympics in Tokio: Gold mit der 4x100-Meter-Staffel, Silber über 200 Meter und mit der 4x400-Meter-Staffel sowie Bronze über 100 Meter. „Diese Anerkennung motiviert mich zusätzlich“, sagt Lange, die bei den Deaflympics 2029 in Athen Gold über 100 und 200 Meter anpeilt. Die Verleihung findet am Donnerstag in Köln statt. pm
European Athletics kürt die Saison-Höhepunkte
European Athletics hat zehn herausragende Momente der Freiluftsaison 2026 ausgewählt. Dazu zählen der Sieg der Schweizerin Audrey Werro beim Diamond-League-Meeting in Stockholm, wo sie mit 1:53,98 Minuten über 800 Meter die erste von drei Zeiten unter 1:54 Minuten in diesem Sommer lief, und das Stabhochsprung-Duell zwischen Armand Duplantis (Schweden) und Emmanouil Karalis (Griechenland) in Zürich, das der Schwede mit 6,25 zu 6,20 Metern für sich entschied. Ebenfalls auf der Liste stehen Kugelstoß-Europameisterin Jessica Schilder (Niederlande) mit ihrer Steigerung auf 21,09 Meter in Xiamen, der Weltrekord des Briten Josh Kerr über die Meile (3:42,66 min) in London sowie das knappe Finale im Weitsprung der Frauen bei den Europameisterschaften. Zu den Top 10.
Medaillen der Hallen-EM 2027 vorgestellt
European Athletics hat die Medaillen für die Hallen-EM in Valencia (4. bis 7. März 2027) veröffentlicht. Das Design greift Farben, Strukturen und Tradition der Seidenstoffe auf, aus denen die Trachten der valencianischen Falleras für das dortige Frühlingsfest gefertigt werden. Zentrales Element ist ein großes V, das die Medaille diagonal durchzieht. Es steht für „Victory“, den Sieg als Ziel aller Athletinnen und Athleten, und für die spanische Gastgeberstadt Valencia. Zu den Medaillen.
Rückblick auf Naoko Takahashis Marathon-Meilenstein
Vor 25 Jahren lief Naoko Takahashi in Berlin als erste Frau einen Marathon unter 2:20 Stunden. Am 30. September 2001 überquerte die Japanerin nach 2:19:46 Stunden die Ziellinie und unterbot die Weltbestzeit von Tegla Loroupe um 57 Sekunden. „Ich bin niemand Besonderes“, sagte die damals 29 Jahre alte Olympiasiegerin von Sydney gegenüber World Athletics und ergänzte: „Ich habe mich nur gut vorbereitet.“ Dazu gehörten vier Monate Höhentraining in Boulder (USA) mit Läufen über bis zu 80 Kilometer. Die Bestzeit hielt allerdings nur sieben Tage: Catherine Ndereba (Kenia) lief in Chicago 2:18:47 Stunden. Naoko Takahashi gewann 2002 ein zweites Mal in Berlin, wurde danach von Verletzungen gebremst und beendete 2008 ihre Karriere. Zur gesamten Story von World Athletics.
Die Flash-News werden fortlaufend aktualisiert.
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