Der München-Marathon lockte am Sonntag so viele Teilnehmende wie noch nie in die bayrische Hauptstadt. Einen deutschen Dreifach-Sieg feierten dabei die Frauen über 41,195 Kilometer. Wie bereits im Vorjahr lief Nina Reuters als Erste ins Ziel ein. Bei den Männern war es der Äthiopier Alazar Terefa, der mit einem klaren Vorsprung gewann.
München wurde am Sonntag zur Laufmetropole. Im Rahmen des München-Marathons waren über alle Strecken hinweg insgesamt 40.000 Starterinnen und Starter in der bayrischen Hauptstadt unterwegs, allein die 42,195 Kilometer absolvierten etwa 12.300 Teilnehmende. Bei trockenem, aber herbstlich grauem Wetter um die zehn Grad fiel um neun Uhr der Startschuss für die Marathon-Distanz.
Einen Favoritensieg gab es schließlich im Frauenrennen, das von gleich sieben deutschen Läuferinnen dominiert wurde. Vom Start weg an der Spitze dabei, präsentierte die Vorjahressiegerin Nina Reuter (Frankfurt Athletics) souverän ihr läuferisches Vermögen und überquerte die Ziellinie nach 2:32:01 Stunden erneut als Erste. Mit einem Tempo von 3:34 min/km über die ersten fünf Kilometer ins Rennen gegangen, passierte sie die Halbmarathon-Marke nach 01:15:08 Stunden und pendelte sich im weiteren Rennverlauf bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 3:39 min/km ein.
Zwar blieb die 27-Jährige in 2:32:01 Stunden am Ende knapp hinter ihrem Ergebnis von 2025 (2:31:33 h) sowie der von ihr im im Sommer in Frankfurt aufgestellten Bestzeit von 2:29:30 Stunden, den Sieg konnte ihr aber keine ihrer Konkurrentinnen strittig machen. In 2:3717 Stunden folgte EM-Starterin Katharina Saathoff (Braunschweiger Laufclub), Platz drei ging an Kirsten De Baey-Ruzin (Munich Athletics; 02:39:18 h).
Alazar Terefa gewinnt souverän
Bei den Männern war es ebenfalls der Favorit, der das Rennen bestimmte und sich über die Marathon-Distanz den Sieg in München holte. In 2:10:51 Stunden reichte es für den Äthiopier Alazar Terefa zwar nicht zum 2022 vom Kenianer Philimon Kipchumba aufgestellten Streckenrekord (2:07:28 h), doch seine Grund zur Freude gab es dennoch gleich doppelt. So ging der 21-Jährige nicht nur als Sieger hervor, sondern verbesserte auch seine Bestzeit um eine Minute.
Bis Kilometer 35 bewegte sich seine Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 2:58 und 03:08 min/km, erst auf den letzten zehn Kilometern konnte er die Pace nicht mehr halten und musste der Tempoverschärfung zur Hälfte des Rennens Tribute zollen. Platz zwei sicherte sich der Kenianer Hosea Tuwei (2:15:03 h) vor Gebre Melsea Mulu (2:24:46 h) aus Äthiopien. Schnellster Deutscher war Oliver Tzschoppe (2:29:44 h) vom LG Erlangen, der auf Rang sieben lief.
Niklas Buchholz über 10 Kilometer auf Rang zwei
Im Halbmarathon ging die schnellste Zeit in München an den schwedischen Meister Emil Millán de la Oliva. In 63:23 Minuten sicherte er sich den Sieg vor Hannes Burger (Düsseldorf Athletics), der mit 64:58 Minuten Bestzeit lief. Platz drei ging an den Deutschen Marathon-Meister und EM-Starter von Birmingham Tom Thurley (Munich Athletics; 65:33 min). Bei den Frauen ging der Sieg über die 21,0975 Kilometer an Kathrine Hojgaard aus Dänemark. In 78:03 Minuten setzte sie sich vor den beiden deutschen Läuferinnen Laura Schön (Top4Running; 82:05 min) und Lena Ritzel (HLG Allgäu; 81:13 min) durch.
Über 10 Kilometer entschied der Belgier Sander Vercauteren das Rennen in 29:13 Minuten für sich. Auf Platz zwei lief der EM-Finalist über 3.000 Meter Hindernis Niklas Buchholz (Franconia Athletics; 29:29 min), Dritter wurde Simon Bong (Laufteam Hamburg; 31:17 min). Das Podium der Frauen wurde von der Österreicherin Lisa Redlinger (31:46 min) angeführt, gefolgt von der Tschechin Tereza Hrochová (Munich Athletics; 32:47 min) und Julie Voet aus Belgien.
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