| Berglauf

Zwei Rennen, zwei Siege: Nina Engelhard dominiert Weltcup-Finale in Québec

Berglauf-Weltmeisterin Nina Engelhard hält strahlend eine Deutschlandfahne hinter sich ausgebreitet. Sie trägt die gelbe Jacke der Nationalmannschaft, im Hintergrund ist nur Nebel zu sehen. © Johannes Überbacher
Nina Engelhard hat beim Weltcup-Finale im Berglauf am Wochenende in Québec ihre Rückkehr in die Weltspitze eindrucksvoll gefeiert. Die Weltmeisterin gewann am Samstag das Uphill-Rennen von der Spitze weg und legte am Sonntag im Classic-Rennen mit mehr als drei Minuten Vorsprung nach.
mbn

Nach einer von Verletzungen geprägten Saison hat sich Nina Engelhard (PSV Grün-Weiß Kassel) beim Défi des Couleurs in Québec (Kanada), dem Abschluss des WMRA-Weltcups 2026, wieder in Topform präsentiert und einen Doppelsieg gefeiert. Das Uphill-Rennen am Samstag über 5 Kilometer startete an den Jean-Larose-Fällen. Nach einem flachen Auftakt folgte ein Anstieg von gut drei Kilometern durch die Skipisten bis zum Gipfel des Mont-Sainte-Anne nach rund 800 Höhenmetern. Die amtierende Uphill-Weltmeisterin setzte sich sofort an die Spitze. Schon nach zwei Kilometern hatte sie eine Lücke zur Verfolgergruppe gerissen. 

Die Verfolgerinnen um Kirsty Skye Dickson (Großbritannien) und die Kanadierin Elisa Morin konnten ihr Tempo nicht mitgehen. Auf dem gut drei Kilometer langen Anstieg zum Gipfel des Mont-Sainte-Anne baute Nina Engelhard den Vorsprung immer weiter aus und siegte in 31:43 Minuten. Kirsty Skye Dickson (33:32 min) lag 1:49 Minuten zurück, Erin Moyer (USA; 33:44 min) wurde Dritte.

Zweiter Sieg mit mehr als drei Minuten Vorsprung

Im Classic-Rennen über elf Kilometer mit Auf- und Abstiegen und etwa 800 Höhenmetern am Sonntag bot sich ein ähnliches Bild. Nina Engelhard ging erneut früh in Führung und lag bereits am ersten Gipfel mehr als eine Minute vorn und baute die Führung im Anschluss weiter deutlich aus. In 1:20:34 Stunden siegte sie 3:11 Minuten vor der Kenianerin Joyce Muthoni Njeru (1:23:45 h), Nelie Clement (Frankreich) folgte sechs Sekunden dahinter auf Rang drei, Erin Moyer wurde in 1:27:11 Stunden Fünfte.

Mit ihrem zweiten Platz am Sonntag zog Joyce Muthoni Njeru im Gesamtweltcup mit ihrer Landsfrau Ruth Gitonga gleich (je 384 pt). Ruth Gitonga, die wegen Visaproblemen nicht nach Kanada reisen konnte, gewann dennoch dank mehr Saisonsiegen die Gesamtwertung. Bei den Männern verteidigte Philemon Kiriago (Kenia) mit dem Classic-Sieg in 1:11:24 Stunden seinen Gesamttitel. Im Uphill-Rennen war er nur Vierter geworden. Dort siegte überraschend der US-Amerikaner Meikal Beaudoin Rousseau (28:55 min). Zu den Ergebnissen.

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