| DLV CoachSummit 2026

Rund 400 Trainerinnen und Trainer bei Premiere in München

Sprint-Trainer David Corell sitzt im Trainingslager vor der EM 2026 mit einem Tablet auf dem Kunstrasen und bespricht mit der 4x100-Meter-Staffel eine Videoanalyse. Links sitzt Chelsea Kadiri, rechts hockt Gina Lückenkemper mit Sonnenbrille, von hinten beugt sich Trainer Alexander John mit Basecap über die Gruppe. Im Hintergrund stehen weitere Sprinterinnen in deutschen Trikots. © Stefan Mayer
Drei Tage, mehr als 40 Sessions, rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und nationale wie internationale Expertise: Von Freitag bis Sonntag feiert der DLV CoachSummit an der Technischen Universität München Premiere. Erstmals führt der Deutsche Leichtathletik-Verband seine verschiedenen Disziplinblöcke in einer zentralen Fortbildungsveranstaltung zusammen. Im Mittelpunkt stehen Wissenstransfer, Trainingspraxis, wissenschaftliche Erkenntnisse – und vor allem der Austausch innerhalb der Trainer-Community.
Redaktion

Wenn sich am Freitag (30. Oktober) die Türen zum DLV CoachSummit 2026 öffnen, kommen in München für drei Tage Trainerinnen und Trainer aus nahezu allen Bereichen der Leichtathletik zusammen: Bundes-, Bundesstützpunkt- und Landestrainer treffen auf Heim-, Vereins- und Nachwuchstrainer, Wissenschaftler und weitere Experten aus dem Leistungssport.

Damit ist der CoachSummit nicht nur eine der größten Trainerveranstaltungen des DLV, sondern auch der Start eines neuen Fortbildungskonzepts. Sprint und Hürden, Lauf und Gehen, Sprung, Wurf und Stoß sowie Mehrkampf: Fortbildungen wurden bisher häufig innerhalb der jeweiligen Disziplinbereiche organisiert. Der CoachSummit führt diese Perspektiven nun bewusst zusammen.

Disziplinübergreifenden Austausch fördern

Denn bei aller Spezialisierung beschäftigen viele Themen Trainer über Disziplingrenzen hinweg: Wie entwickelt sich Kraft langfristig? Welche Rolle spielen Schnelligkeit und Athletik? Wie lassen sich Belastung und Regeneration steuern? Welche Erkenntnisse aus Diagnostik und Wissenschaft sind für die tägliche Trainingspraxis relevant? Und wie gelingt es, Athletinnen und Athleten nicht nur sportlich, sondern auch persönlich in ihrer Entwicklung zu begleiten?

Erfahrungen aus Sprint und Sprung können Impulse für andere Disziplinen liefern, Erkenntnisse aus dem Ausdauerbereich neue Fragen an die Belastungssteuerung anderer Trainingsgruppen stellen.

Wissenschaft, Trainingslehre und Praxis verbinden

Ein Schwerpunkt des Programms liegt auf dem Transfer. Wissenschaftliche Erkenntnisse allein verändern noch kein Training. Entscheidend ist, wie sie eingeordnet, vermittelt und in konkrete Trainingsentscheidungen übersetzt werden. Genau hier setzt der CoachSummit an: Wissenschaftler treffen auf Trainer, trainingswissenschaftliche Erkenntnisse auf praktische Erfahrungen aus dem internationalen Spitzensport.

In mehr als 40 Vorträgen, Workshops, Praxiseinheiten und Diskussionsformaten greifen rund 30 Referentinnen und Referenten aktuelle Fragen aus Trainingslehre, Coaching, Leistungsdiagnostik, Athletik, Regeneration und langfristiger Leistungsentwicklung auf. Der Anspruch: Die Inhalte sollen nicht im Hörsaal enden, sondern Diskussionen auslösen und dort ankommen, wo sie Wirkung entfalten – im täglichen Training.

Internationale Expertise in München

Unter den Referentinnen und Referenten sind unter anderem Experten aus Großbritannien, Frankreich und Schweden, die ihre Erfahrungen aus Wissenschaft und Hochleistungssport einbringen. Beispielsweise ist mit Trevor Painter und Jenny Meadows das Trainer-Duo der britischen 800-Meter-Olympiasiegerin Keely Hodgkinson in München vertreten. Auch Trainerinnen und Trainer, Fachkräfte und Vertreter aus Österreich, der Schweiz und Italien reisen nach München und machen den CoachSummit zu einer Plattform für grenzüberschreitenden fachlichen Austausch.

Das neue Format verfolgt auch einen organisatorischen Ansatz: Statt zahlreiche kleinere Fortbildungen über das Jahr und verschiedene Standorte zu verteilen, werden Ressourcen und Termine an einem Wochenende und an einem Ort gebündelt. Das spart Wege – für den Verband ebenso wie für Trainerinnen und Trainer, deren Kalender durch Training, Wettkämpfe, Lehrgänge und Beruf ohnehin stark gefüllt sind.

DLV CoachSummit künftig alle zwei Jahre

Gleichzeitig entsteht eine Dichte an Themen und Expertise, die einzelne disziplinspezifische Veranstaltungen kaum bieten können. Der DLV CoachSummit soll deshalb künftig im Zweijahresrhythmus die zentrale Plattform der Trainer-A-Fortbildung bilden. Gespräche zwischen den Sessions und der gemeinsame Trainerabend am Samstag sind bewusst Teil des Konzepts.

Denn Trainerentwicklung findet nicht nur im Vortrag statt, sondern auch dort, wo Erfahrungen geteilt, Positionen diskutiert und Kontakte geknüpft werden. Der CoachSummit möchte deshalb nicht nur Wissen vermitteln, sondern eine Trainer-Community zusammenbringen, die über Disziplinen, Standorte und Funktionen hinweg im Austausch steht. Geplant ist außerdem, nahezu alle Vorträge, Diskussionen und Praxiseinheiten aufzuzeichnen und digital aufzubereiten. So können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch Inhalte nachträglich ansehen, die sie wegen des umfangreichen Parallelprogramms vor Ort verpasst haben. So wird aus drei Tagen CoachSummit eine dauerhaft nutzbare Wissensressource.

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