| New-York-Marathon

Fabienne Königstein Zehnte, Andreas Almgren brilliert bei Debüt

Fabienne Königstein läuft im gelben Deutschland-Trikot bei der EM 2026 in Birmingham über eine Straße, im Hintergrund stehen Bäume und ein historisches Gebäude. © Jan Papenfuß
Der New-York-Marathon am Sonntag war an Spannung kaum zu übertreffen. Beim Rennen ohne Tempomacher fielen die Entscheidungen um den Sieg erst auf den letzten Metern. Fabienne Königstein lief ein taktisch kluges Rennen und sicherte sich den angepeilten Top-10-Platz, während Andreas Almgren ein grandioses Marathon-Debüt hinlegte und zum prestigertächtigen Sieg lief.
Martin Neumann

Fabienne Königstein (Hannover 96) hat den New-York-Marathon auf Rang zehn beendet. Die 33-Jährige beendete den Marathon-Klassiker am Sonntag, der traditionell ohne Tempomacher über die Bühne geht, im Central Park nach 2:28:49 Stunden. Nach einem ruhigen Beginn wurde das Tempo im Rennverlauf deutlich schneller. Vor der 20-Kilometer-Marke setzte sich eine Gruppe von elf Läuferinnen ab, zu der Fabienne Königstein nicht mehr zählte.

Die Hannoveranerin lief im Anschluss viele Kilometer zusammen mit der Italienerin Giovanna Epis auf den Plätzen 15 und 16. Gemeinsam machten sie auf den finalen Kilometern Platz um Platz gut. Im Central Park hatte sich Fabienne Königstein bis auf Rang zehn nach vorn gearbeitet und sicherte sich mit 2:28:49 Stunden den angepeilten Top-10-Platz. Giovanna Epis folgte sechs Sekunden später auf Rang elf.  Vor Fabienne Königstein hatte es Sabrina Mockenhaupt als Siebte vor 13 Jahren letztmals unter die ersten Zehn in New York geschafft.

Entscheidung im Central Park

An der Spitze setzte sich etwa fünf Kilometer vor dem Ziel ein Führungsduo ab: Sheila Chepkirui und Hellen Obiri. Die beiden Kenianerinnen liefen auf den folgenden Kilometern einen Vorsprung heraus. Lediglich die US-Lokalmatadorin Jessica McClain ließ sich nicht abschütteln. Bei der 40-Kilometer-Marke lag sie nur vier Sekunden hinter dem Spitzenduo.

Die Entscheidung um den prestigeträchtigen Sieg fiel erst auf den letzten 300 Metern. Sheila Chepkirui konterte den Antritt von Hellen Obiri und siegte nach 2024 erneut in New York. Mit 2:24:36 Stunden hatte sie sechs Sekunden Vorsprung auf Jessica McClain, die Vorjahressiegerin Hellen Obiri (2:24:43 h) noch wenige Schritte vor dem Zielstrich abfing. Die zweimalige Weltmeisterin Edna Kiplagat, die in wenigen Wochen 47 Jahre alt wird, lief mit 2:25:42 Stunden auf Rang fünf.

Andreas Almgren zieht auf und davon

Auch bei den Männern wurde die entscheidende Attacke erst auf den letzten Kilometern gesetzt. Zwar „testeten“ einige Läufer schon auf der ersten Streckenhälfte die Form der Konkurrenz. Doch entscheidend absetzen konnte sich kein Läufer. So lagen bei Kilometer 30 noch 17 Läufer gemeinsam an der Spitze und nahmen Kurs auf eine Endzeit von etwa 2:07 Stunden.

Erst kurz vor der 40-Kilometer-Marke konnte sich ein Trio absetzen: Titelverteidiger Benson Kipruto (Kenia), Debütant Andreas Almgren (Schweden) und Paris-Sieger Yemaneberhan Crippa (Italien). Zunächst konnte Benson Kipruto der enormen Tempoverschärfung des europäischen Duos nicht mehr folgen, auf dem letzten Kilometer musste auch Yemaneberhan Crippa abreißen lassen. So lief Halbmarathon-Weltmeister Andreas Almgren nach 2:06:01 Stunden bei seinem Debüt als gefeierter Sieger ins Ziel.

2.000 Trainingskilometer vor dem Debüt

Der Schwede hatte in seiner Zehn-Wochen-Vorbereitung nach der EM in Birmingham insgesamt 2.006 Trainingskilometer in der Höhe absolviert und bewies damit eindrucksvoll, dass er zu den vielseitigsten Läufern der Welt zählt. Der 31-Jährige gewann dieses Jahr nicht nur Gold bei der Halbmarathon-WM und bei der EM in Birmingham über 10.000 Meter, sondern hält auch die Europarekorde über 5.000 Meter, 10 Kilometer und Halbmarathon. Nach seinem historischen Debüt dürften für ihn in Zukunft Marathon-Rennen auf schnelleren Strecken als der New Yorker auf der Tagesordnung stehen.

Auch beim zweitplatzierten Yemaneberhan Crippa kannte der Jubel im Ziel keine Grenzen. Mit 2:06:14 Stunden feierte der Italiener den größten Erfolg seiner Karriere. Wenige Meter vor dem Ziel fing Kamohelo Mofolo (Lesotho) Titelverteidiger Benson Kipruto noch ab und belohnte sich an seinem 21. Geburtstag mit Rang drei. Nach 2:06:26 Stunden lag er eine Sekunde vor dem Kenianer, was ihm 40.000 US-Dollar statt 25.000 US-Dollar Preisgeld sicherte. Beide Sieger wurden in New York mit einem Preisgeld von jeweils 100.000 US-Dollar belohnt.

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik...

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