Neue Perspektiven, wertvolle Begegnungen und jede Menge fachlicher Input: Der erste DLV CoachSummit in München hat Trainerinnen und Trainer aus ganz Deutschland und dem Ausland zusammengebracht. Rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Premiere, um sich über aktuelle Entwicklungen im Leistungssport auszutauschen und Impulse für die eigene Trainingsarbeit mitzunehmen.
Was passiert, wenn Sprinttrainer mit Mehrkampfexperten diskutieren, wissenschaftliche Erkenntnisse auf langjährige Trainingspraxis treffen und internationale Spitzen-Coaches ihre Erfahrungen teilen? Beim DLV CoachSummit 2026 an der Technischen Universität München wurde genau dieser Austausch zum zentralen Erlebnis.
Vom 30. Oktober bis 1. November bot die Premiere mit mehr als 40 Sessions ein vielfältiges Programm. In Vorträgen, Workshops, Praxiseinheiten und Diskussionen ging es um Trainingslehre, Leistungsdiagnostik, Athletik, Regeneration und die langfristige Entwicklung von Athletinnen und Athleten. Neben der fachlichen Weiterbildung stand vor allem das persönliche Miteinander im Mittelpunkt.
„Die Premiere des CoachSummit war ein gelungener Start, mit dem wir neue Wege gegangen sind. Wir wollen diese Plattform für Austausch und gemeinsames Lernen stärken und künftig noch internationaler gestalten. Auch mit Blick auf die WM 2031 in München liegt darin eine große Chance, Trainerinnen und Trainer stärker zu vernetzen und in ihrer Arbeit zu unterstützen“, sagt DLV-Vorständin Dr. Kristin Behrens. „Herzlichen Dank an alle, die diese Premiere möglich gemacht haben – insbesondere an unsere Gastgeberin, die TU München.“
Neue Perspektiven für die tägliche Trainingsarbeit
Eine Stärke des Formats lag darin, unterschiedliche Disziplinen und Trainerperspektiven miteinander zu verbinden. Bundes-, Bundesstützpunkt-, Landes- und Vereinstrainerinnen und -trainer kamen miteinander ins Gespräch. Dabei entstanden neue Blickwinkel auf Fragestellungen, die weit über einzelne Disziplinen hinausgehen – von der Belastungssteuerung bis zur Athletik-Entwicklung.
„Der erste CoachSummit war extrem wertvoll und hatte wirklich viele großartige Programmpunkte“, sagt Lauf-Bundestrainerin Isabell Baumann und scherzt: „Ich hätte es noch besser gefunden, wenn es weniger parallele Sessions gegeben hätte – dann hätte ich noch mehr Veranstaltungen besuchen können.“
Wissen teilen, Trainer-Community stärken
Zu den Referierenden gehörten unter anderem Trevor Painter und Jenny Meadows, das Trainer-Duo der britischen 800-Meter-Olympiasiegerin Keely Hodgkinson und der britischen 1.500-Meter-Europameisterin und Hallen-Weltmeisterin Georgia Hunter Bell. Sie teilten ihre Erfahrungen aus dem internationalen Spitzensport und gaben Impulse für die Arbeit auf und neben der Laufbahn.
Für Michael Siegel, Leiter der DLV-Akademie, war der disziplinübergreifende Austausch ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts: „Im Mittelpunkt stehen Wissenstransfer, Trainingspraxis, wissenschaftliche Erkenntnisse – und vor allem der Austausch innerhalb der Trainer-Community.“ Nun gehe es darum, die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auszuwerten und das Format weiter zu verbessern. Darüber hinaus werden die Inhalte der Veranstaltung digital aufbereitet, damit die Vorträge, Diskussionen und Praxiseinheiten auch nach dem Wochenende genutzt werden können.
Foto: Nicht nur in den Hörsälen der TU München, sondern auch in der Leichtathletikhalle bei Praxis-Workshops wurde beim CoachSummit in München Wissen weitergegeben und ausgetauscht.