Die deutschen Masters-Leichtathlet:innen haben am vierten Tag der Weltmeisterschaften in Daegu (Südkorea; 22. August bis 3. September) vier WM-Titel sowie vier Silber- und vier Bronzemedaillen gefeiert. Iris Opitz bestätigte ihre brillante Form der letzten Wochen und krönte sie mit dem WM-Titel über 100 Meter der W60.
Den ersten deutschen WM-Titel des Tages gab es am Vormittag im Gyeongsan Civic-Stadium zu feiern. Mareike Ressing (TSV Penzberg) gestaltete ihr 5.000-Meter-Rennen taktisch sehr gut. Sie ging gleich zu Beginn den flotten Start der Kenianerin Lewnida Agatha Opiyo mit, so dass beide schnell einen deutlichen Vorsprung auf das Feld hatten. Zwar setzte sich die Kenianerin zunächst von Mareike Ressing ab. Doch ab Kilometer vier begann ihre Aufholjagd, 250 Meter vor dem Ziel zog die Deutsche schließlich vorbei und lief den Sieg in 19:34,54 Minuten ins Ziel.
Im Hauptstadion Daegu Stadium feierte Martina Meissner (LAC Essingen) im Siebenkampf der W45 einen deutlichen Sieg. Mit 4.976 Punkten lag sie am Ende knapp 400 Punkte vor ihrer Verfolgerin Klaarika Eksi aus Estland. Zwei Tage nach Silber über 80 Meter Hürden holte Martina Meissner nun Gold. „Die Temperaturen schlauchen gerade bei einem Mehrkampf“, so die Siebenkämpferin nach den zwei Wettkampftagen. „Man muss sehr auf Schatten und ausreichend Getränke achten.“
Iris Opitz erfüllt sich ihren Gold-Traum
Über 100 Meter sprintete Iris Opitz (LAV Elstertal Bad Köstritz; Titelbild) in der Nachmittagshitze zum WM-Titel. In der W60 lief setzte sie sich mit 13,39 Sekunden gegen die Favoritin Joetta Clark Diggs (USA) durch. Damit blieb Iris Opitz nur drei Hundertstelsekunden hinter ihrer Deutschen Bestleistung, die sie bei den Interlands in Halberstadt auf 13,36 Sekunden gesteigert hatte, zurück. „Endlich geht mein Traum in Erfüllung. 14 Jahre habe ich kontinuierlich an meinem Sprint gearbeitet, nun der Lohn“, sagte die neue Weltmeisterin.
Auch sie betonte, wie wichtig es in Daegu ist, sich die Kräfte gut einzuteilen, Schatten oder kühlere Räume aufzusuchen und genügend Wasser zu trinken. Das Wasser-Trinken wird in Daegu seitens der Veranstalter den Sportler:innen sehr leicht gemacht – überall im Bereich der Wettkampfstätten sind kostenlose gekühlte Wasserflaschen vorhanden und werden aktiv an alle verteilt.
Im Auxiliary Stadium sammelten die Werfer:innen sechs Medaillen. Dabei gewann Sandra Büttner (Post SV Nürnberg) den Kugelstoß der W35 mit 12,49 Meter. Mareike Metz (Post-Sportverein Trier) stellte in der W45 mit 13,63 Meter eine Bestleistung auf und holte Silber.
Die weiteren deutschen Medaillen:
Silber
Jeannette Denz (Greifenpower e.V.; Kugelstoß W50; 13,36 m)
Jürgen Herrmann (TSV 1883 Bogen; Hammerwurf M60; 49,92 m)
Paul Emck (LAC Essingen; Diskuswurf M55; 47,69 m)
Bronze
Martina Greithanner (TSV Münnerstadt, Kugelstoß W50; 12,85 m)
Rüdiger Möhring (TSG Bergedorf; Hammerwurf M60; 49,04 m)
Michael Bartl (MTV München; Zehnkampf M50; 6.373 pt)
Andreas Groneberg (TSV Fahrdorf; Zehnkampf M60; 5.978 pt)
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