| Bochum-Wattenscheid

DM am Samstag | Hop, Step, Freudensprünge – Kira Wittmann veredelt Gold mit Bestleistung

Die Dreispringerin Kira Wittmann springt nach einem gelungenen Sprung jubelnd in die Höhe. © Theo Kiefner
Mit dem besten Wettkampf ihrer Karriere hat sich Kira Wittmann (Hannover 96) den DM-Titel im Dreisprung gesichert. Mit 14,14 und 14,10 Metern übertraf die 26-Jährige gleich zweimal ihre alte Bestmarke. Bei der EM in Birmingham soll nun die nächste Steigerung folgen.
Martin Neumann

DM 2026

Als der Dreisprung-Titel am Samstag feststand, fiel Kira Wittmann (Hannover 96) ihrem Freund Marcel Meyer in die Arme. Der Zehnkämpfer hatte seine Lebensgefährtin bei der DM in Bochum-Wattenscheid unterstützt. So wie sie ihn vor vier Wochen in Ratingen. Unterstützt von der bereits am Samstagmittag proppenvollen Gegenraden legte die 26-Jährige den besten Wettkampf ihrer Karriere hin. Mit 14,14 Metern im vierten Versuch und 14,10 Metern im sechsten Versuch übertraf Kira Wittmann ihre erst fünf Wochen alte Bestleistung von glatten 14,00 Metern deutlich. Und das, obwohl sie knapp 15 Zentimeter verschenkte.

„Es war warm, die Stimmung super. Das hat ungemein gepusht. Die Zentimeter, die ich heute verpasst habe, habe ich mir für die EM in Birmingham aufgehoben“, sagte Kira Wittmann. Zwar verpasste die Hannoveranerin die direkte EM-Norm von 14,20 Metern knapp. Doch auf der „Road to Birmingham“ ist sie sehr gut platziert und kann mit der erfüllten EM-Bestätigungsnorm wie Caroline Joyeux mit einem Start in Birmingham planen. Die Berlinerin folgte im Lohrheidestadion mit 13,98 Metern auf dem Silberplatz, Ruth Hildebrand (TSV Bayer 04 Leverkusen) stellte mit 13,92 Metern ihre Bestleistung ein und wurde Dritte.

Tempo in Weite umgesetzt

Für Kira Wittmann war die Steigerung die logische Konsequenz aus gutem Training. „Da ich die Bestätigungsnorm schon länger erfüllt hatte, konnte ich vor der DM noch einen Trainingsblock einbauen“, erzählte die Deutsche Meisterin. Speziell die Arbeit an der Anlaufgeschwindigkeit zahlte sich aus. Den neuen „Speed“ konnte sie am Samstag nun auch endlich in Weite umsetzen.

Mit ihrer neuen Bestleistung hat die 26-Jährige den Abstand zur europäischen Spitze deutlich verkürzt. Aktuell liegt Caroline Joyeux mit 14,22 Metern im kontinentalen Vergleich auf Rang acht. Angeführt wird die europäische Jahresbestenliste von Diana Ana Maria Ion (Rumänien) mit 14,56 Metern. Das zeigt, wie dicht die Spitze so kurz vor der EM zusammengerückt ist – und dass Kira Wittmann nach ihren 14,14 Metern von Bochum-Wattenscheid den Anschluss geschafft hat.

DM 2026

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