| Bochum-Wattenscheid

DM am Samstag | Die Stimmen der Sieger:innen und Stars

© Theo Kiefner
Ein Meisterschaftsrekord, einige Überraschungen und jede Menge Top-Leistungen. Was die neuen Deutschen Meister:innen sowie weitere Medaillengewinner:innen nach ihren Erfolgen im Lohrheidestadion gesagt haben, lesen Sie hier!
Birte Grote / Sophie Ritter

DM 2026

Jolina Ernst (TV Wattenscheid 01) | Siegerin 100 Meter (11,26 sec)
Ich kann ehrlich gesagt noch gar nicht richtig beschreiben, wie es mir geht. Einfach unglaublich gut – und ich bin auch sehr überrascht, muss ich sagen. In den letzten Wochen hat leider nicht alles geklappt, wie ich mir das vorgestellt hatte. Deshalb habe ich heute überhaupt nicht mit diesem Ergebnis gerechnet. Es ist einfach mega. Vor allem, dass ich den Sieg vor meinen ganzen Freunden und meiner Familie holen konnte, bedeutet mir unfassbar viel. Das macht diesen Erfolg einfach noch einmal ganz besonders.

Emma Goretzka (LAC Berlin) | Zweite 100 Meter (11,26 sec)
Zufrieden bin ich auf jeden Fall. Ich vor allem dankbar, dass ich diesem Druck wieder standhalten konnte. In so einem starken Feld Zweite zu werden, hätte ich mir niemals erträumt. Am Ende muss man die Leistung eben erst einmal auf die Bahn bringen – und dafür bin ich heute sehr dankbar. Ich bin gerade geschockt – positiv geschockt. Das Ergebnis beflügelt mich total. Mir geht es richtig gut.

Gina Lückenkemper (SCC Berlin) | Dritte 100 Meter (11,29 sec)
Ich war ehrlicherweise einfach nur froh, dass mein Körper heute drei Runden mitgemacht hat. Ich hatte vor knapp vier Wochen einen Zeckenbiss am Hinterkopf. Die hat quasi mein Nervensystem erwischt. Die letzten vier Wochen waren deshalb eine absolute Achterbahnfahrt, weil ich überhaupt nicht wusste, was noch möglich ist. Ich hatte unglaublich viel Trainingsausfall, musste Antibiotika nehmen – also wirklich das volle Programm. Deshalb bin ich gerade einfach nur froh und dankbar, dass es gereicht hat und ich drei Runden laufen konnte.

Owen Ansah (Hamburger SV) | Sieger 100 Meter (10,00 sec)
Das war mein viertschnellstes Rennen bisher. Ich bin sehr zufrieden. Ich habe links und rechts von mir gemerkt, dass ich mehr zu tun habe als im Halbfinale. Das hat mich aber gepusht, mehr zu machen. Die Stimmung war unfassbar. Mein Rennen ist auch eine Leistung für die Zuschauer. Wir haben das alle zusammen geschafft. Nach einem Finale ist natürlich der erste Gedanke: Steht eine Neun vor dem Komma oder nicht? Aber mit einer 10,00 bin ich auch sehr zufrieden. Morgen möchte ich über 200 Meter natürlich auch noch einmal Gold holen. Dann war es ein sehr erfolgreiches Wochenende.

Heiko Gussmann (Sprintteam Wetzlar) | Zweiter 100 Meter (10,06 sec)
Ich bin super zufrieden. Ich habe gemerkt, wie nah ich an Owen [Ansah] dran war, und habe mir da schon gedacht, dass das eine schnelle Zeit wird. Und es gab sogar eine Bestzeit. Im Vorlauf war mein Gefühl deutlich besser als im Halbfinale. Nach dem Zwischenlauf habe ich mich gar nicht gut gefühlt. Ich kann nicht sagen, woran es lag. Umso überraschender ist es, dass das Finale nun so gut lief. Ich glaube, die Bahn hier in Wattenscheid kann etwas. Das hat man an den Zeiten von uns gesehen. Die EM wird mein erster internationaler Einzelstart bei den Aktiven. Ich bin super zufrieden, dass ich dabei sein kann. Ich werde wichtige Erfahrungen sammeln.

Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar) | Dritter 100 Meter (10,16 sec)
Ich kann mich jetzt erst einmal nicht beschweren. An sich war das ein gutes Rennen. Ich hatte das Gefühl, dass ich vorn am Start leider so einmal kurz raufgefallen bin. Aber dann ging es gut und aus dem Augenwinkel habe ich Heiko [Gussmann] gesehen, da wusste ich, dass es schnell wird. Aber natürlich ist es sehr, sehr ärgerlich, dass ich um eine Hundertstelsekunde die EM-Norm verpasst habe. Ich hoffe, dass ich mich heute für eine Staffel-Nominierung gut präsentiert habe. Bei meinem Saisonstart dachte ich, dass es eine gute Saison wird. Dann hatte ich mit kleineren Verletzungsproblemen zu tun und ich habe nur schwer wieder reingefunden. Es war insgesamt bisher sehr schleppend.

Franziska Schuster (TSV Bayer 04 Leverkusen) | Siegerin 100 Meter Hürden (12,69 sec)
Ich freu mich gerade unglaublich, dass ich es geschafft habe. Ich habe es in dem Moment direkt gewusst. Dann sehe ich die Zeit – das war einfach unglaublich. Ich verstehe es wirklich immer noch nicht. Ich fühle mich einfach super, mir geht es richtig gut. Aber ich brauche noch ein bisschen Zeit, um wirklich alles zu verarbeiten. Das ist eine Zeit, von der ich nicht einmal geträumt habe.

Rosina Schneider (TV Sulz) | Zweite 100 Meter Hürden (12,81 sec)
Wir haben den Winter sehr, sehr gut trainiert. Ich hatte so viele tolle Trainingseinheiten und ein richtig gutes Trainingslager. Hürdentechnisch haben wir noch einmal viel verbessert. So eine Konstanz in den Wettkämpfen zu haben, ist natürlich etwas ganz Besonderes. Die deutsche Bestenliste anzuführen, macht mich schon stolz. Schade, dass es nicht mit dem Titel geklappt hat. Aber mal ist die eine besser, mal die andere. Ich habe erst gar nicht erwartet, dass die Zeit dann doch so schnell ist.

Lia Flotow (1. LAV Rostock) | Dritte 100 Meter Hürden (12,83 sec)
Ich habe die letzte Wochen eigentlich nur an diesen Tag gedacht und freue mich riesig, dass es jetzt geklappt hat. Die Zeit war eigentlich noch viel wichtiger. Die bedeutet mir einfach unglaublich viel. Ich habe im letzten Jahr die Europameisterschaften verpasst. Deswegen hatte ich ein bisschen Angst, dass es wieder passieren könnte. Ich weiß jetzt natürlich nicht, wie es ausgeht, aber ich bin froh, dass ich meine Leistung heute abrufen konnte. Ich habe einfach darauf vertraut, dass unser Training funktioniert.

Gregory Minoué (Tracksrunner Bonn) | Sieger 110 Meter Hürden (13,51 sec)
Besser als es jetzt gelaufen ist, kann ich es mir nicht vorstellen, außer man läuft vielleicht noch eine persönliche Bestleistung. Aber so wie es jetzt gelaufen ist, bin ich zufrieden. Ich habe mir vor dem Rennen schon großen Druck gemacht. Deswegen hatte ich noch ein Gespräch mit meinem Trainer. Er hat mir geraten, dass ich da jetzt nicht dran denken soll, sondern einfach mein Ding machen muss. Und das hat dann auch geklappt. Eigentlich hat sich der Lauf gar nicht so viel anders angefühlt, als meine bisherigen Rennen der Saison. Ich glaube, dass ich zwischen den Hürden schnell genug gesetzt habe. Die Stimmung war sehr gut. Ich habe das auch während des Laufes gespürt.

Manuel Mordi (Hamburger SV) | Zweiter 110 Meter Hürden (13,61 sec)
Ehrlicherweise bin ich nicht zufrieden. Ich weiß, dass ich mehr drauf habe. Ich hatte eine schwierige Saison und habe noch einmal alles reingesteckt. Die Saisonbestleistung ist nur ein wenig versöhnlich. Ich bin schon sehr enttäuscht, aber ich kann nur daraus lernen und weitermachen. Ich glaube, das ist die größte Lektion, die ich heute und in der ganzen Saison bekommen habe. Ich habe die Hallensaison abgesagt, nachdem ich die Trainingsgruppe gewechselt habe. Da kamen viele Impulse, eine neue Trainingsphilosophie und neue Eindrücke hinzu. Vielleicht haben mir daher noch ein paar Inhalte für eine bessere Saison gefehlt. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen.

Stefan Volzer (TSV Bayer 04 Leverkusen) | Dritter 110 Meter Hürden (13,80 sec)
Eigentlich war das ein gutes Rennen. Vorne bin ich super rausgekommen. Das hatte ich diese Saison noch gar nicht so. Deswegen war es bis zur fünften Hürde ein super Rennen. Und dan hatte ich ein, zwei Wackler. Weil ich die Geschwindigkeit nicht ganz gewohnt war. Da sind mir die Jungs dann davongelaufen. Aber ich bin mit dem dritten Platz trotzdem zufrieden. Es ist immerhin eine Saisonbestleistung und relativ dicht an der persönlichen Bestleistung.

Vanessa Mikitenko (Silvesterlauf Trier) | Siegerin 5.000 Meter (15:29,46 min)
Der Plan ist heute perfekt aufgegangen. So hätte ich es mir natürlich nur erträumen können. Ich wusste, dass ich hinten raus noch etwas zusetzen kann. Dass ich mich während des Rennens aber so gut fühlen würde, hätte ich mir nicht besser wünschen können. Bei noch 200 Metern habe ich kurz gedacht: Soll ich jetzt schon gehen? Ich war mir wirklich unsicher. Klar wollte ich gewinnen. Dass es am Ende genau so aufgegangen ist, kann ich immer noch nicht richtig glauben.

Elena Burkard (LG farbtex Nordschwarzwald) | Zweite 5.000 Meter (15:30,31 min)
Ich bin so happy mit der Medaille. Ehrlich gesagt wollte ich nach dem Rennen in Tübingen vor einer Woche gar nicht antreten. Umso schöner ist es, dass es heute so gelaufen ist. Letztes Jahr hat es sich ein bisschen so angefühlt, als hätte ich Gold verloren. Diesmal habe ich Silber eindeutig gewonnen.

Lisa Merkel (LAV Stadtwerke Tübingen) | Dritte 5.000 Meter (15:34,67 min)
Ich bin unter den Umständen sehr zufrieden. Dafür, dass ich mich in der letzten Wochen nicht besonders gut gefühlt habe und einige Hindernisse zu überwinden hatte, ist das heute richtig gut gelaufen. Ich habe mir gedacht: Gib dir einfach die Chance. Und das hat funktioniert. Das ist natürlich schön. Nach dem Zieleinlauf habe ich direkt gedacht, dass es sich gelohnt hat, heute hier an den Start zu gehen. Und ich wusste wieder, warum ich diesen Sport so gerne mache. Es hat einfach unglaublich viel Spaß gemacht, in so einem großen Stadion mit dieser tollen Stimmung zu laufen.

Frederik Ruppert (LAV Stadtwerke Tübingen) | Sieger 5.000 Meter (14:08,15 min)
Das war sehr gut heute. Ich konnte das Beste aus dem Rennen rausholen. Ich habe natürlich gehofft, dass ich den Zielspurt so gestalten kann, aber jeder, der Flo [Bremm] kennt, weiß, dass man an ihm erst einmal vorbeikommen muss. Ich wollte mit dem Rennen noch einmal Selbstbewusstsein für die EM tanken. Das gibt mir jetzt noch einmal Auftrieb. Nachdem ich krank war, habe ich auch mental ein wenig Probleme gehabt. Jetzt fühle ich mich wieder wohler. In Birmingham muss ich natürlich topfit sein. Das wird ein hartes Rennen.

Florian Bremm (Franconia Athletics) | Zweiter 5.000 Meter (14:09,03 min)
Natürlich will man immer gewinnen und ich habe in Hinblick auf die EM auch schon viel trainiert. Aber dass ich jetzt so platt im Rennen bin und mich so müde fühle, hätte ich nicht gedacht. Es war jetzt schon nicht so toll für mich, dass Freddy [Ruppert] so auf den letzten hundert Metern an mir vorbeigeschossen kommt. Auf den letzten tausend Metern habe ich mich auch nicht so frisch gefühlt. Deswegen denke ich, dass ich mein Training für dem EM jetzt anpassen muss. Ich habe mich besonders zu Beginn des Rennens in jeder Runde gefreut, wenn wir am Stimmungsblock vorbeigelaufen sind. Bei der EM möchte ich gerne eine Top-Acht-Platzierung erreichen. Ich denke, das ist realistisch, wenn ich gut durchkomme.

Maximilian Thorwirth (LAV Stadtwerke Tübingen) | Dritter 5.000 Meter (14:11,15 min)
Es ist wundervoll. Ich hätte es mir nicht schöner vorstellen können. Natürlich ist die Saison mit den Verletzungen nicht gut verlaufen, aber ich habe das Beste daraus gemacht. So wie wir hier im Stadion empfangen und durch die Runden getragen wurden, ist der Wahnsinn. Und nun darf ich noch einmal mit zwei sehr guten Freunden auf dem Podium stehen. Viel besser kann ein Karriereende nicht sein. Ich musste mich im Vorfeld echt zusammenreißen, weil ich mich sonst nicht aufs Rennen konzentrieren konnte. Es war hier so viel los mit Freunden und Familie, die alle da waren. Es war ja auch fast ein Heimspiel für mich. Ich glaube, dass ich noch ein paar Tage brauchen werde, bis ich realisiert habe, dass meine sportliche Laufbahn jetzt vorbei ist. Aber es wird mir auch nicht langweilig werden.

Karl Bebendorf (Dresdner SC 1898) | Sieger 3.000 Meter Hindernis (8:21,01 min)
Der Sturz war auf jeden Fall unfreiwillig. Ich kann selbst gar nicht sagen, woran es lag. Ich bin irgendwie auf einmal nach der Landung hängen geblieben und dann lag ich irgendwie schon auf der Bahn. Es ging ganz schnell. Aber zum Glück war das fast vier Runden vor Schluss und ich konnte noch relativ schnell an das Feld ranlaufen. Aber es war kein einfaches Rennen, wie meistens Meisterschaftsrennen sind. Die können einen auch so richtig beflügeln, dass man von allein läuft, aber sie können auch die Hölle sein, und heute war es eher das Zweite. Ich habe keinen richtigen Schritt gefunden und hatte echt zu kämpfen. Ich habe nicht das laufen können, woran das Training eigentlich abzielt. Vielleicht muss es jetzt noch einmal eine Talfahrt geben, bevor es zur EM geht. Ich werde mit meiner Trainingsgruppe noch einmal nach Zürich fahren und mich dort vorbereiten. In die Höhe geht es aber nicht mehr.

Niklas Buchholz (Franconia Athletics) | Zweiter 3.000 Meter Hindernis (8:22,29 min)
Ich freue mich über Silber. Karl ist leider so weltklasse, dass auch mit einem Sturz besser ist. Aber ich war näher an Karl dran, als ich gedacht hätte. Ich kann zufrieden sein, dass ich souverän Zweiter geworden bin. Das ist super. Ich habe mich auf verschiedene taktische Szenarien eingestellt. Es war sehr relevant für mich, dass Frederik Ruppert abgesagt hat. Für mich war der Rennverlauf gut. Das Tempo war schnell, aber noch gut zu laufen. Die Stimmung hier im Stadion war super. Der Stimmungsblock steht hinter einem, das ist wichtig. Insgesamt war die Saison jetzt schon lang für mich. Ich hoffe, dass ich in Birmingham das Finale und vielleicht eine Top-Acht-Platzierung erreichen kann.

Brian Weisheit (Franconia Athletics) | Dritter 3.000 Meter Hindernis (8:28,16 min)
Ich hatte hier wirklich nur Außenseiter-Chancen auf eine Medaille. Ich habe mir vorher gesagt, ich lege mein Herz auf die Bahn. Ich habe hänge alles rein, was ich habe. Und wenn es reichen soll und ich in der richtigen Position bin, dann gehe ich auch voll rein und nutze die Chance. Und dass es heute geklappt hat, nach vielen Jahren, in denen ich mich immer schwer getan habe, bedeutet mir unfassbar viel. Ich kann das noch gar nicht so realisieren. Man hört über den Buschfunk, ob die Konkurrenz sich eine bestimmte Taktik überlegt. Am Ende wusste ich, dass ich mich einfach ranhänge, wenn das Rennen schnell wird und das hat geklappt.

Falk Wendrich (LAZ Soest) | Zweiter Hochsprung (2,15 m)
Ich bin absolut nicht zufrieden mit dem Wettkampf. 2,19 Meter sind keine Höhe, bei der ich das Gefühl habe, dass ich über mich hinauswachsen muss. Das war ein verrückter Wettkampf. Ich hatte den Fehlversuch bei 2,15 Meter, dann einen Riesensprung über 2,15 Meter, bei dem ich mich wirklich leicht gefühlt habe und dachte, dass ich heute vielleicht die direkte EM-Norm angreifen kann. Ich bin echt froh, dass ich die direkte Bestätigungsnorm schon vorher erreicht habe. Ich bin auch eigentlich optimistisch, dass meine Form ansteigend ist. Das Einspringen war top und dann bekomme ich den Sieg auf dem Goldtablett serviert und dann versage ich so. Es tut mir für Tobias [Potye] richtig leid. Wir sind ja auch freundschaftlich verbunden. Das tut mir natülich leid, dass er gegen die Anlage fliegt. Aber ich denke nicht, dass mich seine Verletzung im Wettkampf beeinflusst hat. Das konnte ich eigentlich für meine weiteren Sprünge ausblenden.

Julius Vollmers (Garbsener SC) | Dritter Hochsprung (2,10 m)
Das ist meine erste Medaille bei den Deutschen Meisterschaften der Aktiven. Ich kann es gar nicht glauben und habe das auch noch nicht ganz realisiert. Das ist wirklich ein Hammer-Gefühl. Ich habe gar nicht damit gerechnet. Ich habe meine Bestleistung auf 2,10 Meter gesteigert. Ich hatte im Wettkampf Schmerzen im Knie. Deswegen habe ich eine Höhe ausgelassen und bin dann direkt im ersten Versuch über die 2,10 Meter gesprungen. Seit einigen Wochen nehme ich meinen Schwungarm aktiver beim Sprung über die Latte mit. Das hat heute wieder wieder gut geklappt und mir sicherlich zu der Bestleistung verholfen.

Simon Batz (MTG Mannheim) | Sieger Weitsprung (8,29 m)
Das war ein Ergebnis, von dem ich sage, dass ich es mir im Kopf auch vorher so vorgestellt habe. Ich wusste, dass ich diese Weite kann, ich konnte es nur noch nie zeigen. Im Training läuft es immer schon gut, aber im Wettkampf kann man das manchmal noch nicht so zeigen. Die Konstanz im Wettkampf war mir sehr wichtig, das hat mir gezeigt, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis dieser Ausrutscher nach oben kommt. Die Tribüne am Weitsprung war wirklich unfassbar. Wir konnten die Energie wirklich aufsaugen. Das war etwas sehr Besonderes. So in diesem Ausmaß habe ich das, glaube ich, noch nie erlebt. Für die EM möchte ich mir keinen Druck machen. Vor allem ist die Qualifikation bei internationalen Meisterschaften erst einmal überstanden werden. Wenn diese überstanden ist, kann man vielleicht auch angreifen und versuchen, die Konkurrenz zu ärgern.

Kevin Brucha (TLV Germania Überruhr) | Zweiter Weitsprung (8,04 m)
Es war schwierig, in den Wettkampf reinzukommen, weil ich wusste, dass wir fünf gute Springer haben. Ich hatte dann die Bestätigungsnorm, aber die acht Meter steckten noch drin. Der vierte Sprung war gut, dann ist mein Adrenalin hochgegangen. Ich habe keine Worte dafür. Ich freue mich so riesig, jetzt die acht Meter geschafft zu haben. Wir haben viel an der Leichtigkeit beim Anlauf gearbeitet und das hat sich ausgezahlt. Meine beiden Trainer aus Tallinn waren hier. Wir haben die einfliegen lassen, weil es so ein wichtiger Wettkampf war, und das hat sich komplett ausgezahlt. Bei der EM geht es für mich nur um Erfahrung sammeln. Natürlich möchte ich noch einmal so einen Sprung schaffen.

Simon Plitzko (TSG Bergedorf) | Dritter Weitsprung (8,00 m)
Ich habe hier eher gemischte Gefühle. Ich denke, ich hätte noch weiter springen können. Das hat sich noch nicht ganz so gut angefühlt. Es war sehr schade, dass ich in den letzten beiden Versuchen noch überholt wurde. Ich bin aber zufrieden, dass ich mich mit acht Metern noch einmal beweisen konnte. Nach meinen acht Metern in Ulm gab es Leute, die gesagt haben, dass ich Glück hatte. Deswegen freue ich mich, dass ich das jetzt noch einmal beweisen konnte. Ich hatte ein wenig Probleme mit dem Anlauf. Da habe ich mich so über die acht Meter gefreut, dass ich beim nächsten Versuch ganz kurz getreten bin. Die Stimmung hier war hier richtig super. Alle haben gut Stimmung gemacht und meinen Rhythmus toll angeklatscht.

Kira Wittmann (Hannover 96) | Siegerin Dreisprung (14,14 m)
Ich habe mich heute gut gefühlt. Das Ziel war auf jeden Fall, hier bei den Deutschen Meisterschaften die 14 Meter zu springen und im besten Fall den Titel mit nach Hause zu nehmen. Dass beides geklappt hat, macht mich natürlich total glücklich. Besser geht's eigentlich nicht. Ich habe eben erfahren, dass ich 15 Zentimeter verschenkt habe. Dann hoffe ich, dass ich mir die für Birmingham aufgehoben habe.

Caroline Joyeux (LG Nord Berlin) | Zweite Dreisprung (13,98 m)
Eigentlich bin ich nicht so zufrieden. Ich bin sehr schwer in den Wettkampf reingekommen und war sehr ungeduldig. Meine Technik war insgesamt sehr hektisch, vor allem beim Hop-Step. Ich weiß noch nicht genau, woran es gelegen hat. Das muss ich jetzt im Nachhinein noch analysieren und herausfinden. Es war auf jeden Fall ein sehr schwerer Wettkampf. Ich hoffe, dass es in den nächsten Wochen bis zur EM wieder besser wird. Am Ende war das Ergebnis zwar noch okay, aber es nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Ich wollte den Titel verteidigen und auf jeden Fall locker über 14 Meter springen – einfach als gute Vorbereitung für die EM.

Ruth Hildebrand (TSV Bayer 04 Leverkusen) | Dritte Dreisprung (13,92 m)
Ich fand des Wettkampf super. Ich hatte vorher ein bisschen Angst, weil ich die erste Disziplin hatte und befürchtet habe, dass das Stadion leer sein könnte. Aber es war wirklich voll. Die Stimmung war richtig schön, das Wetter hat auch mitgespielt – insgesamt war es eine tolle Atmosphäre. Ich hatte allerdings ein paar Anlaufschwierigkeiten. Das sollte eigentlich nicht passieren, aber ich bin erst im dritten Versuch in den Anlauf reingekommen. Dadurch hat sich alles ein bisschen erschwert. Trotzdem war es insgesamt ein super Wettkampf mit einer richtig schönen Stimmung. Es war mein Ziel für dieses Jahr eine Medaille bei den Aktiven zu gewinnen. Deshalb freue ich mich riesig darüber. Außerdem bin ich dem Ticket für Birmingham wieder ein Stück näher gekommen.

Eric Maihöfer (VfL Sindelfingen) | Sieger Kugelstoß (20,16 m)
Das ist ein schönes Gefühl, Deutscher Meister zu werden. Das macht Spaß. Ich versuche immer recht locker in den Wettkampf zu gehen und mir gar nicht so viel Druck zu machen. Ich wusste, dass ich ganz gut drauf bin, auch heute Morgen habe ich mich gut gefühlt. Dass es dann doch so ein Kampf wird, hätte ich nicht gedacht. Mit einem Meistertitel und einer Weite über 20 Meter darf man sich ja nicht beschweren. Das Training lief ganz gut, aber beim Einstoßen habe ich gemerkt, dass es nicht so gut lief. Ich muss noch mit meinem Trainer besprechen, was dann im letzten Versuch besser geklappt hat als davor. Ich hatte mir etwas mehr vorgenommen. Aber ich bin zufrieden. Die Stimmung war gut im Stadion, das DLV-Jugendlager hat auch ordentlich für Stimmung gesorgt. Das hat uns von den etwas längeren Wartezeiten und Pausen abgelenkt. In Birmingham würde ich gern wieder 20 Meter anbieten.

Tizian Lauria (VfL Sindelfingen) | Zweiter Kugelstoß (19,97 m)
Ich bin heute überhaupt nicht zufrieden, weil mir die B-Norm zu Europameisterschaft fehlt und heute die letzte Chance war. Ich bin wahrscheinlich zu verkrampft gewesen und habe heute zu viel gewollt. Ich denke, das es schon ein solider Wettkampf war – mein zweitbestes Ergebnis dieses Jahr. Aber hinten raus, weil sich der Wettkampf so gezogen hat, mit vielen Unterbrechungen, habe ich dann technisch besser gestoßen, aber die Geschwindigkeit vom Anfang war nicht da und dementsprechend kam dann nicht die zu erwartende Leistung raus.

Georg Harpf (LG Stadtwerke München) | Dritter Kugelstoß (19,64 m)
Der Wettkampf heute war sehr anstrengend. Er hat sich sehr lange gezogen. Ich bin überhaupt nicht gut reingekommen. Bis zum dritten Versuch hat es sich überhaupt nicht gut angefühlt und da wusste ich, dass es jetzt auch nichts bringt und ich damit klar kommen muss. Am Ende ist das Ergebnis okay, aber nicht das, was man sich bei einer Deutschen Meisterschaft vorstellt. Ich hatte heute technisch kein Gefühl mit der Kugel. Es hat nicht so geflowt, wie es optimal gewesen wäre.

Shanice Craft (SV Halle) | Siegerin Diskuswurf (66,18 m)
Für mich war vor allem die Zeit vor dem Wettkampf etwas aufregend. Ich musste letzte Woche beim Diamond-League-Meeting in London aufgrund von Adduktorenproblemen abbrechen. Deshalb war noch ein bisschen ungewiss, ob mein Körper heute zu 100 Prozent bereit ist. Ich habe die ganze Woche im Training auch nicht geworfen. Aber es war alles gut. Die Therapeuten haben hervorragende Arbeit geleistet. Ich glaube, wir hatten alle ein bisschen Probleme, richtig in den Wettkampf reinzukommen. Man sagt ja immer, dass bei den Meisterschaften am Ende nur der Titel zählt. Das stimmt auch. Der deutsche Meistertitel bedeutet mir sehr viel, weil wir im Frauen-Diskuswerfen ein unglaubliches hohes Niveau haben.

Kristin Pudenz (OSC Potsdam) | Zweite Diskuswurf (64,00 m)
Für mich war es heute ganz besonders wichtig, unter die ersten beiden Plätze zu kommen, damit ich das Ticket für Birmingham sicher habe. Das hat geklappt. Der Wettkampf an sich ist noch ausbaufähig, aber genau deswegen hebe ich mir das für die EM auf. Technisch ist es dieses Jahr noch ein bisschen wackelig. Im Training sind wir eigentlich auf einem guten Weg, zumindest was diesen Bereich betrifft. Im Wettkampf das dann noch abzurufen, hat heute noch nicht geklappt. Jetzt kommen aber noch zwei Wochen Training, und ich hoffe, dass es dann in Birmingham besser funktioniert. Wir drei Deutschen sind auf jeden Fall in der Lage, um Medaillen mitzuwerfen.

Leia Braunagel (Eintracht Frankfurt) | Dritte Diskuswurf (63,15 m)
Die Medaille bedeutet mir wirklich sehr viel. Ich habe hart darauf hingearbeitet, in der deutschen Spitze anzukommen. Ich finde, sie bestätigt einfach, dass ich dort angekommen bin. Darüber freue ich mich sehr. Ich muss sagen, ich war super nervös. Ich habe wirklich viel versucht, um runterzukommen und die Atmosphäre zu genießen – in so einem tollen Stadion mit so vielen Zuschauern, die richtig Lust auf Leichtathletik haben.

Aileen Kuhn (Eintracht Frankfurt) | Siegerin Hammerwurf (71,38 m)
Ich bin natürlich super glücklich, den Titel verteidigt zu haben. Besonders freut mich, dass ich gleich mehrere Würfe über 70 Meter zeigen konnte. Das hat noch einmal bewiesen, wie stabil meine Leistungen mittlerweile sind. Ich hatte jetzt seit etwa einem Monat keinen Wettkampf mehr und wusste deshalb nicht so genau, wo ich aktuell stehe. Umso schöner war es, hier zu sehen, dass es so gut funktioniert hat. Die Atmosphäre und die ganze Stimmung im Stadion waren wirklich großartig. Bei der EM möchte ich auf jeden Fall unter die Top Acht kommen und die persönliche Bestleistung angreifen.

Samantha Borutta (Eintracht Frankfurt) | Zweite Hammerwurf (69,71 m)
Ich habe mir vorgenommen, heute einfach Spaß zu haben – und ich finde, das ist mir heute gelungen. Ich habe auch gemerkt, dass da noch einiges geht. Als gleich der erste Wurf auf 69 Meter ging, wusste ich, dass noch deutlich mehr drin ist. Im Hinblick auf die EM gibt mir das ein gutes Gefühl, weil ich weiß, dass noch einiges mehr im Tank ist. Es wäre ein Traum, vor diesem Publikum die 70-Meter-Marke zu knacken. Das würde ich mir wirklich wünschen.

Clara Hegemann (LG Stadtwerke München) | Dritte Hammerwurf (67,80 m)
Mit der Weite an sich habe ich ehrlich gesagt gar nicht gerechnet. Ich hätte nicht erwartet, dass es heute so gut läuft. Ich habe mir heute weniger Druck gemacht. Ich wusste, dass es eigentlich egal ist, welche Platzierung ich erreiche, weil ich die U20-WM-Qualifikation schon geschafft habe. Dadurch bin ich deutlich lockerer an den Wettkampf herangegangen als sonst. Ich denke, genau deshalb hat es heute so gut funktioniert. Ich bin so überwältigt. Ich hätte als Kind nie gedacht, dass ich bei den Deutschen Meisterschaften der Frauen und Männer irgendwann einmal eine Medaille gewinnen würde. Dass dieser Kindheitstraum jetzt in Erfüllung gegangen ist, ist etwas ganz Besonderes und ich freue mich riesig darüber.

Julian Weber (USC Mainz) | Sieger Speerwurf (82,60 m)
Das Feeling war heute nicht so da. das ist natürlich extrem ärgerlich. Ich hätte gern weite Würfe gezeigt. Aber ich habe mich heute einfach nicht gut gefühlt. Da kann ich jetzt gar nichts schön reden. Der Anlauf hat vorne und hinten einfach nicht gestimmt.Es hat einfach die Power gefehlt. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich nach dem Wettkampf in Luzern eine Lebensmittelvergiftung hatte und eine ganze Woche flachgelegen habe. Das hat mir natürlich auch einiges an Kraft gezogen. Die Hauptsache ist der Titel. Es hat zum Glück alles geklappt. Bei der EM bin ich Führender der Jahresbestenliste. Da möchte ich natürlich einen guten Wettkampf zeigen. Ich freue mich darauf, jetzt noch einmal Gas zu geben.

Nick Thumm (VfB Stuttgart) | Zweiter Speerwurf (81,45 m)
Der Wettkampf war lang und anstrengend. Ich bin nun komplett platt, aber ich bin zufrieden. Ich habe mir vorher keine Gedanken um eine Weite gemacht, ich wollte einfach nur werfen und bin daher nun sehr zufrieden mit der Weite. Ich war von Ostern an verletzt. Ich hatte eine Entzündung an der Schulter. Das hat einfach ein wenig gedauert, bis ich wieder reingekommen bin.

Max Dehning (LG Offenburg) | Dritter Speerwurf (79,33 m)
Der Plan war eigentlich, die 80 Meter zu werfen. Trotzdem kann ich, glaube ich, zufrieden mit dem Wettkampf sein. Es war wahrscheinlich mein bester Wettkampf seit über anderthalb Jahren. Ich hatte eine lange Leidensphase mit Schulterproblemen. Nach Olympia kam noch einen Fußverletzung dazu. Deshalb fühlt es sich an wie ein kleiner Befreiungsschlag. Die 80 Meter hätte ich aber trotzdem gern geworfen. Es geht auf jeden Fall in die richtige Richtung, aber es muss noch ein bisschen mehr kommen.

Thomas Röhler (LC Jena) | Vierter Speerwurf (79,12 m)
Der Wettkampf war sehr solide. Ich habe mir wirklich mehr vorgenommen. Ich hatte auch einen Wurf dabei, bei dem ich ein gutes Gefühl hatte, der dann leider doch nicht so weit geflogen ist. Wir hatten leider einen sehr zerrissenen Wettkampf. Ich glaube, wir waren zweieinhalb Stunden da draußen. Das ist nicht cool fürs Speerwerfen. Ich denke, dass ich jetzt insgesamt demütig und zufrieden mit dem Fortschritt sein sollte. Im Training funktioniert es schon besser. Bis zur EM ist es noch ein Stück Zeit und wir schauen mal, wie es dort laufen wird. Technisch sind es immer Kleinigkeiten, die verbessert werden können.

DM 2026

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