Bei seiner ersten großen Freiluft-Meisterschaft hat Hochspringer Falk Wendrich Rang zehn belegt. Zwar war er mit dem Ergebnis bei der EM in Birmingham nicht zufrieden, doch schöpfte er daraus Motivation für die nächsten Ziele. Den EM-Titel sicherte sich zum vierten Mal Italiens Hochsprung-Star Gianmarco Tamberi.
EM 2026 Birmingham Zeitplan LIve-Ergebnisse
Stattliche 2,18 Meter – so hoch lag die Latte bei der Einstiegshöhe im Hochsprung-Finale am Freitagabend in Birmingham. Bei einer solchen Höhe ist Falk Wendrich (LAZ Soest) erst einmal in einen Wettkampf eingestiegen, 2019 bei der Hallen-EM in Glasgow. Zwar blieb die Latte im ersten Versuch noch nicht liegen, doch im zweiten Durchgang übersprang der Deutsche Hallenmeister die Höhe. Im Anschluss wurden direkt 2,23 Meter aufgelegt – gleichbedeutend mit der Einstellung der Saisonbestleistung für den Soester.
Doch wie einige andere Springer hatte auch Falk Wendrich bei dieser Höhe Probleme. Dreimal fiel die Late, wobei sein zweiter Versuch der beste war. Durch den einen Fehlversuch bei 2,18 Metern wurde der Soester EM-Zehnter. Sieben Springer meisterten die 2,23 Meter, allerdings nur drei die anschließende Höhe von 2,27 Metern.
Während 2,30 Meter für Matteo Sioli (Italien) zu hoch waren und er Bronze gewann, nahm Oleh Doroshchuk (Ukraine) die Höhe im ersten Anlauf. Gianmarco Tamberi zog im zweiten nach. Damit lag der Ukrainer in Führung, doch der Italiener gab in der für ihn sehr schwierigen Saison nicht auf. Der Olympiasieger von Tokio meisterte die Höhe im zweiten Anlauf und auch 2,32 Meter im zweiten Sprung. Damit war ihm der vierte EM-Titel nach 2016, 2022 und 2024 nicht mehr zu nehmen und der Gold-Hattrick perfekt.
Stimme zum Wettbewerb:
Falk Wendrich (LAZ Soest):
„Der Wettkampf war frustrierend und enttäuschend. Aber ich habe es nach dem Ausscheiden schnell abgelegt, darum bin ich auch im Infield geblieben. Es ist bitter, im Finale schlechter zu springen als in der Qualifikation. Aber die Erfahrung in diesem ausverkauften Stadion war wichtig. Davon will ich mehr erleben, schon nächstes Jahr bei der WM. Dafür muss ich mental stärker sein, um dann im Finale meine Bestleistung abzurufen. Auch in diesem Jahr stehen noch Wettkämpfe für mich an, beispielsweise in Heilbronn und daheim in Soest.“