| EM 2026

DLV-Silber bei Mixed-Premiere, viertes Gold für Amy Hunt

© Stefan Mayer
Zum ersten Mal sind am Sonntag in Birmingham EM-Medaillen in der Mixed-Staffel über 4x100 Meter vergeben worden. Das DLV-Quartett sicherte sich dabei in 40,11 Sekunden Silber. Gold ging an die britischen Gastgeber. Für Schlussläuferin Amy Hunt war es schon der vierte Sieg bei dieser Meisterschaft. Bronze holte Spanien.
Jan-Henner Reitze

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Es ist eine rasante Bereicherung des EM-Programms gewesen: Erstmals jagten die besten Sprint-Nationen des Kontinents am Sonntag in Birmingham Edelmetall in der Mixed-Staffel über 4x100 Meter, mittendrin das DLV-Quartett. Der Wechsel von Startläufer Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar) auf Vereinskollegin Rebekka Haase gelang tadellos. Die 33-Jährige schickte mit Heiko Gussmann einen weiteren Athleten vom Sprintteam Wetzlar auf die Reise. Als Schlussläuferin übernahm Gina Lückenkemper (SCC Berlin) und lief als Zweite ins Ziel. In 40,11 Sekunden blieb die DLV-Staffel vier Hundertstel unter dem deutschen Rekord (40,15 sec) von den World Relays Anfang Mai.

Nicht mehr einzuholen war die britische Schlussläuferin Amy Hunt, die nach 39,97 Sekunden die Ziellinie überquerte. Damit ist erstmals eine europäische Staffel in dieser Disziplin unter 40,00 Sekunden geblieben. Für Amy Hunt war es nach Einzel-Gold über 100 und 200 Meter sowie dem Titel mit der Frauenstaffel über 4x100 Meter der vierte Sieg vor Heimpublikum in Birmingham. Für Großbritannien waren außerdem Jeremiah Azu, Dina Asher-Smith und Zharnel Hughes unterwegs.

Bronze sicherte sich Spanien (40,42 sec). Portugal (40,90 sec) mit der 100-Meter-Landesrekordlerin Tatjana Pinto belegte den fünften Platz.

Stimmen zum Wettbewerb

Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar):
„Es war meine Premiere in der Mixed-Staffel und hat richtig Spaß gemacht. Es hat auch sehr gut funktioniert.“

Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar):
„Es ist ein versöhnlicher Abschluss dieser EM. Die Krönung wäre es, wenn dies die zweite Medaille gewesen wäre. Die Ober-Krönung wäre eine goldene Medaille gewesen. Aber wir sind dankbar, dass wir diese mitnehmen können, auch mit einem neuen deutschen Rekord. Das ist ja auch noch mal eine Nummer.“

Heiko Gussmann (Sprintteam Wetzlar):
„Es war das erste Mal für mich, in der Mixed-Staffel zu laufen. Als Rebekka angelaufen kam, hatte ich ein super Gefühl. Als ich dann auf Gina zugelaufen bin, hatte ich eher das Gefühl, ich verliere sie. Aber ich konnte das Holz noch abgeben.“

Gina Lückenkemper (SCC Berlin):
„Ich habe im Training auch schon einmal auf Heiko gewechselt. Da hat er mir ziemlich Beine gemacht. Heute habe ich den Spieß umgedreht. Der Wechsel hat dennoch gut geklappt, auch wenn ich das Holz nicht perfekt in der Hand hatte. Die Mixed-Staffel ist eine neue Erfahrung und eine andere Art der Anspannung, weil diese Wechsel anders und neu sind. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht.“

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