| Daegu

Masters-WM Tag 2 | Deutsche Mannschaft feiert fünf WM-Titel

Tatjana Schilling posiert im Nationaltrikot mit Deutschlandfahne. © Kai Peters
Dem zweiten Tag der Masters-Weltmeisterschaften in Daegu (Südkorea) haben aus deutscher Sicht die nun Doppel-Weltmeisterinnen Eva Nohl und Jennifer Gartmann den Stempel aufgedrückt. Tatjana Schilling setzte sich souverän im Siebenkampf durch, über 100 Meter gab es zwei Mal Gold für das deutsche Team.
Bettina Schardt

Bei strahlendem Sonnenschein und entsprechend heißen Temperaturen von mehr als 35 Grad fanden die Wettkämpfe am zweiten Tag der Weltmeisterschaften der Masters in Daegu (Südkorea, 22. August bis 3. September) statt. Viel Trinken und viel Schatten-Suchen war die Prämisse für die Athlet:innen, um gut durch ihre Wettkämpfe zu kommen. 

Die erste Goldmedaille des Tages für die deutsche Mannschaft gewann Jennifer Gartmann (LG Westerwald), die über 80 Meter Hürden der W50 in 12,72 Sekunden (+2,1 m/s) die Schnellste war. Nach Gold im Weitsprung am ersten Tag war dies schon ihr zweiter WM-Titel in Daegu. „Diesen Titel über die Hürden heute musste ich liefern“, so Jennifer Gartmann. „Es war eine Premiere für mich, dass zwischen Halbfinale und Finale nur 90 Minuten lagen. Vom Siebenkampf her bin ich zwar kurze Pausen gewöhnt, aber dort kommt danach die nächste Disziplin.“

Eva Nohl (TSV Langenzenn) sammelte in der W75 ihre zweite Goldmedaille ein. Mit 34,10 Meter sicherte sie sich den Titel im Hammerwurf. „Mit der Weite und dem Wettkampfverlauf bin ich nicht ganz zufrieden, aber die Platzierung passt“, ordnete Eva Nohl ihr Ergebnis ein.

Tatjana Schilling souveräne Siegerin

Siebenkämpferin Tatjana Schilling (TSV 1850/09 Korbach; Titelbild) holte am Ende von zwei sehr kräftezehrenden Tagen souverän den Titel in der W55. Mit 5.872 Punkten hatte die Weltrekordlerin in dieser Disziplin mehr als 1.100 Punkte Vorsprung auf Platz zwei. „Ich mag eigentlich die Hitze, aber das hier war schon brutal“, sagte Tatjana Schilling, deren Mehrkampf-Start lange nicht klar war. „Ich bin dankbar, dass ich die Hürden laufen konnte. Ich habe seit zwei Wochen eine Nervenreizung im Schwungbein, was mich lange an vielen Bewegungen gehindert hat.“ Besonders freute sie ihre Bestleistung mit dem 500-Gramm-Speer von 33,64 Meter.

Karl Schmid (SpVgg SV Weiden) siegte deutlich über 100 Meter der M85 in 17,16 Sekunden. Dabei kämpfte er mehr damit, dass es drei Startversuche brauchte, bis alle seine Gegner halbwegs ruhig in der Fertigposition waren, als mit dem Rennen selbst. In der M70 setzte sich Gerhard Zorn (TSV Vaterstetten)  in 12,87 Sekunden in einem harten Fight knapp durch.

Die weiteren deutschen Medaillen: 

Silber

Martina Meissner (LAC Essingen; 80 Meter Hürden W45; 12,52 sec)
Ralf Mordhorst (Kieler TB; Diskuswurf M50; 51,36 m)
Reiner Görtz (ASV Süchteln; Zehnkampf M85; 2.322 pt)

Bronze

Carola Novak (LAV Zeven; 80 Meter Hürden W40; 12,57 sec)

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik...

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