| Buenos Aires

Yomif Kejelcha holt sich den Halbmarathon-Weltrekord zurück

Yomif Kejelcha in Aktion bei einem Straßenlauf © TCS London Marathon / Bob Martin
Der Äthiopier Yomif Kejelcha hat am Sonntag in Buenos Aires den Halbmarathon-Weltrekord gebrochen. Damit eroberte er die Rekordmarke zurück, die ihm Jacob Kiplimo aus Uganda im Frühjahr abgenommen hatte. Es war das erste Mal, dass bei einem Rennen in Südamerika ein Halbmarathon-Weltrekord aufgestellt wurde.
Jörg Wenig

Yomif Kejelcha hat in Buenos Aires (Argentinien) den Halbmarathon-Weltrekord gebrochen. Der 29-jährige Äthiopier stürmte am Sonntag quasi im Alleingang und ohne Tempomacher nach 56:51 Minuten über die Ziellinie. Damit holte sich Yomif Kejelcha, der im April beim London-Marathon als Zweiter bei seinem Debüt sensationelle 1:59:41 Stunden gelaufen war, die Marke von Jacob Kiplimo zurück. Der Läufer aus Uganda war im Frühjahr in Lissabon (Portugal) 57:20 Minuten gelaufen. 

Yomif Kejelcha wurde bei guten Wetterbedingungen in Buenos Aires im Laufe des Rennens immer schneller. Mit einer 5-Kilometer-Zwischenzeit von 13:44 Minuten lag er anfangs noch außerhalb des Weltrekordes. Dichter an der Marke war der alleine an der Spitze laufende Kejelcha dann bei 10 Kilometern (27:18 min). Nachdem er den nächsten 5-Kilometer-Abschnitt in 13:21 Minuten gelaufen war, schlug er den Weltrekordkurs ein.

Im Stile eine 5.000-Meter-Läufers rannte Yomif Kejelcha, der zweimal Hallen-Weltmeister über 3.000 Meter war, dann die letzten 1,0975 Kilometer in famosen 2:48 Minuten. Damit hatte er die Bestzeit von Jacob Kiplimo gleich um 29 Sekunden unterboten. Kiplimo war zwar in Barcelona 2025 bereits 56:42 Minuten gelaufen, jedoch wurde diese Zeit später wegen eines Führungsfahrzeugs, das zu dicht am Läufer fuhr, nicht als Weltrekord anerkannt. 

Jacob Kiplimo wieder als Weltrekordler abgelöst

Für Yomif Kejelcha ist es der zweite Halbmarathon-Weltrekord seiner Karriere. 2024 war er in Valencia (Spanien) 57:30 Minuten gelaufen und hatte damals schon Jacob Kiplimo als Weltrekordler abgelöst. Es war das erste Mal, dass bei einem Rennen in Südamerika ein Halbmarathon-Weltrekord aufgestellt wurde. In Buenos Aires hatte Yomif Kejelcha einen enormen Vorsprung von rund zweieinhalb Minuten auf seinen Landsmann Tadese Worku, der nach 59:20 Minuten im Ziel war. Der drittplatzierte Bereket Nega komplettierte in 60:20 Minuten ein rein äthiopisches Podium.

Ähnlich dominant wie Yomif Kejelcha gewann seine Landsfrau Fotyen Tesfay das Rennen der Frauen. Die 28-Jährige, die in Barcelona im März mit 2:10:51 Stunden ein sensationelles Marathon-Debüt gelaufen war, verbesserte mit 63:57 Minuten den Streckenrekord gleich um rund zwei Minuten. Damit lief sie neue Weltjahresbestzeit und die achtschnellste Zeit der Geschichte.Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Kenianerinnen Irine Kimais (66:04 min) und Sheila Chepkirui (66:13 min).

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