Wissenswertes aus der Welt der Leichtathletik
Maryse Luzolo verabschiedet sich
Weitspringerin Maryse Luzolo (Königsteiner LV) hat am Dienstag bei Instagram ihr Karriereende bekannt gegeben. "20 Jahre voller Höhen und Tiefen, Erfolge, Rückschläge, verdammt vieler Trainingsstunden, Wettkämpfe und vor allem ganz besonderer Menschen", schrieb die 31-Jährige. "Irgendwann kommt [...] der Moment, in dem man merkt, dass es Zeit für etwas Neues ist." Ihren ersten großen Erfolg feierte Maryse Luzolo im Jahr 2014 mit U20-WM-Bronze in Eugene (USA). Nach einem schweren Trainingsunfall 2017 kämpfte sie sich in den Leistungssport zurück, qualifizierte sich für die Olympischen Spiele 2021, die Heim-EM 2022 in München und erreichte bei der WM 2023 in Budapest (Ungarn) Rang neun. Kurz vor der WM hatte sie ihre Bestleistung auf 6,84 Meter gesteigert. 2024 wurde sie in Braunschweig Deutsche Meisterin, anschließend bremste sie erneut eine Verletzung aus. In diesem Jahr stand Maryse Luzolo in Dessau und Rhede noch einmal am Anlauf und stellte damit einmal mehr ihr großes Kämpferherz unter Beweis.
Robert Farken vertritt bei Straßenlauf-WM die deutschen Farben
Mittelstreckler Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig) wird bei der Straßenlauf-WM über die Straßenmeile starten. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat den EM-Neunten über 1.500 Meter für die Titelkämpfe nominiert, die am 19./20. September in Kopenhagen (Dänemark) ausgetragen werden. Weitere deutsche Athletinnen und Athleten mit erfüllten Nominierungsvoraussetzungen verzichten auf einen Start.
Diskus-Asse dominieren bei Polizei-DM
Für die stärksten Resultate am ersten Tag der Deutschen Polizeimeisterschaften in Rostock haben die Diskus-Asse Henrik Janssen (SC Magdeburg) und Kristin Pudenz (OSC Potsdam) gesorgt. Der EM-Dritte hatte mit 64,39 Metern satte zwölf Meter Vorsprung auf die Konkurrenz um Matteo Maulana (Eintracht Frankfurt). Die EM-Zweite von München setzte sich mit 61,25 Metern vor Kugelstoß-Spezialistin Julia Ritter (TV Wattenscheid 01; 55,26 m) durch. Im Fünfkampf überzeugte Malik Diakité (Hannover 96), dem starke Wurfleistungen mit dem Speer (62,18 m) und Diskus (45,79 m) gelangen. Zu den Ergebnissen.
Amadeus Gräber für Talence angekündigt
Der EM-Achte Amadeus Gräber (Eintracht Frankfurt) wird seinen dritten Zehnkampf der Saison am 18./19. September beim "Decastar"-Meeting in Talence (Frankreich) bestreiten. Das haben die Organisatoren auf Instagram bestätigt. Neben dem 21-Jährigen werden auch der US-Amerikaner Harrison Williams und die Französin Leonie Cambours bei der 50. Auflage des Mehrkampf-Meetings dabei sein.
Deutsche U20-Rekorde ratifiziert
Zwei Deutsche U20-Rekorde haben Eingang in die DLV-Rekordlisten gefunden. Ratifiziert wurde jetzt der Deutsche U20-Rekord über 110 Meter Hürden von Marc Leonard Hildebrand. Der Dresdner hatte am 12. Juli bei der U16-/U20-DM in Bochum-Wattenscheid die nationale U20-Bestmarke von Gregor Traber auf 13,22 Sekunden geschraubt. Zwei Wochen später fiel, ebenfalls im Lohrheidestadion, der nächste Rekord. Das Trio des TuS Köln rrh., bestehend aus Finn Jakob Merheim, Jan Emanuel Merheim und Lasse Block, war über 3x1.000 Meter in 7:15,55 Minuten schneller als je zuvor eine deutsche U20-Staffel über diese Distanz.
Weltklasse Zürich ohne Odira und Heltelä
Der 800-Meter-Showdown beim Diamond-League-Meeting in Zürich (Schweiz) am Donnerstag ist um eine weitere Protagonistin ärmer: Weltmeisterin Lilian Odira (Kenia) hat ihren Start abgesagt. "Ich wünschte, es wäre anders, aber ich muss auf meinen Körper hören", schrieb die 27-Jährige bei Instagram. Auch im Stabhochsprung wird eine Top-Athletin fehlen: Vize-Europameisterin Wilma Heltelä (Finnland) muss krankheitsbedingt passen. eme/aj
Masters-Weltmeisterschaften 2028 und 2030 vergeben
Bei der Generalversammlung der World Masters Athletics (WMA), die von WMA-Präsidentin Margit Jungmann geleitet wurde, sind am Mittwoch in Daegu (Südkorea) die Ausrichter der Masters-Weltmeisterschaften 2028 und 2030 bestimmt worden. Unter Beifall der 87 Delegierten aus 39 Ländern bestätigte die Versammlung Breda als Gastgeber der WM 2028. Die niederländische Stadt wurde ohne Gegenkandidaten gewählt. Nach dem kurzfristigen Rückzug von Lima (Peru) als Ausrichter der WM 2028 zogen die niederländischen Organisatoren ihre ursprünglich für 2030 geplante Bewerbung vor. Dank der Lage Bredas wird mit vielen Teilnehmern aus Europa gerechnet, darunter Hunderte aus Deutschland. Ebenfalls ohne Gegenbewerber erhielt Houston (Texas, USA) den Zuschlag für die Ausrichtung der WM 2030. David Deister
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