Am ersten Tag des Diamond League-Finals in Brüssel haben Sieger Kristjan Ceh und Mykolas Alekna am Freitagabend im Diskuswurf die 70 Meter übertroffen. Jeweils auf Platz vier kamen die DLV-Athletinnen Yemisi Mabry und Shanice Craft. Die 400 Meter gewann Collen Kebinatshipi in 43,40 Sekunden.
Dieses Duell zieht sich schon durch den gesamten Sommer und ist am Freitag am ersten Tag des Diamond League-Finales in Brüssel (Belgien) in die nächste Runde gegangen: Diskus-Weltrekordler Mykolas Alekna (Litauen) schickte die Zwei-Kilo-Scheibe im zweiten Versuch auf 70,14 Meter. Direkt im Anschluss konnte Europameister Kristjan Ceh (Slowenien) diese Vorgabe übertreffen. Der 27-Jährige ließ den Diskus im geschlossenen Stadion auf 71,29 Meter segeln und sicherte sich nach 2022 zum zweiten Mal den Diamond League-Gesamtsieg, der diesmal mit 30.000 US-Dollar belohnt wurde. Olympiasieger Roje Stona (Jamaika; 68,86 m) belegte den dritten Platz. Der EM-Dritte Henrik Janssen (SC Magdeburg) kam mit 66,30 Metern auf Rang sechs.
Ein anderes Duell fiel diesmal aus. Im Stabhochsprung krönte sich Emmanouil Karalis (Griechenland) mit einem Flug über 6,12 Meter zum Diamond League-Sieger. Weltrekordler Armand Duplantis (Schweden) musste seine Teilnahme kurzfristig absagen, ihn plagten wieder Schmerzen in seinem rechten Bein. „Ich hatte mir gesagt, dass ich nicht springen würde, wenn ich diese Reizung beim Aufwärmen spüre“, erklärte der zweimalige Olympiasieger. „Wir werden sehen, ob ich es zu den Ultimate Championships schaffe. Im Moment weiß ich es noch nicht.“
Yemisi Mabry und Shanice Craft auf Rang vier
Jeweils den vierten Platz belegten Olympiasiegerin Yemisi Mabry (MTG Mannheim) im Kugelstoßen der Frauen und die EM-Zweite Shanice Craft (SV Halle) im Diskuswurf der Frauen. Mit einem Stoß auf 19,59 Metern rief Yemisi Mabry einmal mehr das Niveau ab, auf dem sie sich in diesem Sommer eingependelt hat. Nur bei drei Wettkämpfen hat die 27-Jährige in diesem Sommer weiter gestoßen. Das Top-Trio des Sommers führte das Feld einmal mehr an und schaukelt sich gegenseitig zu immer größeren Weiten hoch. Hallen-Weltmeisterin Chase Jackson (USA) steigerte ihren Nordamerika-Rekord vom ISTAF (21,02 m) um weitere zwölf Zentimeter auf 21,14 Meter.
Die 32-Jährige hat damit die größte Weite seit Valerie Adams (Neuseeland) bei der WM 2011 (21,24 m) erzielt. Europameisterin Jessica Schilder (Niederlande; 21,09 m) war vorher in Keqiao (China) der erste 21-Meter-Stoß seit der zweimaligen Olympiasiegerin aus Neuseeland gelungen. Die Niederländerin belegte trotz starken 20,57 Metern in Brüssel nur Rang drei. Mit 20,64 Metern lag Sarah Mitton (Kanada) noch vor ihr.
Im Diskuswurf der Frauen musste sich die zweimalige Olympiasiegerin Valarie Sion (USA) wie zuletzt in London (Großbritannien) geschlagen geben. 66,92 Meter im sechsten Durchgang reichten nicht mehr, um die Weltmeisterin von 2022 Bin Feng (China; 67,46 m) zu übertreffen. Den dritten Platz belegte Europameisterin Jorinde van Klinken (Niederlande; 64,66 m). Wie schon in Birmingham (Großbritannien) einen Rang dahinter reihte sich Shanice Craft (62,64 m) ein.
Lea Meyer und Robert Farken in starken Feldern auf Rang neun
Über 3.000 Meter Hindernis der Frauen blieben fünf Athletinnen unter 9:00,00 Minuten. Auf dem Weg dorthin lief Olivia Gürth (Silvesterlauf Trier) als Tempomacherin den ersten Kilometer in 2:54,77 Minuten an. Wie schon in Eugene (USA) und vergangene Woche in Zürich (Schweiz) setzte sich Weltmeisterin Faith Cherotich (Kenia; 8:51,61 min) am Ende durch. Ihre Landsfrau Doris Lemngole steigerte sich als Zweite auf 8:52,86 Meter und ließ Olympiasiegerin Winfred Yavi (Bahrain; 8:53,54 min) hinter sich. Es folgten Marwa Bouzayani (Tunesien; 8:57,02 min) und Peruth Chemutai (Uganda 8:59,77 min). Lea Meyer (VfL Löningen; 9:22,91 min) lief auf den neunten Platz.
Ebenfalls den neunten Platz erreichte Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig; 3:32,11 min) in einem engen 1.500-Meter-Rennen der Männer. Im Fotofinish sicherte sich der Australier Cameron Myers (3:30,14 min) mit vier Hundertsteln Vorsprung auf den Kenianer Phanuel Koech (3:30,18 min) den Sieg. Ethan Strand (USA; 3:30,50 min) schob sich als Dritter knapp vor Jakob Ingebrigtsen (Norwegen; 3:30,52 min) ins Ziel.
Collen Kebinatshipi steigert sich auf 43,40 Sekunden
400-Meter-Weltmeister Collen Kebinatshipi (Botswana) steigerte seinen Landesrekord um weitere vier Hundertstel auf 43,40 Sekunden, nur vier Athleten sind in der Geschichte dieser Disziplin noch schneller gewesen. Drei weitere Athleten blieben unter 44,00 Sekunden und stellten Bestleistungen auf: Die 43,68 Sekunden bedeuteten für den Zweitplatzierten Jereem Richards (Trinidad & Tobago) gleichzeitig Landesrekord. Es folgten die US-Amerikaner Jacroy Patterson (43,78 sec) und Chris Bailey (43,97 sec).
Unangefochten war Julien Alfred (St. Lucia; 21,79 sec) bei ihrem Sieg über 200 Meter der Frauen. Die 100 Meter der Männer entschied Weltmeister Oblique Seville (Jamaika; 9,90 sec) für sich. Über 800 Meter setzte sich Weltmeister Emmanuel Wanyonyi (Kena; 1:41,80 min) klar durch. Trotz eines Sprungs auf 8,40 Meter musste sich der zweimalige Olympiasieger Miltiádis Tentóglou (Griechenland) im Weitsprung dem Weltmeister von 2019 Tajay Gayle (Jamaika) geschlagen geben, der auf 8,46 Meter flog.
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