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DLV-Quartett sprintet bei Premiere in Budapest auf Rang sechs

Die deutschen Sprinterin Sina Kammerschmitt läuft dem Ziel entgegen, sie hat gerade den Staffelstab von Robin Ganter, der hinter ihr läuft, übernommen. © Torben Flatemersch
Die erste Entscheidung der ersten World Athletics Ultimate Championships ist gefallen. Und das mit deutscher Beteiligung. Über die neue Disziplin 4x100 Meter Mixed lief das deutsche Quartett mit Kevin Kranz, Jolina Ernst, Robin Ganter und Sina Kammerschmitt am Freitagabend in Budapest mit 40,85 Sekunden auf Rang sechs. Der Sieg ging an die favorisierte US-Staffel, dahinter folgten Jamaika und Großbritannien.
Paula Schröder

World Ultimate Championships

Vorhang auf für ein neues Kapitel der Leichtathletik: Am Freitagabend sind in Budapest die ersten World Athletics Ultimate Championships gestartet. Gleich in der ersten Entscheidung des neuen Formats war das DLV-Team über 4x100 Meter Mixed mit am Start.

Auf Bahn acht ging das deutsche Quartett mit Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar), Jolina Ernst (TV Wattenscheid 01), Robin Ganter und Sina Kammerschmitt (beide MTG Mannheim) ins Rennen. Von der deutschen Staffel, die bei der EM in Birmingham Silber gewonnen hatte, war Startläufer Kevin Kranz als Einziger erneut mit dabei.

Der 28-Jährige erwischte einen guten Start und hielt den Kontakt zu den favorisierten Staffeln. Beim ersten Wechsel auf Jolina Ernst lief er leicht auf, dennoch gelang die Übergabe. Zu diesem Zeitpunkt konnten sich die USA bereits etwas vom Feld absetzen.

USA und Jamaika setzen sich ab

Auch beim zweiten Wechsel von der Deutschen Meisterin Jolina Ernst auf Robin Ganter gelang die Staffelübergabe bereits früh in der Wechselzone. Robin Ganter versuchte anschließend, den Anschluss an die USA und Jamaika zu halten. Auch der letzte Wechsel auf Sina Kammerschmitt, die bereits bei den World Relays als Schlussläuferin zum Einsatz gekommen war, lief ordentlich, ohne dabei volles Risiko zu gehen.

An der Spitze hatten sich die USA und Jamaika zu diesem Zeitpunkt bereits abgesetzt. Das US-Quartett brachte den Sieg schließlich in 39,64 Sekunden ins Ziel. Dahinter folgte World-Relays-Sieger Jamaika (39,72 sec) vor den Europameistern aus Großbritannien (40,26 sec). Das DLV-Quartett erreichte in 40,85 Sekunden Rang sechs. Für die neu zusammengestellte Staffel war die Platzierung in einem hochkarätig besetzten Feld damit ein ordentlicher Abschluss einer langen Saison.

Stimmen zum Wettbewerb:

Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar):
„Es ist hier ein neues, cooles Event, auf das man Bock hat, und es hat wirklich Spaß gemacht zu laufen. Deshalb konnte man sich zum Ende der Saison auch noch einmal aufhypen, hier noch einmal Gas zu geben. Und jetzt kann man sich auf jeden Fall auch auf die Off-Season freuen.“

Jolina Ernst (TV Wattenscheid 01):
„Ich fand es auch cool, es ist mal etwas Neues. Die einzelnen Athleten bekommen mehr Aufmerksamkeit, man kann sich selbst mehr präsentieren. Deshalb finde ich das alles einfach nur positiv und gar nicht überwältigend oder zu stressig. Ich fand es genau richtig, ehrlich gesagt.“

Robin Ganter (MTG Mannheim):
„Wir können schon zufrieden sein. Es ist so spät in der Saison und man muss nach der EM auch fit bleiben, das zieht sich dann schon. Wir schauen uns jetzt den Rest auch noch an, denn wann hat man schon mal die Möglichkeit, bei so einem Wettkampf dabei zu sein?“

Sina Kammerschmitt (MTG Mannheim):
„Es macht super viel Spaß. Es war eine mega Stimmung hier, so etwas beflügelt auch immer. Es ist sehr, sehr cool, hier zu laufen.“

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